VON THRONSTAHL
"BELLUM, SACRUM BELLUM?!"  CD

VON THRONSTAHL ERKLÄREN DER WELT DEN KRIEG
(PRESSEMITTEILUNG ZUR CD- BEMUSTERUNG)

 
"I'M SORRY, DEMOCRACY IS CHANGING"   "Democracy"  KILLING JOKE 1996
 

In diesem Rahmen also erklären wir der Welt, was es mit dem Krieg der US- Administration gegen ihre vermeintlichen Feinde auf sich hat und wie es um die Ordnung und das Wertesystem der westlichen Welt bestellt ist. Zunächst einmal stellen wir fest, wie unbeholfen so mancher Zauberlehrling des "american way of life" oder die Musterschüler einer Re-education nach 1945 hierzulande zu stehen kommen, wo vor aller Augen die US- Maskerade von Freiheit, Demokratie und Menschlichkeit ihre strapazierte Schuldigkeit endlich getan zu haben scheint. Diese BUSH- Regierung steht in keiner Tradition mehr von Präsidenten, wie LINCOLN oder JEFFERSON und scheint nun ausgerechnet die Nachfolge jenes totalitären Geistes unter Beweis zu stellen, den die Amerikaner uns per Umerziehungsexorzismus einst auszutreiben gedachten. Die konsequente Einsicht, die nun Not tut, ist jene, daß diese US- Administration ihre gewaltherrschaftliche "NEUE WELTORDNUNG" auf den Trümmern eines über den Haufen getretenen Völkerrechts und den sich daraus ergebenden Bruchstücken ihrer eigenen Demokratie- und Freiheitswerte zu errichten im Begriff ist. BUSH und seine Führungsriege befinden sich in der Phase der Demaskierung. Begriffe wie "Demokratie", "Freiheit" und "Menschlichkeit" wirken jetzt endgültig abgegriffen, verballhornt und schal. Mein Unglaube gegenüber jedweder demokratischer Süßigkeit, mein angewidert Sein gegenüber den schleichenden Lügen eines falschen Friedens, meine Abwehrhaltung gegenüber einer Freiheit, die in Gefangenschaften mündet, habe ich die letzten 15 Jahre über in ungezählten Interviews so reichlich kund getan, daß diese mir, in Zusammenhang mit meiner "rechten" Position, die ich mir erlaubt habe einzunehmen, das Ende meiner musikalischen Profilaufbahn bescherten (WEISSGLUT/ SONY/ "Der Spiegel"). Heute aber, nach weit mehr als zehn Jahren, nach welchen ich und meinesgleichen den Begriff "NEUE WELTORDNUNG" künstlerisch thematisierten und, auf die Zusammenhänge hinweisend, nur Ignoranz, Spott, Hohn und Boykott seitens subkultureller und mainstreamiger Medien ernteten, bringt nun auch "Der Spiegel" die "NEUE WELTORDNUNG" per fetter Schlagzeile in den etablierten Sprachgebrauch mit ein. Natürlich ist "Der Spiegel" noch weit genug hinten dran, um etwa die Ursprünge des Begriffs der "NEUEN WELTORDNUNG" zu thematisieren, weil er sich dann konsequenterweise ja auf das Terrain der "Verschwörungstheorien" begeben müßte, was wiederum nicht sein darf, weil ja dann die fassadenhaften Weltbilder, an denen hier alles festgemacht ist, in sich zusammenstürzen und soviel liebgewonnene Illusion mit begraben. Weil man den Blick ins Verschwörerische scheut, lassen sich die mainstreamigen Journalisten zur falschen Annahme verleiten, die BUSHS seien etwa die Erfinder der "NEUEN WELTORDNUNG". BUSH senior war es, der diesen Begriff zum ersten GOLFKRIEG hin ein erstes Mal proklamierte und für den allgemeinen Sprachgebrauch etablierte. BUSH junior fällt die gestellte Aufgabe zu, diese "NEUE WELTORDNUNG" zu vollziehen oder in der Tat zu vollstrecken. Der Begriff "NEUE WELTORDNUNG" ("NEW WORLD ORDER"= NWO) war bislang keine Vokabel aus der Parlamentspolitik - es ist eine, sowohl weltlich, als auch religiöse Chiffre einer Machtpolitik, die aus Geheimlogen heraus praktiziert wird. Die lateinische Bezeichnung lautet: "NOVUS ORDO SECLORUM". In Erscheinung trat der Begriff in Zusammenhang mit dem so bezeichneten "GREAT SEAL" des von Adam WEISSHAUPT am 1. Mai 1776 gegründeten "Illuminantenordens". Kein Geringerer als der äußerst fragwürdige Präsident Franklin D. ROOSEVELT veranlaßte 1933, dieses "Große Siegel", in Zusammenhang mit dem Wappen des "WEISSKOPF"- Seeadlers, als "THE GREAT SEAL OF THE UNITED STATES" auf die sich am meisten im Umlauf befindliche US- Banknote zu drucken - der ONE DOLLAR NOTE. Diese bringt das ver-siegel-te Evangelium der "NEUEN WELTORDNUNG" seither auf trivialem Wege in Umlauf. Die Wirkung dieses MANDALAS ist durchaus einer Art magischen Natur, wie auch die Symboliken des Siegels auf keinem Zufall sich gründen. Wie anders, als "verschwörerisch, okkult" möchte denn der ungläubige Realist die Symboliken deuten, in Zusammenhang mit dem Freimaurerlatein des Siegels und des US- Strebens nach Weltherrschaft? Es ist hier und heute für niemanden mehr ein Geheimnis, daß diese US- Regierung sich die Weltherrschaft auf die Fahne geschrieben hat. Neben dem Begriff "NEUE WELTORDNUNG" ist auch der Begriff der "WELTHERRSCHAFT" in den allgemeinen Sprachgebrauch mit übergegangen. "ANNUIT COEPTIS" bedeutet, daß "DIE UNTERNEHMUNG VON ERFOLG GEKRÖNT" ist. Die mit MDCCLXXVI bezeichnete Jahreszahl auf dem Sockel der Pyramide mag einerseits gerne das Jahr der amerikanischen Unabhängigkeitserklärung sein, ist aber auch das Gründungsjahr des "Illuminantenordens". Das "E PLURIBUS UNUM" im Schriftband des "WEISSKOPF"- Adlers gegenüber dem Pyramidensiegel sagt aus, "AUS VIELEN EINES" zu machen, was sich nur solange auf das Vereinen der amerikanischen Staaten bezieht, solange das höhere Ziel der angedeuteten Weltherrschaft noch nicht erreicht ist, wofür eben die "NEUE WELTORDNUNG" Pate steht. Weiteres sei hier, zur tiefer reichenden Symbolik, in diesem Rahmen nicht gesagt.

