GLAUBENSFRAGEN
ZWISCHEN HEIDENTUM UND KATHOLIZISMUS

 
(Diese, meine kleine Schreibarbeit, werden nicht wenige Menschen unserer Gefilde mitunter als eine Zumutung empfinden. Ich habe hier verschiedenste Fragmente, die in meiner Ablage sich stauten, noch einmal sortiert und gebündelt. Es sind genügend Brennstoffe zusammengekommen, um, gerade im bevorstehenden Winter, auch den erhitzten Gemütern beiderseits der Fronten die Bude und Gedankengänge ordentlich einzuheizen.)

Ich bewege mich auf der Nord-Südachse zwischen THULE und ROM. Alles andere an religiös-spirituellen Einflüssen ist Nebensache. Den Altar meiner inwendigen Verehrung habe ich, im tieferen Sinne Nietzsches, dem UNBEKANNTEN (Allmächtigen) GOTT gebaut. Die alttestamentarische Schreckensmacht JEHOVA EL SCHADDAI mag aus Gründen irgendwelcher Irreführungen der Gott einer "verwüsteten" Christenheit sein, ist aber meinem christlichen Selbstverständnis nach weder der Allvater des Gottessohnes noch der meinige.

Johannes 8-19 STREITGESPRÄCHE MIT DEN JUDEN:
"Als Jesus ein andermal zu Ihnen redete, sagte er: ICH BIN DAS LICHT DER WELT. WER MIR NACHFOLGT, WIRD NICHT IN DER FINSTERNIS UMHERGEHEN, SONDERN WIRD DAS LICHT DES LEBENS HABEN. Da sagten die Pharisäer zu ihm: Du legst über dich selbst Zeugnis ab, dein Zeugnis ist nicht gültig. Jesus erwiderte ihnen: Auch wenn ich über mich selbst Zeugnis ablege, ist mein Zeugnis gültig. DENN ICH WEIß, WOHER ICH KOMME UND WOHIN ICH GEHE. Ihr aber wißt nicht, woher ich komme und wohin ich gehe. Ihr urteilt, wie Menschen urteilen, ich urteile über keinen. Wenn ich aber urteile, ist mein Urteil gültig, denn ich urteile nicht allein, sondern ich und der Vater, der mich gesandt hat, legt über mich Zeugnis ab(...)Da fragten sie ihn: Wo ist dein Vater? Jesus antwortete: Ihr kennt weder mich noch meinen Vater, würdet ihr mich kennen, dann würdet ihr auch meinen Vater kennen."

42:" Jesus sagte zu ihnen: Wenn Gott euer Vater wäre, würdet ihr mich lieben, denn von Gott bin ich ausgegangen und gekommen. Ich bin nicht in meinem eigenen Namen gekommen, sondern er hat mich gesandt. Warum versteht ihr nicht, was ich sage? Weil ihr nicht im Stande seid, mein Wort zu hören. Ihr habt den Teufel zum Vater und ihr wollt das tun, wonach es euren Vater verlangt. ER WAR EIN MÖRDER VON ANFANG AN. Und er steht nicht in der Wahrheit, denn es ist keine Wahrheit in ihm. Wenn er lügt, sagt er das, was aus ihm selbst kommt, denn er ist ein Lügner und ist der Vater der Lüge(...)"

Bei allem Einfluß, den Ur-Christliches oder Martial-Katholisches und der Klerikal-Faschismus auf mich je hatten und haben, weiß ich den tiefen heidnischen Quell, sowohl unter den Mauern Roms und den katholischen Krypten, nach wie vor am Leben und Wirken. Sicher laufe ich Gefahr, mit diesem kleinen Bekenntnis den Unmut der Total-Heiden und Anti-Christen zu erregen, ich möchte den Versuch eines "geheimen" Brückenbaues aber dennoch wagen. Das Heidentum, insbesondere das Keltische, steht für mich in einem Zusammenhang mit dem Christentum, der nach den Jahrtausenden einer vielleicht NOTWENDIGEN Verdunklung in einer Weise jetzt offenbar werden kann, die uns beidseitig von allen Schrecken und Grausamkeiten erlöst. Dieser lange und beschwerliche Weg der Religion, der Zurückführung zu Gott aus der Niederung finsterer Umnachtung, ist immer der Weg des Menschen auch und jeder seiner Schritte, ob sie nun nach oben, unten, vorwärts oder rückwärts sich vollziehen, unterliegt höchsten gesetzlichen Rahmen, und jeder Rückschritt ist letztendlich dem Vorwärts dienlich und jeder noch so tiefe Fall führt letztendlich zum Aufstieg.
Das, was am Heidnischen unzerstörbar war, die Essenz seiner tiefsten Wahrheiten, ist im Begriff heute aufzuatmen. Die Korrumpierung durch die katholische Kirche hat diesen Lebensfunken nie wirklich erstickt. Und es lag auch nie in der höchsten kosmischen Gesetzgebung begründet, dies zu tun. Die Sinnhaftigkeit all des mittelalterlichen Grauens, die vielen sicher arg verfinstert erscheint, mag darin gründen, das Wesentlichste durch äußerste Gewalt und Unterdrückung im Schiff der Kirche durch die Zeiten zu bringen. Das Gesetz bedient sich dieser zwingenden Notwendigkeiten gemäß ihrer durchführenden Gewalten, INQUISITOREN oder Sachsen schlachtende Kaiser, sie waren der grausam erscheinend und wirkende Arm jener NOTWENDIGEN GESETZMÄßIGKEIT, die wir nur im GROßEN GANZEN begreifen, nur im höchsten Verständnis des WELT und- MENSCHHEITS-Planes. Denn nichts in diesem Rahmen, nichts in dieser Gesetzmäßigkeit auf dem Wege des Menschen zurück zu Gott, ist Willkür, Zufall oder Unfall.
Heute, da sowohl das RAGNARÖK, als auch die biblische Offenbarung des Johannes und die Offenbarungen auch anderer Religionen auf die (W)ENDZEIT sich augenscheinlich erfüllen, finden sich sowohl die INQUISITOREN von damals wieder ein, als auch Ihre einstigen Opfer. Die rein menschliche Schuld der Täter ist durch den Schulweg, den sie durch die Jahrhunderte nahmen, buchstäblich auf der Strecke geblieben. Selbst als Werkzeug einer göttlichen Waltung ist der Mensch nicht willenlos, seiner Eigenverantwortung kann sich niemand entziehen .Die Wechselwirkung von Mord und Totschlag, Schuld und Sühne - wer sie im kleinen Rahmen eines einzigen irdischen Daseins zu begreifen versucht, muß verzweifeln oder die falschen Urteile fällen.
"UNSERE AUGENSCHEINLICHE WELT IST EIN SCHRECKLICH HERUNTERGEKOMMENER WASCHSALON, MITTELS WELCHEM SICH AUF BRUTALE UND GLEICHSAM WUNDERBARE WEISE NOCH JEDWEDE IRDISCHE SCHULD BEREINIGT."(jk)
Das Zusammenspiel der höchsten, zwingenden, notwendigen Gesetzmäßigkeiten mit den innersten Verhältnismäßigkeiten des Menschen ist, nur aus der verkehrten Perspektive heraus, kompliziert zu betrachten. Im Grunde ist alles verblüffend einfach. Durch die getrübte Brille unserer Moralvorstellungen betrachtet, den Ausschnitt der jeweiligen Epoche nur im Visier habend und mit falscher Maßstäblichkeit von heute nach vorgestern urteilend, wiegt alle Grausamkeit zu schwer, als daß wir im Großen und Ganzen die Wechselwirkung der Jahrtausende in ihrer gesetzmäßigen Legitimität erfassen könnten. Nach den Grausamkeiten also, die jene kirchliche Gewalt gegen den vermeintlichen Gegner zur Folge hatte, unterstehen, sowohl der ehemalige INQUISITOR als auch sein Opfer, einer gänzlich anderen NOTWENDIGKEIT. Heute stehen sie beisammen und bereiten sich gemeinsam darauf vor, das ALTE WISSEN zu bergen, welches das Kirchenschiff solange in sich barg. Das Ufer ist in Sicht, die Brandung gewaltig, Stürme wie Erinnerung suchen uns heim, wir gaben uns Leben und den Tod, SCHULD UND SÜHNE, wechselseitige Erlösung, welch ein Grauen, welche Hoffnung, welch gemeinsame Aussicht über die Klippen hinweg, die uns nicht schrecken, auf die Neue Zeit. Hinter uns versinken Kontinente, eine ganze alte Welt, steht ein Gesetz in Flammen, ein Feuer, das reinigt.

Über Millionen Verbrennungstode, die erlitten wurden, über die Urteile, die vollstreckt, laß uns die Glut, die letzte, die nicht ersticken konnte, jetzt gemeinsam hinüber tragen, laßt uns ein neues Feuer daraus entfachen, eines, das Leben, Erkenntnis und alte Weisheit spendet, Licht und Wärme und Göttlichkeit.
Das Verhältnis von Katholizismus und Heidentum versuche man im Spannungsfeld von GEFANGENSCHAFT hin zu GEBORGENHEIT zu begreifen.

Was die Zeit überdauern durfte ist wesentlich mehr als heidnischer Kultus, Brauchtum und Riten. Heidnischer Mummenschanz sucht an den äußeren keltischen Frost nordisch finsterer Waldestiefen anzuknüpfen und die ganze heidnische Methorn-Tümelei mag unter folkloristisch nostalgischen Gesichtspunkten ja seine Berechtigung haben, aber ich persönlich bin dann eher dem Kelche zugeneigt und nichts zieht mich je wieder zurück in die Urwälder oder einen schamanistischen Erdmutter-Zauber. Nabelt euch ab von diesem wild naturhaften Bemuttertsein, laßt ihr die Aufmerksamkeit und Liebe zuteil werden, die ihr gebührt und bahnt euch den Weg gen Süden.

"DER IM SÜDEN ENTSTANDENEN DOGMATIK DES CHRISTENTUMS FEHLTE DIE BLICKWEITE UND KRISTALLKLARHEIT DER NORDISCHEN MYTHOLOGIE, FEHLTE DER ENTSCHEIDENDE EINFLUß NORDISCHEN, KLAREN ERKENNENS DES KOSMISCHEN PLANES(...)"
(Brisinga-Halsband-Mythe)

Diese oben erwähnte, höhere nordische Erkenntnisfähigkeit steht zweifelsfrei über jedwedem übertriebenem NATUR-be-GEISTER-ten Gebundensein ins heidnische ERD-REICH.

Die RELIGION, als dem fehlbar menschlichen Weg zurück zu Gott, war lange finstere Zeiten hindurch eine Frage des Glaubens. Mehr und mehr will nun konkretes Wissen an die Stelle des Glaubens treten. Die Zeit der Geheimhaltungen und Verschlüsselungen neigt sich dem Ende. Mit der Erfüllung der "OFFENBARUNGEN", die sich, ohne Zweifel, auf unsere Tage beziehen, brechen auch die Siegel zum tieferen Verständnis der apokalyptischen Stürme. Es wird offenbar, was offenbar werden muß. Alles wird sich bereinigen. Alles kommt noch einmal auf den Tisch, bevor hier ab und- umgeräumt wird. Vor dem Beginn eines neuen, gehobeneren Menschheitskapitels steht unabwendbar die TABULA RASA. "Wehe dem, der keine Wurzeln hat, wenn der Sturmwind Gottes über die Erde fegt."

Der Weg zurück zu Gott ist also der Weg, gesäumt von Verfehlungen, Irrungen, Wirrungen, Hemmnissen und immer auch der niederträchtige Weg menschlicher Bestialität, unter Berufung auf Gott, gewesen. So unglaublich befremdlich es vielen erscheinen mag, aber im Sinne der höchsten Weltenlenkung in Bezug auf den Erhebungsplan, erscheint dieser Gottesbezug von nicht weit hergeholt, wie wir später sehen werden. Die Sonne mag uns Menschen zum Vorbild leuchten, aber der Morast der Niederheit ist seit jeher nun einmal mehr nach der fleischlich schwachen Natur des Menschen und uns greifbar näher als die Sonne, die uns mit ihrem glänzenden Vorbild so oft beschämt. Der Morast, der uns nieder zieht, war nie anders, als irdisch weltlicher Natur. Man muß sich nur gehen und fallen lassen, um die endlosen Mordfälle zu begehen, im jeweiligen Zeichen der Zeit.
Ein sehnsüchtiger Blick nach der strahlenden Sonne wirkt positiver auf den verfinsterten Charakter eines Menschen, als der Blick in eine heuchlerische Menschenrechts-Charta oder die Grundgesetze von AMNESTY INTERNATIONAL.
Wann immer ich mich genötigt sehe, einem, von Freimaurerriten geprägten, Gottesdienst beiwohnen zu müssen, innerhalb der besetzten KATHOLISCHEN KIRCHE, suche ich mich, dem "humanitären" Freimaurerzauber entziehend, in die wesentlicheren Gefilde der steinernen Ummantelung zu flüchten und spüre dem eigentlichen Geist nach, der dort, trotz aller humanitären Besatzungsmacht, noch immer beheimatet ist, und dieses Wesentliche, in den steinernen Ummantelungen, beinhaltet auch immer den alten heidnischen Esprit, der nicht tot ist, nicht schlafend, sondern geduldig seiner Entdecker harrt.

"Ich aber sage dir: Du bist Petrus, und auf diesen Felsen werde ich meine Kirche bauen, und die Mächte der Unterwelt werden sie nicht überwältigen" (Matthäus 16/18)

Die Mächte der Unterwelt scheinen seit Jahrzehnten in die Kirche eingebrochen. Seit dem II. Vatikanischen Konzil von 1962-1965 ist eine Finsternis anderer Art über die katholische Christenheit hereingebrochen, die zwar keine Inquisition und Verbrennungstode mit sich zieht, die aber die Allmacht Gottes zu entthronen sucht, sich an den Altaren zu schaffen machte und die Christenheit der freimaurerischen Doktrin immer mehr preisgibt. Diese Finsternis ist subtilster Natur. Nicht mehr die Seele soll angesprochen werden, sondern der Geist des Menschen.
Die Predigten dieser Freimaurer-Moderatoren apellieren an SOLIDARITÄT und handeln von Arbeitslosigkeit und Gleichberechtigung. Diese allzu menschliche Kirche, deren, im Grunde wohlwollenden, Würdenträger sich nicht entblöden mit Technomessen und Rockgottesdiensten aufzuwarten und sich an die Jugend anzubiedern, hat weder Strahlkraft, noch hält sie die Flamme eines inwendigen Feuers so lebendig, daß der Funken überspringen könnte. Und dies scheint mir Absicht. Gibt es etwas Impotenteres und gleichsam Selbstzerstörerisches, als der trivialen Welt die lang gehüteten Türe und Tore zu öffnen? Und was kann vergeblicher sein, als daß die Kirche versucht, Schritt mit den Moden zu halten? Durch Preisgabe ihrer Unverrückbarkeit hat sie sich den Verrücktheiten der weltlichen Launen geöffnet und ist im Begriff, selber daran verrückt zu werden. Diese Kirche will keinen katholischen Nachwuchs, weder von Priestern noch von Gläubigen. Die wenigsten Gläubigen bewahren ihren unverfälschten Glauben vor jedweder humanistischen Doktrin, sie fliehen nicht aus dem Schoß ihrer Kirche, sondern bilden den insgeheimen Widerstand gegen die Besatzer. Es ist, wie gesagt, ein geistig-seelisches Ringen innerhalb der Kirchenmauern und der Mauern Roms. Die Gutmenschen mit noch ein bißchen mehr Pfeffer im Hintern, als die neuen Glaubensspießer und Kastraten in den ersten Reihen, die zieht es doch lieber gleich zu AMNESTY INTERNATIONAL oder GREENPEACE, in deren Gefolge sich die katholische Kirche zusammen mit der halbnackten evangelischen Kirche eingereiht haben, um auch mitmischen zu dürfen, im Sinne der NOVUS ORDO SECLORUM. Hört man die gezüchteten Nachwuchsprediger bei verschieden festlichen Anlässen so vor sich hin reden, fällt einem auf, wie wenig transzendent ihre Botschaften ausfallen und wie sehr die Verheißung in den Hintergrund rückt. In diesen bewegten Tagen mit apokalyptischem Einschlag, wird es kaum ein "Geistlicher" wagen, sich auf die Offenbarung des Johannes zu beziehen, sie bleiben vernünftig, menschlich, weltlich und gipfeln dann, angesichts der APOKALYPSE von NEW YORK, in der flehendlichen Frage "GOTT, WO WARST DU?". Dabei hat sich der allmächtig waltende Gott in ihren Augen doch schon längst in Pension begeben, jeder städtische Trunkenbold verfügt über mehr philosophische Gedankengänge zum Göttlichen hin, als so ein moderner katholischer Priester, der nur noch Freimaureralphabet spricht und betet und die Gläubigen vergessen macht, daß Religiosität und Glauben etwas Erschütterndes in sich bergen. Die bildlich dargestellten, kein Wässerchen trübenden, Mandelaugen Jesus Christus täuschen heute mehr denn je zu gerne darüber hinweg, daß dieser eben kein Weichspüler war, als er die verhurte Brut der geschäftstüchtigen Händler und Schacherer mit der Peitsche und feurigem Temperament aus dem Tempel gejagt hatte. Abgesehen davon, ist auch ein OPFERGANG keine Angelegenheit von Schwachheit.
Katholische Kirchentage können mir also gestohlen bleiben, hier mögen sich die Verführten ihr Stelldichein geben, um sich zu humanistischen Bodentruppen der ONE WORLD rekrutieren zu lassen, in jugendlichem Eifer.
Es ist kein Potential in ihnen vorhanden, das zu mehr reichen könnte, in ihrer Kirche ohne Gott, ihrem Glauben an reine Menschlichkeit. Kirchentagszauber und Meditationsrunden, Derwischtänze und JESUS-FREAK-Showeinlagen, katholische Raves und ökumenische Chillout Zonen gleiten mir gerne am Arsch vorbei.
Das alles steht in keiner wirklichen Verbindung zu allem, was sich, über gotische Spitzbögen hinaus, einst in den Äther erhob, aus innigen Gebeten, aus Andacht und tiefem Glauben und Hoffnungen. Ich möchte diesen Prunk der Kirchen nicht missen, die gotischen Spitzfindigkeiten, die Wucht des geweihten Marmors, die reiche Bebilderung und die Sprache der Ornamentik. Dagegen erschienen mir die kirchlichen Zweckbauten der 70er Jahre immer wie Leichenhallen, in ihrer heuchlerischen Kargheit. In solchen kaltweißen Mausoleen meinen Meßdienst zu leisten, früh morgens, wenn es draußen noch dunkel war, gehört nicht zu den erbaulichsten Erinnerungen meines jungen Katholizismus.

Eine sehr weltliche Erinnerung an einen schal geratenen Kirchenzauber zu Heilig Abend bescherte mir vor wenigen Jahren das Aufspielen eines Binger Musikvereins in der Basilika zu Bingen. Im Anschluß an die erfolgte Eucharistie fing dieser doch tatsächlich an, "WHITE CHRISTMAS" zu spielen. Als ob es nicht genügend abendländisches Liedgut zu diesem Anlaß auch im Heidnischen gäbe, nein, es mußte etwas Neu-Weltliches sein, etwas, das wohl den Eindruck katholischer Fortschrittlichkeit erwecken sollte. "I`M DREAMING OF A WHITE CHRISTMAS" als musikalische Schlußbotschaft vor dem Räumen der Plätze. Es war schon wieder hart genug, sich zum schleichend erzwungenen FRIEDENSGRUß nötigen zu lassen, was auch nicht anders, als auf Freimaurer-Mist gewachsen erscheint, in seiner symbolhaften Oberflächlichkeit, aber "WHITE CHRISTMAS", das war mir dann doch ein wenig zuviel.
Mein Freund und Mitstreiter Raymond P. schaffte es immerhin soweit, sich HEILIG ABEND aus der Dorfkirche komplimentieren zu lassen, von entrüsteten Gläubigen, die den verhalten verbalen Unmut meines Bruders im Glauben nicht nachvollziehen konnten, der eine Folge von zuviel Freimaurer - Vokabular in der Predigt des Pfarrers war. Auf einem verschneiten Grabstein im Kirchhof seine Ruhe findend, blieb ihm auf diesem Wege wenigstens der FRIEDENSGRUß erspart.
Das letzte Mal, als ich in einer Kirche noch wirklich frei zu atmen vermochte und den erhebenden Moment in Ruhe genießen konnte, liegt 3 Jahre schon zurück. Nach einem längeren Fußmarsch nach EIBINGEN, zum Kloster der HEILIGEN HILDEGARD, fand ich die Klosterkirche scheinbar verlassen vor. Was mich aus der Ruhe empor riß war aber keine rein weltliche Störung, sondern das Werk des, mir unsichtbaren, Organisten, der plötzlich und unerwartet die göttlichen Klanggewalten Johann Sebastian BACH`s durch die tönenden Orgelpfeifen zum Himmel hoch schickte. Das wirkte so ergreifend, erschütternd und erhebend in einem. Der Eintrag ins Gästebuch, beim Verlassen der Kirche, war dementsprechend mit Datum versehen und Unterschrift. "DEIN REICH KOMME !"
Erst zur Mitte der Neunziger Jahre hin sah ich mich, in KADMON`s Schriftenreihe AORTA, ein erstes Mal mit der Geschichte der rumänischen EISERNEN GARDE konfrontiert. Einer martialischen klerikal-faschistischen Gruppierung um den Captain Corneliu Zelea CODREANU im Rumänien der 30er Jahre. Zum Schutzpatron der EISERNEN GARDE und der ERZENGEL LEGION ST. MICHAEL kürte CODREANU eben jene kämpferische Wesenheit des ERZENGEL MICHAEL, der seit der Mainzer Synode von 813 nach Chr. auch erklärter Schutzpatron des DEUTSCHEN REICHES war und ist. Der Begriff des DEUTSCHEN MICHEL`s mag wohl daher resultieren. (KADMON hat einige Originalaufnahmen von Liedern und Märschen der EISERNEN GARDE vor ein paar Jahren in einer, in grün gehaltenen, Vinyl Edition neu veröffentlicht. Das transsylvanisch-kämpferisch katholische Liedgut weiß mit seinen dunklen Gesängen und lichten Inhalten sehr zu gefallen. Die Edition ist längst vergriffen - einzelne Exemplare können aber im Rahmen privater Auktionen sicher noch erstanden werden.)
(CODREANU wurde in der Nacht vom 29.zum 30.November 1938, zusammen mit 13 Kameraden der EISERNEN GARDE, auf Geheiß Armand CALINESCU´s im Wald von Tancabesti erdrosselt und, um einen Fluchtversuch der Legionäre vorzutäuschen, jeweils mit Pistolenschüssen von hinten versehen.)

"Elf Jahre nachdem der charismatische "Kapitän" Corneliu Zelea CODREANU die "Legion des Erzengels Michael" gegründet hatte und deren parteipolitischer Arm "ALLES FÜR DAS VATERLAND" die Unterstützung eines Viertels der Wählerschaft erreicht hatte, wurden die Führungspersönlichkeiten verhaftet und "WIE TOLLWÜTIGE HUNDE" (so hatte es IORGA, der erbitterte Feind der Legion, verlangt) erschossen. Der Kampf CODREANU´s hatte sich nicht nur gegen den Kommunismus, den Korruptionssumpf der liberalen Parteien und die Preisgabe rumänischen Territoriums an Sowjetrußland und Ungarn gerichtet, sondern vor allem auch für die(...)Kirche. Ein Leitspruch der heutigen Legionäre, die hier im Banat ihre Bewegung wieder aufbauen, lautet: WIR HABEN KEINE NOSTALGIE FÜR DIE ZWANZIGER JAHRE, WIR WOLLEN ZURÜCK INS MITTELALTER!"
(Johann WALDNER)

Man verstehe diesen Leitspruch nicht all zu wörtlich, er ist wunderbar provokant und drückt vielleicht ein wenig überspitzt den Vorbehalt gegen die "zivilisierte westliche Wertegemeinschaft" aus, deren heimliche Bestialität noch im Dunkeln ihrer Labyrinthe am wirken ist.