BUSH - Vater, Sohn und unheiliger Geist - gehören dem "SKULL & BONES"- Orden an, wie es heißt, und wir dürfen davon ausgehen, daß die Zugehörigkeit zu einem Orden vor jedwedem politischen Amt die erstere Geige spielt. Die Doktrin eines Ordens steht über staatlichen Gesetzen und degradiert jedes politische Amt zum reinen Vehikel einer Machtpolitik, die keine parlamentarischen Züge trägt. Zweifelsohne wähnt sich BUSH in "göttlicher Mission", nur sollte man seinem christlichen Anspruch gegenüber den gleichen berechtigten Zweifel hegen, wie gegenüber seinem demokratischen Anstrich.

"Wir werden eine Weltregierung bekommen, ob Sie das mögen oder nicht, durch Eroberung oder durch Übereinkunft."
(James WARBURG am 17. Februar 1959 vor dem US- Senatsausschuß)

"Es ist keine Frage mehr, ob es eine Weltregierung geben wird oder nicht. Die Frage ist, wie sie zustande kommen wird (...) und ob sie eine totalitäre, gutartige oder mitbestimmende sein wird (und zwar in dieser Reihenfolge der Möglichkeiten)."
(Prof. Saul MENDLOVITZ, Rutgers Universität)

"Derjenige muß in der Tat blind sein, der nicht sehen kann, daß hier auf Erden ein großes Vorhaben, ein großer Plan ausgeführt wird, an dessen Verwirklichung wir als treue Knechte mitwirken dürfen."
(Winston CHURCHILL)

Diesen Krieg gegen den IRAK zu führen, den man über die Jahre hinweg schon systematisch ausgeblutet und ausgezehrt hat, auf die typisch erniedrigende Weise, stand mit der Amtsübernahme BUSHS nie ernsthaft zur Debatte. Die Zielvorgabe dieses Feldzuges der "Menschlichkeit" war schon vor dem 11. September 2001 oberste Doktrin auf dem Wege zur Verwirklichung der NWO. Der Vorwand, diesen Feldzug zu führen, mußte um jeden Preis an den Haaren förmlich herbeigezogen werden oder mittels der Fäden, die man aus dem Dunklen heraus bewegen kann, über jedes Veto, jede berechtigte Kritik, jeden wahrheitsgemäßen Einspruch hinweg. Die ungereimten Hintergründe der BUSH- Mafia, in Bezug auf ihre eigenen Ölfirmen, und die Verstrickungen mit dem BIN LADEN- Clan zu besseren Geschäftszeiten ergeben einen schrägen Backgroundgesang auf einen amerikanischen Traum, der nur noch als Maskerade einen kurzzeitigen Bestand haben kann. Wir dürfen auch nicht außer Acht lassen, daß diejenigen "Monstren", welche uns die BUSH- Regierung als "diabolisch" verkaufen möchte, daß diese in den "Laboratorien" der C.I.A. schon unter Präsident REAGAN und BUSH senior "künstlich" erschaffen wurden. Ein Kritiker des "american way of war" meinte einmal, daß die Vereinigten Staaten stets gegen sich selber ins Feld ziehen würden, gegen ihre eigenen Fehler, personifiziert durch das gegnerische Volk, dem sie den Kampf angesagt haben. Wir sehen diese These heute bestätigt, wo der religiöse Fundamentalismus BUSHS und der muslimische sich gegenüber stehen. Die politische Ausdrucksweise Amerikas gleicht der eines identitätslosen Schauspielers, der glänzende Rollen spielt, aber dennoch nie die Authentizität und Echtheit einer übrigen Welt an den Tag legt, die tiefe Verwurzelungen aufweist, aus welchen sich Identitäten ergeben. Amerika ist als Anti- Welt geboren, dazu verdammt, die Welt zitieren zu müssen, unfähig aber, eine Eigenart dabei zu verspüren. Der Neid dieser seinshaften Besitzlosigkeit drängt Amerika förmlich dazu, sich die übrige Welt zu eigen zu machen.
Die unverkennbare Verlogenheit und gezielte Volksverdummung, welche mit der Begründung des Präventivschlages gegen den Irak einher ging, konnte ja nicht anders als in dem öffentlichen Bedauern RUMSFELDS gipfeln, daß sämtliche Versuche, den Krieg mit friedlichen Mitteln zu verhindern, leider gescheitert seien. BUSH befindet sich nicht nur im "Krieg gegen die eigenen, durch seine Feinde personifizierten, Fehler", sondern auch oft genug gegen die selber erschaffenen Feinde und in letzter Konsequenz sogar im Krieg gegen das eigene amerikanische Volk.
Zwischen der biblischen "Offenbarung des Johannes" und dem "Buche Daniel" oder George ORWELLS "1984" gelesen, ergibt sich aus der momentanen Wirklichkeit der NWO in Bezug zur übrigen westlichen Reste-ver-wertungsgemeinschaft der erschreckende Endreim auf alles, was unter den Begriffen "Freiheit", "Demokratie" und "Humanität" nun augenscheinlich in die Brüche zu gehen droht. Wir erleben das Ende des lehrreichen Marionettentheaters der Demokratie.
Erscheint es, von Bagdad aus betrachtet, heute nicht plausibel, daß die NWO in ihrer Umsetzung sich auf dem Fundament von "Ground Zero" auch mit gründet? Gehen wir, zum Verständnis dessen, auf was ich hinaus möchte, eine Station zurück in der Geschichte Amerikas. Es ist auch renommierteren Historikern kein wirkliches Geheimnis mehr, daß Präsident F.D. ROOSEVELT seinen Flottenverband in Pearl Harbour vorsätzlich geopfert hat, um einen triftigen Grund zu haben, in den II. Weltkrieg mit einzusteigen. Das Ultimatum, welches er den Japanern machte, war so inakzeptabel wie provozierend. Überraschend kam der Angriff allenfalls für die in Pearl Harbour stationierten Marines. Die Warnungen, daß japanische Flugzeugverbände sich womöglich in Richtung Pearl Harbour bewegten, wurden zwar intensivst an ROOSEVELT herangetragen, von diesem aber stillschweigend ignoriert (was keine These ist, sondern erwiesenermaßen eine Tatsache). Gewisse Parallelen zu den Geschehnissen vom 11. September 2001 sind unverkennbar - zum einen ist da der willkommene Vorwand, der sich aus der Katastrophe ergibt, um, auf Kosten der Freiheit, der Sicherheit den Vorzug geben zu können, mittels welcher man über den Schachzug der Terroristenbekämpfung hinaus, sich plötzlich im Krieg und schließlich im Feldzug befindet. Ich glaube gerade noch an die Echtheit der Piloten über New York und Washington und deren fundamentale Beweggründe, genauso wie ich an die Authentizität der japanischen Flieger über Pearl Harbour glaube, darüber hinaus aber glaube ich nur noch an die Mechanik des Drähte Ziehens. Man muß nur die Fäden soweit im Griff haben, um, in Anbetracht des auszulösenden Effektes, den Zweck die Mittel heiligen zu lassen. Alles Weitere ist dann Showbusiness und humanitärer Karneval made between Hollywood und Washington. Pearl Harbour und der 11. September haben die gleiche effektvolle Trickkiste gemeinsam. Der Unterschied mag vielleicht der sein, daß die Warnungen, die aus allen Ecken und Kanten der Welt an C.I.A., F.B.I. und die BUSH- Administration ergingen, in Bezug auf einen zu befürchtenden Terrorakt im US- Luftraum, noch geballter und eindringlicher waren, als zu ROOSEVELTS Zeiten. Die Katastrophe wurde, wenn nicht selber herbeigeführt, dann aber doch billigend in Kauf genommen, womit der Grundstein gelegt war. Wo Menschlichkeit nicht mehr als Worthülse und Mittel zum Zweck ist, da nimmt man auch gut und gerne Kollateralschäden an der eigenen Bevölkerung in Kauf, wenn am Ende nur die Weltherrschaft gefestigt erscheint.