"Ein Legionär ist heute entweder über 75 oder unter 35." (Johann WALDNER)
Diese Feststellung verdeutlicht, nicht nur auf Rumänien und den Klerikalfaschismus bezogen, daß die Generation der VERNEINER überwunden scheint. Sie scheinen ausgeklammert, als habe es sie nie gegeben. Die Großväter reichen das Feuer ihren Enkeln, weil die Söhne es offenbar nicht fassen konnten. Und das hat uns westlich verweichlichten Konsumenten der Rumäne zwischen Ost und West voraus, diesen Glauben und die Rückkehr der "verlorenen" Kinder, Enkel und Söhne des Landes.
(noch einmal Johann WALDNER):"Viele haben den Weg zurück zur Kirche auch erst spät gefunden, waren früher sogar PUNKS. Es ist eine bewußte Entscheidung für den Glauben, die hier gefallen ist. Auch durchaus eine REBELLISCHE Entscheidung gegen das Alte, den Kommunismus und das Neue, den Konsumkapitalismus. Und doch, eine Entscheidung, die in Einklang mit der Geschichte, dem Volk steht, dem "ewigen Rumänien" gegenüber dem "vergänglichen Rumänien", wie es ein Gesprächspartner ausdrückt(...)"

"IHR RUMÄNISCHEN LEGIONÄRE SEID DOCH SO PRACHTVOLLE MENSCHEN UND KÄMPFER. WIE KÖNNT IHR NUR AN DIESEN GEKREUZIGTEN JUDEN GLAUBEN?" fragte Hitlers ehemaliger Adjutant GÜNSCHE einmal seinen Mitgefangenen RAIIU, der ihm erwiderte: "JEDER BAUER, JEDER ARBEITER, JEDER INTELLEKTUELLE RUMÄNIENS GLAUBT AN CHRISTUS UND WIR LEGIONÄRE GLAUBEN NUR NOCH STÄRKER".

Was in den Augen und Urteilen der heutigen westlichen Amtskirche, nach Rumänien blickend, wie Rückständigkeit erscheinen möchte, ist es, was die Orthodoxie uns voraus hat, etwas, das an die "MANNHAFTE PHASE DES KATHOLIZISMUS" erinnert.

Ein bemerkenswerter Aufsatz des Baron Julius EVOLA aus dem Jahre 1942 (also 20 Jahre vor dem II. Vatikanischen Konzil), bringt, trotz seiner grundlegenden Vorbehalte gegen den Klerus, die Daseinsberechtigung des Katholizismus und der Orthodoxie sehr treffend zum Ausdruck. Daraus einen Auszug:
"Man muß gewiß zugeben, daß das Römertum im Zusammenhang mit dem Katholizismus bei der Gestaltung der imperialen mittelalterlichen Kultur gewirkt hat. Man soll sich aber klarmachen, um welchen Katholizismus es sich damals handelte. Das wahre römische Recht war nicht "universalistisch" im modernen, rationalistischen und aufklärerisch-freimaurerischen Sinne, sondern es war die Form eines wohlbestimmten imperialen Raumes oder Reiches, das als Grundlage ein ebenso bestimmtes kulturelles und menschliches Ideal hatte. Der mittelalterliche Katholizismus bezog sich ebenfalls auf eine Christianitas, die sich hauptsächlich mit der Gemeinschaft der(...)europäischen Nationen identifizierte. Diese Gemeinschaft wurde als eine organische und kämpferische Einheit aufgefaßt und in ihr der Ethik der Ehre und der Treue eine weit größere Anerkennung gezollt, als den Tugenden des Verzichts und der universellen humanitären Verbrüderung. Auch die Rolle, die der antijüdische Gedanke spielte, ist bekannt.
Wenn wir uns an diese, in ihrer Art mannhafte Phase des Katholizismus halten, können wir darin einige Werte erkennen, die nicht notwendigerweise mit dem(...)römischen und dem(...)germanischen Ideal in Widerspruch stehen. Man soll nicht vergessen, daß für viele Völker der Katholizismus eine Überlieferung vieler Jahrhunderte bedeutet, die man nicht von heute auf morgen ohne zerstörerische Folgeerscheinung über Bord werfen kann. In der Beziehung kann eine gemäße Richtigstellung und Auslese eher, als eine glatte Ablehnung zum wahren, GEMEINSAMEN ZIEL FÜHREN.(...)
Dieses gewaltige Geschehen (die Neuordnung Europas) wird nur dann einen wirklich positiven Ausgang haben, wenn in der einen oder anderen Weise sich jene Mächte etwas von der gestalteten Kraft bewahren, die schon die mittelalterliche Gemeinschaft der(...)Nationen ins Leben rief. Dies gilt für alle modernen abendländischen Völker, diejenigen nicht ausgeschlossen, die das römisch-germanische Mittelalter nicht erlebten, bei denen etwa die slawische Komponente vorherrschend ist und die im Zeichen des griechisch-orthodoxen Glaubens stehen oder standen. In der Tat wohnt diesem Glauben, einigen seiner Anschauungen nach, die Möglichkeit inne, leichter als in anderen abendländischen Konfessionen, gewisse Zwiespälte zwischen Geistigkeit und Politik zu überwinden. Die Wiederaufnahme des ökumenischen Gedankens dieses Glaubens, bietet die Grundlage für ein organisches Ideal nationalen Lebens, als Einheit von Sippe und Religion der Lebendigen, der Toten und des Gottes-Gesetzes, ein Ideal, das in vielerlei Hinsicht mit dem übereinstimmt, das sogar viele Züge mit der Tradition des dritten Volkes des Dreimächtepaktes -Japan- gemeinsam hat."

Zum weiteren Verständnis führe ich aus der Folge 14 der SOL INVICTUS Schriftenreihe einige, auf einem FAZ Artikel vom 29.März 99 basierende, Zeilen an, in Bezug auf Ernst JÜNGER`s Hinwendung zum Katholizismus:
"Von der Haltung eines passiv Leidenden, der im Sinne der monotheistischen Wüstenreligion, auf eine Erlösung von außerhalb der Welt hofft, trennten JÜNGER stets Welten. Vielmehr war ihm durchaus bewußt, daß die heidnischen Religionen des alten Europa, auch noch lange nach dem Tod ihrer bildhaften Götter, weit mehr über das Leben, seine Meisterung und seine aktive Gestaltung aussagen können, als die Leidens und- Demutsreligion des Christentums, die dem innersten Wesen des europäischen Menschen stets fremd bleiben mußte.
Dennoch, und für viele erscheint dies rätselhaft, wendet sich Ernst JÜNGER am 26.September 1996, knapp anderthalb Jahre vor seinem Tode im Februar 1998, dem Katholizismus zu. Es ist kein spektakulärer Übertritt des getauften Protestanten JÜNGER zur römischen Kirche, erst nach seinem Tod wird die Konversion überhaupt erst bekannt. Zwei Gründe mögen für JÜNGER´s Schritt maßgebend gewesen sein. Zum einen war er, der die letzten Jahrzehnte seines Lebens im katholischen Oberschwaben verbrachte, stets fasziniert von dem, noch stark heidnisch-magisch geprägten, Volkskatholizismus jener Region, der ein deutlicher Gegenpol zum abstrakten schriftgläubigen Christentum der protestantischen Lehre darstellte. Das Bildhafte und Naturverwobene jenes, noch heidnisch durchtränkten Volksglaubens, war immer wieder auch Thema seiner Tagebuchnotizen. Zum andern war JÜNGER in jahrzehntelanger Freundschaft mit dem katholischen Rechtsphilosophen Carl SCHMITT verbunden, der - als eine der Leitfiguren der "Konservativen Revolution" - ein Staatsdenken entwickelte, das in völligem Gegensatz zu dem von den Amtskirchen gehegten judäo-christlichen Messianismus stand. Letztlich aber mag JÜNGER´s Schritt hin zur katholischen Kirche im Geiste jenes überzeitlichen ,gerade auch bei EVOLA manifest werdenden, Traditionalismus erfolgt sein, gespeist von dem Wunsch, an dem im Katholizismus noch durchaus virulenten kosmischen Ordnungswissen teilzuhaben, das nicht unbedingt judäo-christlichen Ursprungs ist."
(Die heidnische SOL INVICTUS Schriftenreihe kann über den FREUNDESKREIS FÜR BRAUCHTUM UND KULTUR bezogen werden. c/o Andreas Szalay Postfach1238 68544 ILVESHEIM
Die Schriftenreihe glänzt durch wirklich hervorragende Aufsätze und ihre Vertreter sind echte Bewahrer der heidnischen Flamme.)
 
Auch meine Kindheit war von Anbeginn geprägt von jenem ländlich-heidnisch-magischen Katholizismus, der auch der ländlichen Gesetzmäßigkeiten und naturbelassenen Ordnung gemäß, weitaus tiefer seinen Atem schöpfen konnte, als in den urbanen Metropolen Gomorrhas, in denen die Widernatur das gemeinschaftliche Leben verwüstet und die Menschen den Menschen und sich selber entfremdet. Der Zauber der ländlichen Idylle war ein sehr eigener, er schwang mit den ältesten Bäuerinnen und wetterfühligen Landwirten sich unaufdringlich in den Alltag, Immer erschien einem alles wie gesegnet. Die Tradition des Ritus wob sich fast unmerklich in das Triviale. Es waren nicht nur die ehemals heidnischen Festlichkeiten, die sich ihren urtümlichen Charakter bewahrten, es waren für uns Kinder die jeweils typischen Backwaren, die jedem Ereignis ihre Unverwechselbarkeit gaben - die Krapfen zu Dreikönig, (im heidnischen Original der Perchtentag) oder den Zopfkuchen, den die Hinterbliebenen eines Verstorbenen im Freundeskreis verteilten oder nur die Metzelsuppe, die ein Bauer im Zuge seiner Hausschlachtung in der Nachbarschaft verteilte oder die Weise, wie die Bäuerin den Brotlaib vor dem Schneiden, mit dem Messer erst segnete und vieles mehr. Das alles entbehrt das unmagisch rationale Leben in der Stadt. Unvergeßlich bleibt mir, im Vorfeld meines ersten bewußt erlebten Erntedankfestes auf dem Lande, ein, mit edlen Tüchern geschmückter, Feldaltar in der Erinnerung haften, der für eine Prozession hergerichtet, Samstag mittags vor uns aufragte, unter einem großen Obstbaum stehend. Dieser Altar flößte uns Kindern, die wir von unseren Streifzügen unterwegs nach Hause waren, Ehrfurcht ein, so wie er, inmitten der freien Natur, zwischen Feldern, Obstbäumen und unserem Gehweg stand.
Wir waren beeindruck und wagten uns kaum, dem Altar zu nahe zu kommen. Es gab, selbst bis in die siebziger Jahre hinein, in vielen Dörfern unserer Region noch alte heilkundige Weiblein, die oft zum Gespött der heranwachsenden Dorfjugend wurden, vor denen man sich aber andererseits auch zu ängstigen schien, und die Eltern vieler in den Dörfern wurzelnder Familien wußten, aus eigenem Erleben, schier unglaubliche Geschichten aus der Zeit nach dem Kriege zu erzählen, als das magische Wissen solcher Frauen noch in Anspruch genommen wurde, von der Dorfgemeinschaft.
Im jugendlichen Alter zog ich es vor, die scheinbare Gottverlassenheit der Kirche mit der sonntäglichen Kehrtwende und Flucht durch Wald und Flur zu beantworten, um mich in der freien Natur sowohl meiner Andacht, als auch den in mir pochenden philosophischen Fragen nachzuspüren. Priester hätte ich nicht werden können, dazu war ich zu ungestüm und die Kirche an sich entbehrte einfach am nötigen Temperament, noch irgendwen, geschweige denn mich selber, von sich überzeugen zu können. Ich empfand schon lange vor meiner Begegnung mit den kirchlichen Traditionalisten die Liturgie schon arg verweltlicht. Irgendein tieferes Empfinden wollte sich nicht anfreunden mit dieser lauwarmen Menschlichkeit, die hier den überweltlichen Bezug in den Hintergrund zu rücken suchte und so unerschütterlich mein grundsätzlicher Glaube war, so wenig berührte mich diese neue Freimaurer-Frömmigkeit. Es war keine wissentliche Abneigung, sie war intuitiv und beschäftigte mich über den "Gottesdienst" hinaus. Die Predigten der neuen Priester entbehrten jeglichen Feuers, laue Menschlichkeit und leichte Kost an Trivialem wurden geboten. Was mich bei sonntäglichen Zwangsbesuchen der Kirche noch entflammen konnte, war einerseits die Erwartung des köstlichen Mittagessens und andererseits die totale Überzeugung, daß der Gott, an den ich glaube, mehr verdient, als diese katholische Lauheit, die ich hier vorherrschen sah. Nichts wies auf die ALLMACHT Gottes hin.