"IN DER POLITIK GESCHIEHT NICHTS ZUFÄLLIG. WENN ETWAS GESCHIEHT, KANN MAN SICHER SEIN, DAß ES AUF DIESE WEISE GEPLANT WAR."
(Präsident F.D. ROOSEVELT)

Es ist doch alles gar nicht so schwer zu begreifen, und der Betrug und die Lügen der Propaganda im Takt der Kriegsmaschinerie sind doch ganz und gar offensichtlich, so wie die Gewichtigkeit des Öls, welches, laut US- Auskunft, keine Rolle spielt. Aber die westliche Diplomatie meint, den Ton und die Form noch wahren zu müssen, dabei hat der Meister, um mit SCHILLER zu reden, nicht nur die Form zerbrochen, sondern mit der Form auch die Glocke zerschlagen, die ganz und gar nicht mehr freiheitlich klingen möchte. Der Krieg, der jetzt herrscht, ist ein totaler, ungeachtet der Atempausen, in welchen nicht geschossen wird. Und die zum Sprechen und Schreiben Legitimierten, die ihr täglich Brot damit verdienen, Gebrauchsanweisungen zur Tages- und Weltpolitik zu verfassen, möchten, bei aller Kritik, nicht in den Verdacht des Anti- Amerikanismus geraten. Aber kann es einen gröberen Anti- Amerikanismus als den, welchen die US- Regierung betreibt, denn noch geben? Und müßten die Journalisten in "SAFE EUROPEAN HOME", ihrer antifaschistischen, humanitären Erziehung und Vereidigung gemäß, die Früchte ihrer langjährigen Hausaufgabentreue nicht unter Beweis stellen? Sechzig Jahre Geschichtsunterricht und Vergangenheitsbewältigung stehen jetzt sprachlos betreten und unbeholfen im Raum, weil die Scharfschützen der schreibenden Zunft nur unterschwellig bis halbseiden formulieren, daß ein Angriffskrieg kein "Akt der Menschlichkeit" und ein Überfall kein "Befreiungsschlag" ist.
Plötzlich scheinen die, welche allgemein gerne die Haltung der Großeltern im Dritten Reich kritisierten, die Möglichkeit ihrer eigenen Aufständigkeit gegen die Systematik der NWO, mit ihren laufenden monatlichen Kosten und Einkünften zu vergleichen und sparen sich dann die weitere Luft der Entrüstung für den Privatgebrauch auf. Den Notgroschen an "mutigen" Worten spart man sich dann lieber auf, in der Hoffnung, bei nächster Gelegenheit wieder deutliche Zeichen zu setzen, gegen "braunes Gedankengut" und "rechte Gewalt", nichtsahnend davon, wie sehr hier jeder Geschichtsunterricht mit seinem humanitären Latein am Ende ist, wenn jeder geschichtliche Lernprozeß ab heute mit dem Urteil endet, daß die viel zitierte Menschlichkeit am Ende doch nur ein blutiger Haufen rohes Menschenfleisch ist.

"ALL OVER PEOPLE CHANGING THEIR VOTES, ALONG WITH THEIR OVERCOATS. IF ADOLF HITLER FLEW IN TODAY, THEY‘D SEND A LIMOUSINE ANYWAY."
(THE CLASH "White man in Hammersmith palais", 1978)
(Dieses Textfragment bringt ein schier zeitloses Phänomen, sowohl der Diplomatie, als auch des allgemeinen Journalismus recht anschaulich und deutlich auf den Punkt.)

Ich will es noch einmal deutlich kundtun - was mich auf das Terrain meines "Individual- Faschismus" förmlich zwingt, ist der Ekel vor dem zum Kadaver verkommenen Menschlichkeitsbegriff, vor jedem weiteren Beschiß, der hinter den Fassaden von Freiheit und Demokratie zum Himmel stinkt und der Abscheu vor denen, die den Gestank dieser humanitären Systematik als ihren persönlichen Weihrauch empfinden.

Wie wollen denn die irritierten Lehrkräfte unseres Erziehungswesens ihren Schülern künftig noch die GÖBBELSCHE Propaganda als verwerflich auf die faden Schulbrote schmieren, wenn die US- Regierungspropaganda von hier und heute die gleiche PR in noch größerem Ausmaß betreibt? Und wo soll der Unterschied noch Platz haben, zwischen dem "WER NICHT FÜR UNS IST, IST GEGEN UNS" aus deutscher Vergangenheit und der WOLFOWITZ- Rede: "UNSERE FREUNDE WERDEN BESCHÜTZT WERDEN, UNSERE FEINDE BESTRAFT, UND JENE, DIE UNTERSTÜTZUNG VERWEIGERN, WERDEN BEDAUERN, SO GEHANDELT ZU HABEN."? Aus meiner kleinen, politisch unkorrekten Gedankenwelt heraus, scheine ich den Übergang einer untergehenden Demokratie in einen sich anbahnenden Totalitarismus deutlicher wahrzunehmen als diejenigen, die mit einer zu konsequenten Einsicht auch ihr bisheriges Weltbild entsorgen müßten, falls es nicht die Angst vor persönlichen Nachteilen ist, die sie zur stillen Hoffnung geneigt macht, die Welt könne einmal wieder wie früher sein. So schnell kann man zum ewig Gestrigen mutieren, wenn das Paradigma plötzlich ein anderes ist. Man kann sich Amerika gegenüber natürlich so verhalten, als sei alles noch beim alten, der feine Unterschied ist der, daß die BUSH- Administration die übrig gebliebene Welt nicht mehr nach alten Maßstäben mißt, sondern alles nur noch durch das Zielfernrohr der Weltherrschaft ins Visier nimmt. Das ist die amerikanische Betrachtungsweise der Dinge. Und es ist auch nicht die US- Administration, die der Phantomschmerz quält, sondern die europäischen Nachhilfeschüler in Sachen Demokratie, weil das, was den Europäern an freiheitlich amerikanischen Werten in den eigenen Organismus überging, jenseits des Atlantiks, schon längst nur noch Prothese für etwas ist, das man ohnehin meist nur vortäuschen konnte.

Wie dem auch sei, was vor 10-20 Jahren noch wirklichkeitsferne, apokalyptische Chiffre war und kaum zur Sprache kam, ist heute der Stoff, aus dem die heißen Schlagzeilen gegossen werden. Man selber hat seiner geäußerten Thematiken und politischen Position wegen zwar alles verloren, am Ende aber doch recht behalten. Begriffe wie "NEUE WELTORDNUNG", "BABYLON", "IMPERIUM EUROPA", "HEILIGER KRIEG", "KREUZZUG", "FELDZUG", "ACHSE DES BÖSEN", "DIE USA ALS WIEDERERSTANDENES RÖMISCHES WELTREICH", "HARMAGEDDON", "WELTREGIERUNG", "ZWEISTROMLAND", "PALÄSTINA", "JERUSALEM", "BEFREIUNG", "BEFRIEDUNG", "HUMANITÄT", "WELTSICHERHEITSGIPFEL" und "WELTFRIEDE" ergeben, im neuen Zusammenhang der Geschehnisse, einen zweifelsfrei apokalyptischen Tenor, der unsere Aufmerksamkeit in Richtung jener lang prophezeiten Brennpunkte zwischen Euphrat und Nil zieht, deren Umland zur Bühne eines Showdowns werden könnte, auf welcher ein spannendes Kapitel Menschheitsgeschichte zu Abschluß kommt, um Raum für wirklich Neues zu schaffen.

"APOKALYPTISCHE GERICHTSPROPHETEN HATTEN NOCH NIE EINEN ANGENEHMEN BERUF. ABER WER IHNEN WIDERSPRACH, ENTLARVTE ALLZU OFT SICH SELBST. WEGSEHEN IST KEIN WEG."
(Klaus BERGER "Johannes: Hericht")