Bis zu dem Zeitpunkt, als der Punk mich von den heimatlichen Leinen riß, war ich ein wohlbehüteter, eigenbrötlerischer Junge, der, nebst seinen Tagträumen, sehr eigenen Gedanken nachhing, seinen täglichen Gottesdienst verrichtete und die Welt um sich herum allmählich als eine Bedrohung seiner Eigenartigkeit empfand. In allergrößte Bestürzung und Irritation geriet ich in der sich schleichend anbahnenden Phase der Pubertät. Mit diesen Neuerungen kam ich nicht klar und in dieser, anfangs sehr bedrohlichen, Phase meines biologischen Umbruches, wurden meine sämtlichen Welten heftigsten Erschütterungen ausgesetzt. Meine sehr private kleine Apokalypse, in deren Verlauf ich nicht mehr wußte, wie ich mich vor der, auf mich einstürzenden, Welt anders hätte schützen können, als durch Rückzug. Ich geriet immer mehr zum Eigenbrötler, empfand die Welt als dekadent, feindlich, und meine einzigen visionären Gegenmittel, die ich mir gedanklich zurecht legte, gründeten in einer Art religiös-idealistischem Terrorismus und einem faschistischen Regime, das mir die alte Ordnung zurück brachte. Schon in früher Kindheit zerrüttete mir die aufkommende Geschlechterfrage meine heile Welt in einem Ausmaß, daß es mich schier zerriß. Da war einerseits die Ästhetik des ewig Weiblichen, die mich lockte, tief bewegte, und die ich sehr heimlich verehrte, von klein auf, anderseits schockierte mich das konkrete Vorauswissen meiner Mitschüler um fleischlich lüsterne Themen und Gerüchte, um das Zustandekommen der Zeugung so heftigst, daß ich behaupten muß, schon vor meiner Pubertät einen Schaden genommen zu haben, dessen Heftigkeit ich aber heute, als Notwendigkeit empfindend, nicht missen wollte. Meine Religiosität einerseits und diese Anflüge gelegentlichen Lustempfindens, bescherten mir eine Zerreißprobe nach der andern, ich fühlte mich nicht nur schuldig, sondern immer wieder auch einer ewigen Verdammnis ausgesetzt. Auch dies erfahren und erlitten zu haben, war, von heute betrachtet, in Ordnung. Ich war wohl das, was man verklemmt nennen konnte und zwar sehr intensivst. Das wäre ja erträglich gewesen, wenn nicht der Tiger in mir reichlich Anspruch auf die fleischlichen Auslagen der offenen Welt und seine Bewunderung für die schnittigen Zicklein im Lande immer wieder hätte anklingen lassen. Und dann endlich kam, was kommen mußte, um mich vor der totalen Konservierung zu retten. Thomas Gottschalk präsentierte in seiner Musiksendung SZENE 77, THE STRANGLERS, und alles, was sie mir optisch, musikalisch und inhaltlich rüber brachten war, daß das Stündchen meiner Befreiung geschlagen hatte. Es war wirklich eine schicksalhafte Fernseh-Begegnung, die mich wirklich auch vom Stuhl riß. Ich spürte in dieser Inszenierung SCHICKSAL - "GET AGRIP ON YOURSELF"- ("(...)STRANGERS FROM ANOTHER PLANET, WELCOME TO OUR HOME,(...)AND PLAY SOME ROCK´N´ROLL"). Ich empfand diese STRANGLERS in er Tat als STRANGERS, die von einem andern Planten zu stammen schienen, oder, aus einer heldischen Vorzeit kommend, dem Glamour den Kampf ansagten.

Punk sei Dank also riß es mich, wie schon gesagt, von den Ketten und Leinen. Die römisch-germanischen Heldensagen, die illustrierte Heiligenlegende und der vertraut geliebte PARZIVAL blieben zurück. Ich ging der Heimat über Bord, ging auf stürmischer See fast verloren und genoß doch auch die Untergänge in vollen Zügen. Fast zehn Jahre später strandeten, sowohl Raymond P. als auch ich, wie vom Schicksal befohlen, zu Füßen des ehrwürdigen Pfarrer Hans MILCH, dessen ergreifende Rede über die Realität von Engel- Mächten genau jenen Ton traf, den wir in der Kirche vermißten. Er redete in einer charismatischen Sprache, die wir verstanden. Auch er wirkte wie einer, der sich aus Vergangenheiten kommend, im Hier und Heute eingefunden hatte, um seinen Widerstand zu leisten gegen alles, was sich anschickte, die Welt in einer Klaue zu einen. Hier war etwas spürbar, was uns wie Schicksal und Bestimmung erschien. Er war von klassisch hervorragendem Holz und Schlage, ein Antimodernist, dessen Gefolgschaft ihn ohnegleichen bewunderte, ohne ihm allerdings geistig bis in die höchsten Spitzen folgen zu können. Man spürte nur, daß er Recht haben mußte.
Er pflanzte in uns die Idee des "NEUEN REICHES", verband uns wieder mit der Heimat, führte mich wieder zurück zum PARZIVAL, machte uns mit den Werken WAGNER´s und GEORGE´s bekannt, bis seine rituelle Ermordung, durch einen Gestrauchelten, ihn von uns riß und die nächste Flutwelle uns weiter peitschte, mit dem Unterschied nur, daß wir das Saatgut mit uns trugen, das zuerst in uns selber reifen würde. Wir wußten nun, wohin die Sehnsucht, das Heimweh uns trieben, auch wenn das offene Leben uns auf Ab und- Umwege verwies.

 
EIN BRÜCKENSCHLAG

Folgende Zitate sind den schriftlichen Aufzeichnungen eines der letzten Skalden, dem Ingenieur Emil RÜDIGER entnommen. Es handelt sich hierbei um Auszüge aus der BRISINGA-HALSBAND-MYTHE, welche von RÜDIGER in den 20er Jahren das erste Mal zur Niederschrift kamen. Im Folgenden werden die, uns aus der EDDA bekannten, Namen für die Wesenheiten: LOKI, THOR, BALDUR und ODIN, gemäß ihren seelischen Spannkräften erklärt. Vielleicht räumt ja diese Schilderung der seelischen Standorte jener nordischen Gottheiten mit so manchem Hollywood oder Heavy-Metal bedingten Irrtum auf, in deren Zusammenhängen das odinische und das thorische Prinzip mir doch arg verzerrt erscheint, in seinen berserkerhaften Erscheinungsformen, die weder eine thorische Bejahung alles Erhebenden, noch eine odinische All-Liebe verstrahlen. Sowenig wie CHRISTUS als schwächelnd personifizierte Sanftmut dargestellt werden sollte, so wenig wird die überproportionierte Brutalität, mit der man ODIN und THOR gerne zeichnet, der Wahrheit gerecht:

"1.LOKIANISCHE SEELISCHE SPANNKRAFT: überspannt(...)zerreißt alle kosmischen Bindungen der Seele(und)zerstört dadurch die Harmonie des Daseins. Selbstbetrügend, schonungsvoll gegen das eigene Ich, reizt sie zu schonungsloser Verunglimpfung jeglicher anderer Daseinserscheinung. Verleiht Unbeständigkeit und Befähigung zu jeder Art von Niedertracht. Trotz aller ICH-ÜBERSCHÄTZUNG(...)führt diese seelische Spannung letztendlich zum SELBSTHAß. ("Ich bin die Kraft, die stets verneint!" Anm. jk)

2.THORISCHE SEELISCHE SPANNKRAFT: unterschätzt das Ich. Anerkennt alle kosmischen Bindungen der Seele, stört aber die Harmonie des Daseins dadurch, daß sie nicht zur Selbstbehauptung durch Hebung der eigenen Artung zwingt. Verleiht STIMMUNGSGEMÄßE Bejahung alles erhebenden, STIMMUNGSGEMÄßE Verneinung alles erniedrigenden. Reizt daher zum(...) Kampf gegen lokianische Niedertracht, deren tiefere Notwendigkeit sie übersehen läßt. Führt zu Strenge gegen jede lokianische Waltung, des eigenen Ichs, läßt jedoch vergessen, daß jeder Fortschritt des Gesamtdaseins einzig durch Wachstum des eigenen Ichs in der Richtung auf das große Menschheitsziel zu errungen werden kann. Er hofft daher auf jeglichen Fortschritt vom Eingriff "höherer Mächte", ist aber stets bereit, im Kampfe für dieses alles Lokianische niederzuknüppeln. Macht daher den Menschen zum Thoren. Trotz aller ICH-UNTERSCHÄTZUNG, oder besser gerade durch deren lösende Wirkung, führt diese seelische Spannung im letzten zur ICH-LIEBE.
(Erkennt sich jemand wieder? Frag ich auch gerne mich selbst! Anm. jk)

3.BALDURISCHE SEELISCHE SPANNKRAFT: überschätzt das Ich einerseits und unterschätzt es andererseits. Anerkennt gewisse kosmische Bindungen und zerreißt gewisse andere, stört die Harmonie des Daseins durch Einseitigkeiten der seelischen Einspannung. Verleiht VERNUNFTGEMÄßE Bejahung alles erhebenden, VERNUNFTGEMÄßE Verneinung alles erniedrigenden. Da sie aber die tieferen Zusammenhänge lokianischer Notwendigkeit erkennt und am liebsten Barmherzigkeit übt, kämpft sie gegen diese nicht äußerlich(...)sondern wendet sich in Hauptsache gegen die Unvollkommenheit der eigenen Artung. Wo sie aber zum Kampf mit der Umwelt drängt, verliert sie den Blick für das Ganze und bleibt in Einseitigkeiten stecken (Reformermenschen). Durch diese Einseitigkeit(...)als auch durch die fortwährenden Unstimmigkeiten zwischen ICH-ÜBER und ICH-UNTERSCHÄTZUNG, erzeugt diese seelische Spannkraft Wirkungen von sehr zweifelhaftem Werte. Die Alten berichten dies in der eddischen Mythe in folgender Fassung: "DAS EIGENTÜMLICHE AN BALDUR IST, DAß KEINER SEINER URTEILSSPRÜCHE IN KRAFT BLEIBT." Von unserem zusammenfassenden Standpunkt aus müssen wir hierzu beifügen, daß die Ursache der Hinfälligkeit aller baldurischen Urteilssprüche, in der Eigenart der Einstellung, gegen die 3 anderen seelischen Spannkräfte bedingt ist. Baldurisch bedauert mitleidig alles Lokianische, verachtet daher alles Thorische, das sich in Haß gegen das Lokianische ergeht, ohne Eigenwachstum hervorzubringen und zerstört durch seine Einseitigkeiten alles Odhinische, dessen harmonisch rundende Art es nicht versteht. Durch letztere Einstellung wird das Baldurische dem Dasein praktisch fast gleich verhängnisvoll wie das Lokianische. Trotz allem Kampfe gegen das Unvollkommene der eigenen Artung, oder besser, gerade dadurch, führt sie zur ART-LIEBE.

4.ODHINISCHE SEELISCHE SPANNKRAFT: schätzt das Ich richtig, ist frei von Über und - Unterschätzung, bejaht die Harmonie des Daseins, ist daher frei von Einseitigkeiten, verleiht Blick für´s Ganze, erkennt die Notwendigkeiten der 3 anderen seelischen Spannkräfte, ordnet sie weise in das Dasein ein. Erzieht zum restlosen Opfer des Ichs für den Menschheitshebungsplan und zu unermüdlichen Arbeit am eigenen Ich wie am Ganzen. Verweist auf den übergeordneten einheitlichen Sinn des Daseins aller Arten von Wesen unseres Kosmos, auf die notwendige Einstellung zur bewußten, zielstrebigen Zusammenarbeit des menschlichen Ichs mit allen Wesen des Kosmos. Erhebt daher den Blick des Ichs, über alle Sonderheiten des Daseins hinaus, auf das ALL-EINIGE, Einzige GOT(T) und führt zur ALL- LIEBE."

Soweit erst einmal zu den verschieden göttlichen seelischen Kräften, die uns im wesentlichen doch sehr menschlich erscheinen mit all den Spannungen, die sie erzeugen. Das alles gibt zu denken, bis tief ins eigene Eingemachte. Die drei erst genannten Spannungen sind jener Natur, die uns den Alltag hindurch begleiten, begegnen und uns den täglichen Unfrieden bescheren, die Lösung liegt im Odinischen, was leicht gesagt ist...

Hier muß das Katholische einen Augenblick inne halten und sein ursprüngliches KÄMPFERTUM gegenüber dem TEUFLISCHEN überdenken und gegebenenfalls wieder in ORDNUNG bringen.
Vielleicht waren da die darstellenden Künstler des Klerus den gesetzestreuen Geistlichen immer ein wenig voran, aber die martialischen Darstellungen, beispielsweise des ERZENGEL MICHAEL im siegreichen Kampf gegen den Satan, zeigen, bei näherer Betrachtung der meisten Bilder, keine, den Satan VERNICHTENDEN Szenen. Das vermeintlich Böse wird nicht "brutal niedergeknüppelt" oder gar mit der Lanze jagdgerecht aufgespießt, sondern auf Distanz gehalten, in bezwingender, nicht in vernichtender Weise, mit einem gebieterischen
Ausdruck von "BIS HIERHER UND NICHT WEITER", aber ohne Haß, ohne niederen Jagdtrieb.
Da scheinen die alten katholischen Darstellungen dem Wesentlichen näher gewesen zu sein, als so mancher Stellvertreter Christi auf Erden.
"(...)irgendwer ist immer der BÖSE im Land, und dann kann man als GUTER und die Augen voll Sand, in die HEILIGEN KRIEGE ziehen."(Konstantin WECKER)
Zur Zeit dieser Niederschrift hat gerade George BUSH jr. das vermeintlich BÖSE im Visier und man fragt sich, welche Spannkräfte in ihm tätig sind, weil dergleichen hat man noch nicht erlebt, REIS und -RAKETENHAGEL, zerbrecht euch nicht die Köpfe darüber, selbst dieser BESTIAL-HUMANISMUS, der hier betrieben wird, mit System, vollzieht sich mit seiner ganzen kranken Weltordnung, seiner neuen, im sicheren Rahmen einer kosmischen Ordnung und Waltung, die schon weiß, was sie uns zumuten kann und vor allem, wohin es trägt.
Steigen wir zum weiteren Verständnis der wirklich großen Zusammenhänge noch einmal in die BRISINGA-HALSBAND-MYTHE, und lernen, anhand der 4 Anrufungen GOTTES, im Zusammenhang mit den sympathisierenden WELTZEITALTERN, die sich auf uns auswirkende kosmische WALTUNG und LENKUNG ein wenig mehr verstehen. Die in den jeweiligen Zeitaltern wirkende Macht wird in der BRISINGA-HALSBAND-MYTHE als KÖNIGSGEWALT bezeichnet:

"Signifikant für das STIERZEITALTER war die Anrufung Gottes als "UNFASSBARER"
WIDDER "UNSICHTBARER"
FISCHE "UNNENNBARER"
WASSERMANN "ALLMÄCHTIGER"
(...)So war für das nun - gottlob - versinkende Fischezeitalter die 3.Königsgewalt mit dem Anruf "UNNENNBARER" vordringlich ursächlich. Und tatsächlich finden wir für die Schicksalslenkung während des Fischezeitalters, wenigstens vom Standpunkt des PIODISK Menschen, keine treffendere Bezeichnung als "UNNENNBAR"
(Piodisk bzw. piod = das, seiner göttlichen Herkunft und gesetzmäßigen Zusammengehörigkeit mit Gott und dem ganzen Kosmos, bewußt göttliche Volk bzw. der Mensch. Anm. jk)
Das, was in den letzten 2000 Jahren vom Schicksal auf den(...)Menschen an seelischer Not - von äußerer ganz zu schweigen - herabgestrahlt wurde, ist so furchtbar, daß man die, diese Not verursachende Schicksalslenkung bloß aus der unverlierbaren Ehrfurcht der(...)Seele heraus als "Unnennbar" bezeichnen kann. Schwände der(...)Seele die Ehrfurcht, sie müßte(ja) die Schicksalslenkung des Fischezeitalters mit Ausbrüchen der Verzweiflung überschütten. Denn gerade das, was den Piodisk-Menschen erstellt und erhält, das Bewußtsein seiner göttlichen Herkunft und gesetzmäßigen Zusammengehörigkeit mit Gott und dem ganzen Kosmos, zerbrach im Laufe dieses Zeitalters so sehr, daß wir heute kaum mehr einen einzigen Menschen im Abendlande finden, dem die Bezeichnung PIODISK zustünde.(...)
Einstmals, als hoch stehendes Wissen über diese Zusammenhänge der kosmischen Gesetze geehrt und geachtet war, wurde es durch die Zwänge des Lebens in Raum und Zeit und in Ermangelung eines Wissens, das diese kosmischen Gesetze mit unseren Lebenszwängen in Verbindung bringen konnte, vernachlässigt, ungeachtet vergessen, und wir erachten es nicht als gegeben, hierüber einen Stab zu brechen, über den oder jenen, der sich als erster schuldig machte, die Gesetze der Ara-Rita zu verlassen, weil lokianische Kräfte, Lüge, Gewaltsinn, Vorteilssucht, Scharlatanerie und Gauklertum sich die Oberhand im Leben der Menschen beschafften, weil der Geist der Menschheit diese kosmische Gesetzmäßigkeit nicht verstand oder verstehen wollte, sie mit unseren Erkenntnissen der Natur nicht in Einklang bringen wollte und selbst wenn, es nicht konnte, weil der Flügelschlag der Zeit, der über Äonen wirkt, das Wissen um die Ara-Rita vergessen ließ.
"UNNENNBAR", fürwahr, ein treffender Anruf der Schicksalslenkung im Fischezeitalter. Dazu ein ragendes Mal der Ehrfurcht und des hohen Wissens, der Ara-Rita treu verbliebenen Überlieferungswahrer. Jeder von ihnen kannte, erfuhr das leidvolle Schicksal der Zeit, jeder stand auf sozusagen verlorenem Posten, nicht bloß persönlich, stetig vom Würgegriff der Henkersknechte(...)bedroht, sondern - was viel(schlimmer und)härter zu tragen war - sachlich in immer steigendem Maße von der geist und- lebensgerechten Gestaltung des Weistums abgedrängt, bis zur schließlich restlosen Ausgeschaltetheit desselben. Dennoch, kein Murren gegen die Schicksalslenkung, die in so "unnennbar" harter Weise gerade das treueste, das auf Erden für den KRIST-Pol der Lenkungsmacht kämpfte, verfolgte, sondern bloß die Frage nach Ursache und Zweck dieses Schicksals.
Die Antwort, die den treuen Piodisk-Menschen zuteil wurde, war, sowie die Frage, zweiteilig: einerseits Ursache, andererseits Zweck der Schicksalsprüfung erhellend. Nun da das Wassermannzeitalter anbricht, dürfen, ja müssen wir darüber reden.
URSACHE: Die einseitige Einstellung des(...)Menschen zur Schicksalslenkung, die praktisch deren lichten Pol, den Kristpol, allgemein bejaht.
ZWECK: Die Erziehung der Piodisk-Menschen zur praktischen Aufrichtung des kristischen Himmelreiches, für welches Jesus von Nazareth die grundwichtigen Voraussetzungen geschaffen, die Piodisk-Menschen aber die Durchführung übernehmen sollten, also(...)die Vollendung seines Werkes.
(Hier, muß ich zugeben, kann ich nicht mehr Schritt halten, hinkt mein Verständnis vielleicht hinterher und die Vollendung des göttlichen Werkes in Bezug auf ein praktisch, womöglich auf Erden zu schaffendes Himmelreich, will mir fast idiotisch bis freimaurerisch erscheinen, das hat etwas vom BAU am großen MENSCHHEITSWERK. Vielleicht, wie gesagt, verstehe ich es einfach auch nur nicht, oder verkehrt. Wie dem auch sein mag, die Schrift ist interessant genug, um weiter zu fahren. Im folgenden weiteren Verlauf des Textes klart mir der Horizont wieder auf. Anm. jk)
THEORETISCH hatten die alten(...)Eingeweihten die unbedingte Notwendigkeit beider Pole der Lenkungsmacht erkannt(und)hatten - wie die Mythen zeigen - begriffen, daß der dunkle Pol - Utgarda-Loki - kosmische Ordnung zerstört und Zwiespalt, Leid und irdisches Verderben erstellen mußte, UM BESCHLEUNIGUNG IN DIE MENSCHHEITSENTWICKLUNG ZU BRINGEN.
PRAKTISCH(jedoch)hatten sie sich nur als Mannen des Krists gefühlt(und)hatten gestrebt, als solche für den Aufbau des Himmelreiches zu kämpfen und waren dabei auf schwersten Irrweg geraten. Begeisternd sich dem Kristpol widmend, hatten sie ganz übersehen, daß die polare Lenkungsmacht die Menschheit nicht in 2 Lager, hier gut - hier böse, spaltet, sondern POLAR in jedem Einzelnen wirkt.
Hemmend, echt hemmend war jener Irrtum, der den Mensch vom Menschen trennt, der Erziehung zum werkgerechten(...)Spießer fordert und diesen Spießer als "gut, als kristisch" anerkennt, die nicht spießerisch geratenen Menschen als "Übel", als lokianisch Verdammte (stempelt). Wie weit dieses Spießertum der Menschen ging, ist aus der Tatsache ersichtlich, daß sich ein ganzer, tatsächlich edelster Stamm(...)"die Guten, die GOTEN" benannte.
(Frage an die Jury: Können wir das gelten lassen? Anm. jk)
Die Lenkung vernichtete ihn, warum wohl?(...)
Wahrlich, solches(...)Spießertum, solche lieblose Art, mußte und muß die Schicksalslenkung immer wieder zertrümmern und sie besorgt dies durch ihren dunklen Pol.Aber mit diesem zugleich wirkt - seit Jesus von Nazareth - der Kristpol der Lenkung an der Erweckung der Seele: VON DER SEELE AUS LERNE DEIN ICH, lerne deinen Menschenbruder, lerne das ganze Dasein verstehen, dann entwächst du dem splitterrichtendem Spießertum(...)Lerne lieben(...)die Liebe ist der Ara-Rita Erfüllung(...)
Also die Ursache der (Menschen-)Not erkennend, entwickelten sich die Piodisk-Menschen im Fischezeitalter von ihren EINSEITIG KRISTISCHEN zum POLAREN CHRISTLICHEN Standpunkt, jedoch nur, um als Folge dieser Entwicklung, in fast restlos vernichtende Not zu geraten. Was sie in dieser erlitten, wird vielleicht einmal aufgezeichnet werden, hier sei nur darauf verwiesen, daß sie auch in dieser Not und allem Untergang nur eines im Herzen bewegte: Die Frage nach dem Zweck dieser härtesten Prüfung, und daß ihnen diese Frage in einer Weise beantwortet wurde, die uns vor Seligkeit beben macht. Frage und Antwort sind uns enthalten in der sogenannten SWIPDAG-Mythe, der herrlichsten Mythe des manischen Mythen-Schatzes, vielleicht der gesamten Menschheit überhaupt. In 2 eddischen Liedern, dem Grogaldr und dem Fjölsvinnsmal, ist sie uns erhalten. Wir kennen nicht einmal den Verfasser dieser Lieder, wohl aber seine Not, denn diese ist die Not des Piodisk-Menschen im Fischezeitalter schlechthin und wir erfahren aus den beiden Liedern, was dem Piodisk-Menschen von der Lenkung für eine ungeheure Aufgabe zur Wende seiner Not und damit der Lenkung selbst gestellt wird: nämlich den Entwicklungsweg in den Menglöd-Zustand zu finden. Dieser Entwicklungsweg, der seelisch durch furchtbare Prüfungen und geistig über unerhörteste Leistungen geht, und der in beiden genannten eddischen Liedern beschrieben wird, setzt dem Piodisk-Menschen das Ziel, sich so hoch zu entwickeln, daß er allerschwersten Schicksalsprüfungen "froh" würde. Seelisch erfordert solche Entwicklung allerhöchstes Heldentum, geistig die Bedingung, rational gleich vollkommen wie auf irrational mystischem Gebiet zu werden. Wir haben es daher für nötig gefunden, die Swipdag-Mythe so gut, wie wir es eben vermochten, zu eröffnen, um dadurch Berufenen und Begnadeten die Möglichkeit zu geben, sich weiter in diese Mythe zu vertiefen.
"UNNENNBAR", das war der Anruf, mit dem die Piodisk-Menschen des Fischezeitalters sich zu der, gegen sie so unnennbar harten Schicksalslenkung einstellten. "ALLMÄCHTIGER"(...)dieser Anruf soll im Wassermannzeitalter die Schicksalslenkung preisen, wenn diese wieder Menschen begnadet, "PIODISK" zu werden, und die Entwicklung in den Menglöd-Zustand gewinnen. In diesem Anruf "Allmächtiger" ist somit der Glaube der(...)Eingeweihten an eine Blickmöglichkeit(...)niedergelegt, demzufolge diese dem PIODISK-MENSCHEN das Bewußtsein seiner göttlichen Herkunft und gesetzmäßigen Zusammengehörigkeit mit Gott und dem ganzen Kosmos machtvollst vor die Seele stellt, ihn in härtesten seelischen Prüfungen zu allerhöchstem Heldentum erzieht(nicht niederschmetternd wie im Fischezeitalter)und ihn durch harmonische irrational - mythische und rationale Geistigkeit zu unerhörtesten Leistungen(erzieht und)befähigt. Ganz im Sinne dieser Blickmöglichkeit zur Lenkung des Schicksals erscheinen auch die alten Darstellungen des "WASSERMANNS", die ihn als den "Ausgießer des heiligen Geistes" zeigen.
Selbstverständlich wird sich die Schicksalslenkung auch im Wassermannzeitalter polar zeigen (und)neu erweckte PIODISK -MENSCHEN härtest prüfen, ehe sie ihnen den Menglöd- Zustand eröffnet; sie wird Menschen, die dem "Heiligen Geist" widerstreben, die sich seelisch nicht wecken lassen, sondern hart, lieblos, haßvoll oder unheldisch bleiben, Menschen die nur einseitig rational geistig, materialistisch bleiben wollen, in gleich rücksichtsloser Weise zügeln, wie sie im Fischezeitalter die Piodisk-Menschen zügelte. Es wird also das Wassermannzeitalter in geistiger Beziehung zum Fischezeitalter gewissermaßen Kopf stehen; der Schicksalslenkung ALLMACHT, die im Fischezeitalter in Vergessenheit zu geraten schien, wird der Menschheit(...)eindrucksvoll zu Bewußtsein kommen."