Das Wiedererstehen des RÖMISCHEN REICHES gilt Apokalyptikern verschiedenster Konfession und Betrachtungsweisen allgemein als ein prophezeites Zeichen der Zeit. In den letzten Jahren konnte man den Eindruck gewinnen, daß die europäische Staatengemeinschaft (im Verständnis der biblischen Prophetie) römisch-babylonische Prinzipien zum Tragen brächte. Relationen, Symboliken und Vorzeichen sprachen dafür. Was Europa im Sinne eines wiedererstandenen Römischen Reiches aber fehlte und bis heute fehlt, ist das gewisse Maß an imperialer Autorität. Schaut man sich das Belegfoto zum EU- Erweiterungsgipfel vor antikem Hintergrund an, weiß man einmal mehr, wie es um die Strahlkraft dieses Europa bestellt ist. Angereichert mit reichlich Freimaurersymboliken wirkt der europäische Staatenbund zwar von der Idee her überzeugend (abgesehen von der ein oder anderen Grundierung), aber doch zu friedlich, zu blaß, als daß man den Prophezeiungen nach etwa die tierhaften Säbelzähne hinter der europäischen Humanitas würde blitzen sehn können. Nicht einmal der Militärputsch eines neuen europäischen "tier"haften Aggressors könnte die zarten Strukturen hart für sich nutzen, geschweige denn Europas Milchzähnen Biß verleihen. Wir sollten aber nicht außer acht lassen, daß das amerikanische Imperium aus der Rippe Europas sich formte.
Schenken wir dem römischen Hoheitszeichen des imperialen Adlers einmal Aufmerksamkeit und verfolgen seinen weiteren Flug in der Geschichte. Mit Kraft und Anspruch der imperialen Herrschaft übertrug sich der ADLER auf Kaiser Karl den Großen und das "Heilige Römische Reich deutscher Nation". Napoleon BONAPARTE war der nächste große Kaiser, der die römische Reichsnachfolge antrat und der Adlerstandarte zu neuem Glanz verhalf (in bewußter Nachfolge Kaiser Karl des Großen und des "Heiligen Römischen Reiches", dessen Wappen er auf seinem Krönungsring trug). Adolf HITLER richtete das Römische Reich unter den Standarten des Reichsadlers noch einmal auf. Mit Inkrafttreten der "NEUEN WELTORDNUNG" bzw. dem Weltherrschaftsstreben Amerikas hält nun ausgerechnet George W. BUSH dem imperialen Adler die Stange. Und mit BUSHS Rede von seinem "Göttlichen Auftrag" sind wir ein wenig mehr in der apokalyptischen Thematik und sehen ihn in der Pose eines modernen Gottkaisers einmal mehr mit Traditionen auf Tuchfühlung gehen, die ER sich aber auch nur anmaßen kann. Die Legitimation, die ihm die Geschichte und die Vorsehung zuteil werden läßt, reicht nur zur Besetzung eines GEGEN- KAISERS - in einem GEGEN- REICH. Wenn wir das Wort "ANTI" als "anstelle von" verstehen, dann stehen BUSH und Amerika für eine Erbschaft, die auf Sand gebaut ist. Es waren die Tageszeitungen und politischen Wochenmagazine, welche BUSH im Vorfeld des jüngsten Irak- Krieges als römischen Imperator karikierten und die USA mit dem Römischen Reich in Beziehung setzten. Aber in der Tat kommt BUSH niemals über die Karikatur eines Gottkaisers hinaus, und sein Imperium hat, trotz massivstem Einsatzes modernsten Materials, keine Festigkeit. Sein strategisches Vorgehen entbehrt jeglicher militärischer Genialität, er baut nicht auf Geschick, sondern auf Unverschämtheit und Arroganz. Nicht einmal sein seltsamer Wahlsieg kann als ein echter Sieg bezeichnet werden. Diese "NEUE WELTORDNUNG" wird scheitern müssen, und jeder bisherige Sieg ist ein Phyrussieg. Den einzigen Erbanteil, den diese BUSH- Administration vor der Geschichte einzulösen im Stande ist, in Bezug auf ein wiedererstandenes Römisches Reich, sind der raubtierhafte Größenwahn und der Untergang. AMERIKA und EUROPA sind zwei Seiten ein und derselben Medaille römisch- imperialen Erbgutes. Dem ALTEN EUROPA eröffnet sich nun eine Chance zur Verjüngung und gleichermaßen zur bewußten Reife. Die Haltung, welche EUROPA hier und jetzt unter deutsch- französischer Vorbildlichkeit und Führung an den Tag legt, oder auch nicht, ist entscheidend für den weiteren Verlauf der Geschichte. Wenn die "Brüder" hier nicht geschlossen gegen den Übervater auf- und zusammenstehn, droht dessen unabwendbarer Fall, Europa mit hinunterzureißen. Der Vorwurf, Europa zu spalten, kann nicht gegen die