Soweit einmal will ich an dieser Stelle unterbrechen und feststellen dürfen, wie herrlich einerseits und doch tragisch weit entfernt vom derzeit herrschenden nordischen Erdzauber oder neu-christlichen Weltenrummel solche Wahrheitsfülle noch immer im verborgenen liegt. Nun aber wollen wir unser Augenmerk endlich auf den lange angekündigten insgeheimen BRÜCKENSCHLAG richten. Folgende Zeilen aus der BRISINGA-HALSBAND-MYTHE halte ich für zuhöchst geeignet, den Glauben an die Unüberwindlichkeit jener Schlucht zwischen Nordisch-Heidnischem und Christlichem ad acta zu legen. Dieser Weg des Verstehens ist gangbar und diese Brücke mag auch den Belastungsproben schwerster Vergangenheiten versöhnlich standhalten:

"Man möchte ferner fragen, sofern man sich entschließt, die Lenkung wesenhaft zu denken, ob vor etwa 228 000 Jahren vor Chr. nicht etwa eine andere Wesenheit die Lenkung der Erdgeschicke besorgte und die uns heute bekannte SCHWARZ-WEIß-POLIGE, die den Sehern mit den Masken UTGARDA-LOKIS und KRISTS erscheint, nicht tatsächlich erst um 228 000 v.Chr. ihr Amt übernahm. Wenn wir die Berichte der Überlieferung recht verstehen, neigten die Alten zu dieser Annahme. Wir können für den Bestand dieser Annahme eine Reihe von Hinweisen aus den erhaltenen Überlieferungen anführen, glauben uns aber mit dem einen begnügen zu können, daß unsere nordischen Ahnen für den URSPRÜNGLICHEN WELTENLENKER KEINE POLARE, sondern eine APOLARE Wesenheit überlieferten, eben jenen KRISTUR, über den der 52.Abschnitt des Skaldskaparmal mehr und klarer zu berichten weiß, als sämtliche südisch-christliche Quellen(über Christus).
Für die Alten stand die Lenkungswesenheit gewissermaßen an der Schwelle zwischen der göttlichen Ursachenwelt und der Welt zur Offenbarung, also als Mittler zwischen SEIN und SCHEIN. Der Annahme dieser Mittlerrolle neigt bekanntlich auch das Christentum zu, BISHER JEDOCH IN VERHÄNGNISSVOLLER BLICKEINENGUNG auf den weißen Lenkungspol, den Christ, allein, WODURCH ALL JENE UNHEILVOLLEN WIDERSPRÜCHE IN BEZUG AUF DIE SCHICKSALSLENKUNG erstehen, die das Fischezeitalter-Christentum nicht lösen konnte, so oft und so herzandringend auch von zahllosen Leidbeschwerden die Klagen über die Härten und die Unfaßbarkeit der Schicksalsschläge erschollen. Der im Süden entstandenen Dogmatik des Christentums fehlte die Blickweite und Kristallklarheit der nordischen Mythologie, fehlte der entscheidende Einfluß nordischen klaren Erkennens des kosmischen Planes und so entstand jener unklare Dualismus zwischen einem apolaren Mittler und Lenker des Weltgeschehens "CHRISTO-MESCHIACH = DER GESALBTE", der als Sohn eines lichten, hehren und allgütigen Gottes erscheint, und einem, ihn bekämpfenden, bösen Prinzips(...)Es wird eine der grundlegenden Aufgaben des Wassermannzeitalters sein, die Menschheit von jener FISCHEZEITATER-DOGMATIK des CHRISTENTUMS mit Hilfe der nordischen Mythe von der polaren Weltlenkung zu erlösen und UTGARDA - LOKI und KRIST, ALS DIE BEIDEN NOTWENDIGEN GEGEN-SPIELER eines WEITBLICKENDEN GÖTTLICHEN MENSCHHEITSHEBUNGSPLANES wieder zu Bewußtsein zu bringen. Und wir werden diese polare Weltlenkung mit Fug und Recht an der "Schwelle" zwischen Sein und Schein annehmen dürfen, sind es doch nach dem klaren Wortlaut der nordischen Mythe 20 Lenkungsstrahlen, die unser Dasein lenken, für welche die Zahl 20 im 66.Abschnitt des Skaldskaparmal die Gleichung 20 = drott = Schwelle überliefert wird.
Erst in Kenntnis der gegebenen Bedeutung der 20 Lenkungsstrahlen verstehen wir, warum im 52.Abschnitt des Skaldskaparmal Kristur als der Schöpfer des Himmels und der Erde, der ENGEL (das sind die Wesen der unsichtbaren, gestaltenden Gegensonne) und der Wesen der sichtbaren motorischen Sonne, ferner als LENKER ALLER HEIME usw. bezeichnet wird. Daß aber der apolare KRISTUR von den Skalden als der WELTLENKER (oder Schöpfer)unserer Welt in einem früheren Schöpfungsabschnitt verehrt wurde, berichtet in der beredetsten Weise der wortkarge 7.nordische Runenspruch, der dem 7.Runenstab "HAGAL" des skaldischen Futharks gewidmet ist:

HAGL ER KALDASTUR KORNA
KRISTUR SKO'P HEIMINN FORNA

Die wörtliche Übersetzung der 2.Spruchzeile verkündet, daß(der)KRISTUR die Heime der Vorzeit schuf, daß also er den verschiedenen Wesen unserer Welt in der Vorzeit Dasein und Entwicklungsstätte gab, damit auch Daseinszweck und Lenkung. Kristur aber ist apolar, und die Vorzeit, in der der apolare KRISTUR unsere Welt schuf, kann kosmotechnisch bloß als die ZEIT VOR EINSETZUNG DER POLAREN WELTLENKUNG "UTGARDA-LOKI -KRISTUR" erkannt werden(...)Das Monogramm (HAGAL) kann(...)als Schlußstein der Beweiskette der nordischen Herkunft des Kennwortes "KRISTUR" angesprochen werden. Es gilt auch heute noch für den weißen Pol der Lenkungsmacht, der einst apolar die Schöpfung unserer Welt heraufführte, zur Zeit der Weltenwende von 228 000 v.Chr. jedoch durch den schwarzen Pol erweitert wurde. Dieser erschien den Skalden aber nur als ZWECKSETZER, als ENTWICKLUNGSBESCHLEUNIGER, dem weißen Lenkungspol auf "Zeit" beigesellt. Sie ersahen ihn(also)daher als ENDLICH = FINAL, den weißen Pol dagegen als UNENDLICH, mit der UNENDLICHEN URSACHE des Daseins, also mit GOTT eins, daher als "KAUSAL". Die Zwillingsgestalt des Lenkers "KRIST - UTGARDA-LOKI" bebildert daher auch den grundlegenden Zusammenhang der beiden größten Gesetze unseres Daseins: der KAUSALITÄT mit der FINALITÄT"

Es war in diesen Zusammenhängen also vom ERLÖSUNGSWERK des CHRISTUS die Rede, und daß die Beigesellung des dunklen lokianischen Pols der
Entwicklungsbeschleunigung des MENSCHHEITSHEBUNGSPLANES dienlich ist, trotz all der Finsternis, die dieser Pol uns augenscheinlich und spürbar beschert, trotz der TIEFEN, in die es die Menschheit augenblicklich noch immer hinunter reißt.
"(...)HAT DER HERR AUS NAZARETH NICHT UM SEINEN JUDAS GEWUßT, JA, IHN SOGAR GEBRAUCHT, UM DAS ERLÖSUNGSWERK IN GANG ZU SETZEN ?" fragt sich und mich Hendrik M. in seinem Brief vom 7.10.01.
Und wir wissen beide die Antwort. Dennoch, auch wenn Judas seinen Beitrag am Erlösungswerk leistete, von oben betrachtet, unten im Irdischen stehend muß dennoch jeder seine Schuld, gemäß der irdischen Reinigungsprozesse, tilgen. Aus solchen Betrachtungsweisen von oben UND unten ergeben sich interessantere Perspektiven in ihrer Überschneidung, als durch einseitige Sicht.