ergehen, die heute als Förderer eines europäischen Selbstbewußtseins einen ansatzweisen Widerstand leisten. Der Vorwurf der Spaltung kann nur an die Adressaten gehen, die ihr Heil und ihren Vorteil zuerst im transatlantischen Bündnis sehen, statt die Selbstbewußtheit Europas zu stärken. Was hier fehlt, ist nicht der Mut, "NEIN" zum Krieg zu sagen, sondern "Scheiß auf die transatlantische Freundschaft, wenn Ihr im Unrecht seid". Fuck the US- Administration, wenn europäische Staatsmänner nur Vasallen sein sollen. Der Riß, der jetzt durch Europa geht, regelt die Weichenstellung, die über den Zusammenbruch der "NEUEN WELTORDNUNG" hinaus zur Neuordnung EUROPAS führt, zu echtem europäischen Selbstbewußtsein, aus dem heraus sich Charisma entwickelt. Die Irrungen einiger europäischer Staatsoberen und ihrer Vasallentreue zu Amerika gehören in den Bereich menschlicher Lernprozesse und werden die Selbstfindung Europas nicht aufhalten. Die Lektion, die England zum wiederholten male bevorsteht, wird in der Erkenntnis münden, daß es besser ist, von Amerika besiegt zu werden, als gemeinsam mit Amerika zu siegen. Weil jeder Bündnispartner Amerikas immer nur im Windschatten der Amerikaner kämpft und siegt und erst mit dem Heraustreten aus dem Windschatten die Feststellung macht, verloren und verspielt zu haben. Die Qualität und das Potential, Europa zu stärken und zu führen, durch Unwetter und Irritation, liegt ganz in den Händen der Gallier und Germanen, wenn Letztere nur endlich konsequent Ernst machen mit ihrer Haltung. Wir befinden uns in einem kulminativen Moment, in welchem es primär um Europas Sein oder Nichtsein geht, um Sein oder Schein. Ab einem gewissen Alter wird ein Junge seinem Erzieher die Gefolgschaft und den Gehorsam verweigern, wenn dieser ihn, entgegen seiner Erziehung, zum Gehilfen eines Vergehens machen möchte, das man ihm jahrelang als verkehrt und verwerflich erklärt hat. Wäre Deutschland mündig und souverän, würde es die Konsequenzen, welche die USA Frankreich androhen, mit einem noch deutlicheren Schulterschluß an Frankreich unterstreichen. Jetzt könnte die nächst größere Geburtsstunde Europas schlagen, wenn Europa sich geschlossen zu Frankreich bekennen würde. Hier liegt das Geheimnis echter Bruderschaft tiefer begründet, als in der Loyalität gegenüber einem tyrannischen Übervater, der sich im Unrecht befindet.
Zum Thema Unrecht und Rechtsbruch könnte der "Schriftgelehrte" jetzt kontern, daß BUSH und sein Regierungsstab sich doch auch stark in der Tradition ihrer imperialen Vorläufer bewegen, und wo denn da mein Problem sei. Mein Problem mit der BUSH- Administration ist, daß sie sich, anders als die vorangehenden Erben des römischen Imperiums, hinter einer humanitären Maskerade versteckte, bis diese ihre Schuldigkeit getan hat, und daß diese "Gewaltherrschaft", die hier zum Zuge kommt, unter dem Etikett "Demokratisierung" von statten geht, und daß man hier so tut, als könne man wieder zur Tagesordnung oder einem Normalzustand zurückkehren, so als wäre nichts geschehen. Man gibt sich antifaschistisch, demokratisch, menschlich, aber man schickt eben die Limousine Richtung Flugplatz, wenn Adolf HITLER um Landeerlaubnis bittet. Ich rebelliere, weil ich kein Freund falscher Etikettierungen bin. HITLER versuchte, seinen Totalitarismus nicht als Demokratie zu verkaufen, und als GÖBBELS die Frage nach dem TOTALEN KRIEG herausschrie, weil England meinte, daß Deutschland dazu nicht fähig sei, da fragte GÖBBELS nicht danach, ob wir den totalen "Akt der Menschlichkeit" wollten. Man kann auch Napoleon nicht den Vorwurf machen, die Revolution verraten zu haben oder unter der Maske des Revolutionärs sein Kaisertum errichtet zu haben. Er hat der Revolution eben die Krone aufgesetzt, nachdem er sie, unter Beibehalt der revolutionären Grundsätze, vollendet hatte. Mit BUSH aber will jemand in imperiale Fußstapfen treten, der zwar, wie es scheint, dazu ausersehen ist, der aber keines eigenen Plans, keiner eigenen Vision wegen in Aktion tritt und auch weder über intuitive noch intellektuelle Intelligenz verfügt, um mehr als Ehrgeiz und Machtanspruch an den Tag zu legen.