ERHEBUNG VERSUS ERNIEDRIGUNG

In einem kritischen Brief (Dezember 1999) kritisierte Ellen KOSITZA noch einmal den um sich greifenden, altehrwürdigen Katholizismus im neurechten Lager. Nach dem Bekanntwerden des Übertrittes von Ernst JÜNGER zum Katholizismus, und einigen Konvertierten im eigenen Umfeld, zitierte Ellen die harten Kaliber (vermutlich des Kameraden NIETZSCHE´s), um ihrem Unverständnis Ausdruck zu verleihen. Ich hoffe ihr, und mit ihr anderen, mir wertvollen Kritikern, mit den vorangegangenen Ausführungen und Zitaten eine Brücke, wenigstens zum Nachvollziehen unserer Glaubenswelten geschlagen zu haben.
Ihre angeführten Zitate möchte ich hier noch einmal wiedergeben und kurz dagegen halten:
"Der christliche Glaube ist von Anbeginn Opferung: Opferung aller Freiheit, allen Stolzes, aller Selbstgewißheit des Geistes, zugleich Verknechtung und Selbst-Verhöhnung, Selbst-Verstümmelung. Es ist Grausamkeit in diesem Glauben, der einem mürben und verwöhnten Gewissen zugemutet wird(...)"

Und zum Übertritt unserer Bekannten: "Bisher haben sich die mächtigsten Menschen immer noch verehrend vor dem Heiligen gebeugt, als dem Rätsel der Selbstbezwingung und absichtlichen letzten Entbehrung? Warum beugten sie sich? Sie ahnten in ihm - und gleichsam hinter dem Fragezeichen seines gebrechlichen und kläglichen Anscheins - die überlegene Kraft, welche sich an einer solchen Bezwingung erproben wollte, die Stärke des Willens, in der sie die eigene Stärke und herrschaftliche Lust wiedererkannten und zu ehren wußten: Sie ehrten etwas an sich, wenn sie den Heiligen ehrten. Es kam hinzu, daß der Anblick des Heiligen ihnen einen Argwohn eingab. Ein solches Ungeheuer von Verehrung, von Wider-Natur wird nicht umsonst begehrt sein, sagten und fragten sie sich."

Wenn ich die Angriffe aus den obersten Reihen des Niedergeschriebenen noch wenigstens nachvollziehen kann, in ihrer attackierenden Weise, wirkt das zweite Zitat einfach nur noch unverständlich abstrakt auf mein simples Gemüt.
Ich empfinde in allem anders, angefangen von der "OPFERUNG", hinter welcher ich das ERLÖSUNGSWERK durchscheinen sehe und dem ich alle menschliche Stärke zumesse, bis hin zu dem, aus den Zitaten sich ergebendem, Irrglauben, man unterwerfe sich in der Verehrung an Höheres knechtisch und selbstverleugnend.
Ich betrachte auch das Knien während der Liturgie nicht als eine Unterwerfungsgeste meinerseits, sondern sehe darin die rituelle Vorstufe zu meiner schließlichen Erhöhung. Es ist ähnlich einer königlichen Krönungszeremonie oder eines Ritterschlages, dem das Beugen der Knie vorausgeht, um im Anschluß symbolhaft sich emporzuheben. Gott ruft dich aus der Tiefe empor, hebt dich heraus, nicht ohne deine eigene Kraft, nicht ohne eigenstes Wollen. Es findet hier ein Entgegenkommen des menschlich-göttlichen statt und letztendlich sind wir Götter, weil Gott in uns wohnt und Gott durch mich und Ich durch ihn zu ihm selber finde.

"NICHT DAS MACHT FREI, DAß WIR NICHTS ÜBER UNS ANERKENNEN WOLLEN, SONDERN EBEN, DAß WIR ETWAS VEREHREN, DAS ÜBER UNS IST. DENN INDEM WIR ES VERHEREN, HEBEN WIR UNS ZU IHM HINAUF UND LEGEN DURCH UNSERE ANERKENNUNG AN DEN TAG, DAß WIR SELBER DAS HÖHERE IN UNS TRAGEN UND WERT SIND, SEINESGLEICHEN ZU SEIN" (GOETHE)

"AN DAS GÖTTLICHE GLAUBEN DIE ALLEIN, DIE SELBER ES SIND"
(HÖLDERLIN)

Betrachten wir konträr zur obigen philosophischen Kritik am Christlichen einmal, wie sehr erhebend sich unser zeitweiliger Lehrer, Pfarrer Hans MILCH, vor allem seine "KATHOLISCHE JUGEND" vorstellte. Ich zitiere aus seinem, uns überreichten Manifest zur Gründung eines Jugendverbandes "KATHOLISCHE HOFFNUNG".
Hans MILCH legte besonderen Wert auf Zulauf aus den Reihen der Gestrandeten, der verlorenen Söhne und Töchter, denen, die aus ihren Untergängen kommend, der Gefräßigkeit der Welt noch entkommen konnten, die den Geschmack des echten Lebens und der Sünden erfahren und ausgekostet hatten, bis zum Erbrechen. Er suchte nicht nach frömmelnden Spießern und Gesetzestreuen. Er wußte um das Potential der "VERWORFENEN":

"Zu dem neuen Jugendverband ist jeder junge Mensch gerufen, zwischen 14 und 25 Jahren, der vom Willen durchdrungen ist, ein STARKES und TIEFES Leben zu führen. Ein Leben der HÖCHSTEN BESTÄTIGUNG seines ICH, ein Leben der SELBSTACHTUNG in der freudigen Erfahrung der EIGENEN PERSÖNLICHKEIT(...)
Der junge Mensch, der im HÖCHSTEN SELBSTBEWUßTSEIN erst die Voraussetzung erkennt und verwirklicht für die LIEBE, die ihn zum Nächsten macht für den Menschen, der ihm begegnet, dieser junge Mensch muß nicht katholisch sein, um in den
Verband(...)aufgenommen zu werden, aber vom Verlangen beseelt, kennen zu lernen, was IN WAHRHEIT die katholische Kirche ist.
Das Leben des neuen Jugendverbandes besteht in erster Linie darin, das GOTTMENSCHENTUM kennen - zulernen, gemäß der katholischen Verkündung:
"GOTT IST MENSCH GEWORDEN, DAMIT DER MENSCH VERGÖTTLICHT WERDE!"
"CHRISTUS und DEUTSCHLAND sind die Pole, zwischen die seine Sehnsucht, seine Leidenschaft gespannt ist" (Wegweisung katholischer Jugend in den 20er Jahren).
Daher heißt das Motto des neuen JUGENDVERBANDES:
DAS NEUE LEBEN-
CHRISTUS-
DEUTSCHLAND-
HEILIGE SENDUNG."

Solcher Wortlaut ist nicht der einer Widernatur, ist nicht knechtisch, nicht erniedrigend, sondern wie ich schon sagte, natürlich erhebend, während der Wortlaut neuzeitlich-weltlicher Predigten die Menschen einander solidarisch nur der Ebene preisgibt. Nicht prüde und nicht zimperlich wünschte er sich seine Jugend, auch meine heidnischen Freunde fanden ihren Gefallen an ihm.

Daß auch ein erklärter Heide durchaus in der Lage ist, eine volkstümlich katholische Kunst hervorzubringen, bezeugt das nachfolgende Gedicht, das mir ein heidnischer KRIEGER und DICHTER 1999 mit den Worten sandte.
"...schicke ich Dir zum Dank eines unserer neuesten Lieder "MARIA", für welches ich momentan ein wundervolles Bildnis schaffe. Vorerst also nur das Gedicht,...nimm es als Bild, als Gleichnis für den Zustand der Welt. Ich bin - um Gottes Willen - KEIN CHRIST geworden!"

MARIA

EINSAM, AN GEHEIMER STELLE
EINE ALTE WALDKAPELLE
ZWISCHEN MOOS UND STEINEN STEHT,
HOHE BÄUME SIE UMRINGEN
UND VON IHREM TURME KLINGEN,
GLOCKENSCHLÄGE, ABENDS SPÄT.

 
KERZEN BRENNEN AN DEN WÄNDEN
FLACKERND SIE IHR LICHT ENTSENDEN,
WEIHRAUCHDUFT DEN RAUM ERFÜLLT,
DEN ALTAR, UM GOTT ZU LOBEN
SCHMÜCKT VON KERZENSCHEIN UMWOBEN
LEUCHTEND EIN MARIENBILD.

 
WENN DIE GLOCKE SCHLÄGT BESTÄNDIG
SCHAUT MARIA WIE LEBENDIG
DURCH DER FENSTER MATTES GLAS,
SUCHT DEN SOHN DEN SIE GEBOREN,
DEN SIE AN DIE WELT VERLOREN,.
DIE SEIN HOHES WORT VERGAß,

UND IHR HERZ WILL IHN ERREICHEN,
SUCHT AM HIMMEL SEINE ZEICHEN,
DEN KEIN SONNENSTRAHL ERHELLT.
DURCH DIE FENSTER SCHAUT SIE TRAUERND,
VOR DER DUNKELHEIT ERSCHAUERND,
WEINT SIE LEISE UM DIE WELT.

Der Dichter also, der solches heute zu schreiben weiß, der ist nicht rückwärts gewandt, wie es einigen rationalen Geistern erscheinen mag, er ist der heutigen Zeit voraus, etwas vorwegnehmend, was der Mehrheit heute unverständlich, unfaßbar erscheint. Erst die kommende Drangsal wird den normal Sterblichen Götzendiener wieder zu beten lehren, wenn das falsche Königreich des Mammons vor ihm in Trümmern liegt und der Hochmut des GOLDENEN KALBES sich erledigt hat.
"WO ALLE MENSCHEN ALLE WERTE AM MAßSTAB DES GELDES MESSEN, DA WIRD ES KAUM MÖGLICH SEIN, EINE GERECHTE UND GLÜCKLICHE POLITIK ZU BETREIBEN" (Thomas MORUS /UTOPIA)

Wir sind die Avantgarde des Westens, weil wir das schier Unmögliche möglich machen. Keiner hätte damit gerechnet, daß ausgerechnet die Generation der VERLORENEN SÖHNE vor Morgengrauen wieder zu sich selber findet. Ebensowenig wie wir der Finsternis nicht Einhalt gebieten konnten, wird unser Gegner der Morgendämmerung nichts entgegenstellen können. Wir stehen uns nun gegenüber, inmitten der Brandung zweier Welten und Zeiten, jede Seite ihren Gesetzen folgend, ihrem Programm. Das ist spannend, wird uns aber weder zerreißen noch brechen. Wir fassen Wurzel, haben Halt. Sturm bricht über die Welt hinein.

Der ehrwürdige Frater Lenz möge mir verzeihen, daß ich in diesem, meinem obskuren, Rahmen ein Vorwort seines STURMGEWEIHT Rundbriefes zum Jahrtausendwechsel zitiere, aber seine Neujahrszeilen zählten, neben den Betrachtungen Martin SCHWARZ, zu jenen seltenen Neujahrsreden, die außer, daß sie etwas zu sagen haben, auch RECHT behalten werden, vor dem EWIGEN, es ist gleichzeitig eine Grabrede an den Gott des Mammons, der sich meinetwegen noch einmal zu voller Größe vor uns AUFTÜRMEN soll, um dann aber das Zeitliche zu segnen. Und den Weg durch die neuerlichen Trümmer auf die verheißenden Tausend Jahre, den räumen wir uns von Herzen gerne frei:

"GEFÄHRTEN, KAMERADEN!
 