Wenn Jaques CHIRACS große Stunde schlägt, dann stellen die freimaurerischen Zusammenhänge, in welchen er sich hier und da bewegen mag, keinen Hinderungsgrund für mich dar, ihn als künftigen Lenker Europas zu akzeptieren. Was ihn, neben Potential und souveränem Charisma, noch weiter auszeichnet, ist die Tatsache, daß er als Kriegsgegner eben kein Pazifist ist, was ihm eine angenehm realpolitische, klassische Note verleiht. Wenn er auch nicht Erfinder der Vision Europa ist, so ist er doch mehr als nur eine diese Vision vollziehende Autorität, weil die Art seines Vollzuges eine beseelte und beherzte ist. Die Würfel sind gefallen, die Rollen sind verteilt, jeder ist auf Position, und das große Spiel nimmt seinen weiteren Verlauf.

Liebe Musikfreunde, liebe Journalisten, liebe Arschkriecher und arschleckenden Lohnschreiber, die Ihr immer noch glaubt, aus der Geschichte gelernt zu haben, so heldenhaft, wie Ihr aus Eurer Art der Vergangenheitsbewältigung mit Leuten meinesgleichen verfahrt. Ihr habt fein Wache gehalten vor den alten Brutstätten, aus denen weder ein viertes Reich, noch eine rechte Massenbewegung mehr erwachsen wird. Und ich habe es Euch immer wieder gesagt, in zahllosen Interviews. Der neue Totalitarismus marschiert, mit humanistischen Beweggründen in Szene gesetzt, durch die Hintertür kommend, geradewegs über Eure verblüfften Köpfe hinweg. Ihr braucht halt teilweise nur etwas länger, um zu kapieren, was es heißt, per Freiheit, Demokratie und Menschlichkeit eine Weltherrschaft zu errichten, gegen die auch Eure Demonstrierfreude nichts ausrichtet. Wer nichts groß zu geben hat und auch nichts groß verlieren will, im Kampf für eine bessere Welt, gegen Faschismus, Krieg etc., der setzt eben ein Zeichen, das nichts kostet.
Ein demonstrierfreudiger Bekannter fragte mich kürzlich, warum ich denn nicht mit demonstrieren ginge, wenn ich gegen BUSHS Kriegsführung sei, woraufhin ich ihm erwiderte, daß dies hier noch die Stunde derjenigen sei, die nichts weiter riskieren, als ihre Freizeit zu verschwenden für einen Widerstand, der keiner ist und allenfalls eine Prellung kostet. Die Leute hier reagieren auf das rote Tuch des Krieges, unfähig aber, die systematische Struktur des Aggressors, das feine Gewebe des Plans zu erkennen und die brutale Gesetzmäßigkeit, die dahinter steht. Sie meinen, in desolater Erscheinung und schlechter Kleidung demonstrierend, einen Frieden bewahren zu müssen, den es so gar nie gab, und ihnen auch nur ein weißes Tuch ist, ein undurchsichtiges, das dem Leichenlinnen sehr nahe ist. Was diese Leute ängstigt, ist nicht wirklich der Krieg, sondern immer der drohende Verlust des Normalzustandes, hinter dem eine weitere Angst verborgen liegt, die Angst nämlich, selber einmal über Leichen zu gehen, wenn die Umstände eines kriegsbedingten Ausnahmezustandes einen Menschen geneigt machen, sich selber der Nächste zu sein. Das Allerletzte, was das getünchte Menschsein noch hergibt, ist der Pazifismus, weil die Feiglinge des Normalzustandes bedürfen, um Mensch zu sein und nicht zum Tier zu werden.
Ich kann mir den innerlichen und äußerlichen Stilbruch nicht erlauben und mich mit Massen- und Freizeitdemonstranten auf ein Niveau begeben. Aber falls die Freiheiten allgemein unter dem Vorwand der Terrorbekämpfung und der Sicherheit einmal mit Waffengewalt auf ein Minimum reduziert werden sollten, bin ich gespannt, wer dann noch bereit ist, auf die Straße zu gehn. Das ist ja auch das Bezeichnende, daß die in einer Demokratie erzogenen Menschen für deren Erhalt zwar jederzeit Sprüche klopfen, aber kaum dazu bereit erscheinen, für die Demokratie auch bis zum Äußersten zu gehen, eben weil die Demokratie nur Trinkgelder und Almosen, aber kein wirkliches OPFER mehr kennt.

Josef K.   Karfreitag - Ostermontag 2003

"Your face was blue in the light of the screen,
as we watched the speech of an animal scream.
The new party army was marching right over our heads."
(THE CLASH "ENGLISH CIVIL WAR", 1978)