Unsere modernen Zeitgenossen, die Auchmenschen der Gegenwart, schwatzen bekanntlich gern von Freiheit, während sie selbst gleichwohl Sklaven der Entartung und Unfreiheit sind. In Wahrheit glauben sie ohnehin nur an eines: Daß sie leben, davon sind sie fest überzeugt- und gerade hierin irren sie sich am meisten, denn sie existieren nur, "LEBEN" bedeutet etwas anderes, wofür ihnen die Empfindung verlorengegangen ist, seit es schicklich wurde, "seiner Majestät Mammon" zu huldigen und die eigenen Kräfte in einem falsch verstandenem Kampf ums Dasein zu vergeuden, dem die Entwicklung der Persönlichkeit und des Seelenlebens geopfert wird(...)
Ob man diese Menschen lieben soll? Nein, man soll den Menschen als Einzelnen, Einzigen, Schönen, Guten und Starken lieben. Die Menschen, die "Menschheit" insgesamt, lieben hieße, dem Menschen wenig Ehre antun, denn man kann nicht umhin, der "Menschheit" umstandslos alle denkbaren Unzulänglichkeiten zuzuerkennen. Darum muß sie - über kurz oder lang - auch ein feines Stürmchen ernten, zu tief hat sich ihr Geist in die Niederungen materieller Existenz verstrickt, zu sorglos betreibt sie Tag für Tag die Freisetzung gefährlichster und bösartigster Elementargeister und Minusseelen, sei es durch die ökologisch verheerende Raubwirtschaft an Bodenschätzen und natürlichen Ressourcen, die zunehmende Entwaldung oder Massenviehzucht und Massentierschlachtung. In die allgemeine Schlachthausatmosphäre dieser feinen "ZIVILGESELLSCHAFT" paßt dann auch nur allzu gut der herrschende Typus der Menschenbestien, die unser aller Dasein zu bestimmen trachten und darum bemüht sind, wenn schon nicht unsere Seelen, so doch zumindest unseren Verstand zu verdunkeln.
Dem wollen wir weiterhin unser Streben nach Wahrheit und Erkenntnis entgegensetzen, denn die letzte große Schlacht, den wahren HEILIGEN KRIEG trägt jeder von uns vor allem in sich selbst aus.
Bedanken wollen wir uns abschließend bei allen ,die sich unserem Marsch an irgendeinem Punkt des hinter uns liegenden Jahrzehnts als Gefährten angeschlossen oder uns doch zumindest durch wohlwollendes, aufmerksames Interesse unterstützt und damit in die Lage versetzt haben, den oft harschen Stürmen, mit denen Gott die Seinen prüft, zu trotzen. Laßt uns sehen was die Zukunft bringt(...)"STOßTRUPP HEIL"

Wir sehen es täglich, wer und was die westliche Welt und Goldwertegemeinschaft augenblicklich regiert und beherrscht. An welche güldene Gottheit sich die amerikanische Regierung seit Roosevelt verkauft hat, verdeutlicht ihr kleines ONE DOLLAR Banknotenevangelium mit dem Bekenntnis: "IN GOD WE TRUST"
(in welcher Weise auch die kleinsten Details der ein Dollar Note keinem Zufall unterliegen, darüber kursieren Bücher, Schriften, Skripten)
"MONEY, MONEY, MONEY - MONEY IS NOT OUR GOD" halten Jaz COLEMAN und KILLING JOKE wenigstens dagegen - auf ihrem aggressiv, rauhen aber wahrhaftigen Werk "EXTREMETIES, DIRT AND VARIOUS REPRESSED EMOTIONS" (1990).

Können die amerikanischen "Volksvertreter" sich bei ihren Vereidigungen wenigstens noch auf ihren Geldgott berufen, sind unsere deutschen Vertreter teils soweit verarmt, daß sie ihren Amtseid unter Bezug auf überhaupt keinen Gott leisten wollen (ob dies mit der Tatsache zu tun hat, daß unsere sämtlichen Goldreserven in Amerika lagern, oder ob dies rein auf ihre spirituelle Armut zurückzuführen ist - wer weiß).
Tatsache jedenfalls ist, daß unsere parlamentarischen Streitkräfte im Dienste des HUMANISMUS nicht dem GELDGOTT direkt unterstellt sind, sondern scheinbar deren ausführenden U.S. amerikanischen Hoheitsgewalt.
Vasallen bedürfen keines Gottes, nur eines starken Herrn. So und nicht anders verhält es sich. Und die neuen menschlich Gottlosen führen uns, seit sie die neue Regierung bilden, in einen Krieg nach dem andern. Praktizierter HUMANISMUS eben.
Ob die Verweigerung vieler neuer Regierungsmitglieder, sich im Eid auf Gott zu beziehen, ihre freimaurerische Begrüßungsgeste war, sei dahingestellt. Vieles hat sich auch ohne bewußte Planmäßigkeit verselbständigt. Die aufführenden Kräfte funktionieren mittlerweile auch ohne Tagesbefehle wie geschmiert.
"FREIHEIT, GLEICHHEIT und BRÜDERLICHKEIT"- dieses Dreigestirn der hiesigen "Neuwertegemeinschaft" ist das Glaubensbekenntnis der HORIZONTALEN, jener, die eine Vertikale, wenn überhaupt, dann nur noch ins Erdreich hinab zu ziehen vermögen.

Die SPD Abgeordnete Monika GRIEFAHN empfand es denn auch für nötig zu behaupten, daß der Rückgriff auf Gott in der Präambel des Grundgesetzes der BRD "(...)NICHT ANGEMESSEN UND HEUCHLERISCH SEI(...)" (Dem Einspruch der Heuchelei sei meinerseits stattgegeben, wenn es sich denn so verhält, daß man sich einer anderen Gottheit verpflichtet fühlt.) Der SPD´ler Eckhardt BARTHEL (MdB) ist der Meinung: "Der Gottesbezug sollte nicht in einer Verfassung stehen, die für alle Bürger geschrieben wurde." (Womit er mehr sagt, als es von der Allgemeinheit verstanden wird - ein "HUMANIST" eben.) Von ihm aus ist es dann nur ein Katzensprung noch zum Grünen Abgeordneten Cem ÖZDEMIR, der in seinem humanistisch-gymnasialen Besserwisser-Eindruck, den er so unangenehm auf mich erweckt, der Meinung ist, daß: "(...)ein Wertekonsens in Deutschland nur gemeinsam mit Nicht-Christen geschaffen werden könne. Eine Konstitutionalisierung des christlichen Gottes führe zu INTOLERANZ und AUSGRENZUNG." (Oh ja, natürlich, die "INTOLERANZ", die "AUSGRENZUNG" - wer am Ende dieses traurig-deutschen Kapitels wirklich "AUSGEGRENZT" da steht und wer hier langfristig zum Opfer von "INTOLERANZ" wird, das sehen wir dann zum Ende all dessen, was sich jetzt immer deutlicher inszeniert und abzeichnet.) Lassen wir noch den GRÜNEN Rechtsexperten Volker BECK zu Worte kommen: als "(...)NICHT ZEITGEMÄß" bezeichnet er den Gottesbezug. (Und für sich und Seinesgleichen mag er ja Recht haben, aber der systematische Irrsinn hinter dieser "Unzeitgemäßheit Gottes" kennzeichnet alles und jeden, der spirituell eben auf jener Strecke geblieben ist, von wo der Trend-Zug immer nach NIRGENDWO fährt.)
Das muß man sich bildhaft vor Augen halten, was diese Irrsinnsaussage bedeutet. Gott hat den Zug nach nirgendwo verpaßt - liegt momentan gerade nicht im Trend - vielleicht versucht er es später nochmal. Die Türsteher der neuen Weltordnung verwehren ihm den Einlaß, Geschlossene Gesellschaft, Privatveranstaltung - man erkenne die Zeichen.
Man führe sich dies weiter vor Augen, ein sehr verwestlichter Abgeordneter türkischer Abstammung wagt es, hier den Gott einer seltsam verschlafenen Mehrheit seiner theoretischen Stellung entheben zu wollen. Das ist mehr als befremdlich.

Bevor ich mit meinem kleinen Sammelsurium an religiöser Thematik allmählich zum Ende komme, noch einmal das THEMA "HEILIGER KRIEG":

"DER GROßE HEILIGE KRIEG IST DER KAMPF DES MENSCHEN GEGEN DIE FEINDE, DIE ER IN SICH SELBST TRÄGT. GENAUER GESAGT IST DER KAMPF DES HÖCHSTEN PRINZIPS IM MENSCHEN GEGEN ALLES - NUR MENSCHLICHE - IN IHM, GEGEN SEINE NIEDRIGE NATUR UND WAS UNGEORDNETE TRIEBKRAFT UND IRDISCHE BINDUNG IST" (Baron Julius EVOLA: "Revolte gegen die moderne Welt")
Das NUR MENSCHLICHE ist gemeint, nicht das Menschliche an sich - die NIEDRIGE NATUR des Menschen schließt ihm eine HÖHERE NATUR nicht aus - aber gemäß des Trägheitsgesetzes ist es leichter, sich nach unten ziehen zu lassen, als sich empor zu kämpfen, den MORAST der Niedertracht tragen wir mit in uns, die Niedertracht der Welt ist nur die äußere Spiegelung unseres Inneren. Es geht hier nicht pauschal gegen die TRIEBKRAFT an sich, sondern gegen das UNGEORDNET sein dieser Kräfte, die in ungeordneter Weise zerreißend und niederschmetternd sich auswirken. "Irdische Bindung", sagt EVOLA. Ich würde den Begriff der Irdischen Gefangenschaft, wie sie im Tarot durch den Tarottrumpf "DER TEUFEL" symbolisch dargestellt ist, in diesem Zusammenhang verwenden, weil Bindung mir weniger gezwungen und eng erscheint, als ein gekettet sein, verhaftet sein an die Materie. Wir sind dem Irdischen ja schon rein fleischlich gebunden und dennoch, dieser Bindung wegen, grundsätzlich frei. Das Gesetz, das uns bindet, fesselt uns nicht.
"ICH BIN FREI, WEIL EIN GESETZ MICH BINDET" lesen wir bei Stefan GEORGE.

"DER HEILIGE KRIEG", er ist aber nicht allein Sache innerlicher Austragungsorte, er tobt HIER und HEUTE, sowohl im irdischen, als auch im überweltlichen, erdnahen Gürtel, in welchem so manches Un-Wesen sein Unwesen treibt - "ihre Zahl ist Legion".
DER HEILIGE KRIEG ist nur auf der niedersten Grundlage unserer geschundenen Erdoberfläche ein Morden und Schlachten und Aneinandergeraten. Auf der nächst liegenden Ebene ist er nur noch ein Streit, ein heiliger, auf der darüberliegenden ein Ringen, und weiter oben nur ein göttliches Spiel der Kräfte. Jeder begegnet seinem Kontrahenten auf seiner jeweiligen Ebene. Auf dem schwarz-weißen Spielfeld fallen die Bauern, ihrem Gesetz, ihrer Bestimmung nach, reihenweise, sie werden vernichtend geschlagen, der König allein ist unverwundbar, man setzt ihn allenfalls Schachmatt. Der Heilige Krieg ist dieses Spiel benannt, es ist spannend, menschlich-göttlich, tragisch ,erlösend, letztendlich ERHEBEND OHNE ENDE.
Wir alle spielen unsere Rolle, jeder steht auf seinem Posten und tut das Seine. Jeder trägt sein Gesetz in sich, das ihn an seine Rolle bindet. HOLLYWOOD (HOLY-WOOD, Valley of Death /Marylin Manson) hat uns immer wieder das enge Verhältnis von Gut und Böse auf höherer Ebene cineastisch vor Augen geführt, HOLLYWOOD gab und gibt JEDEM DAS SEINE. Die Masse der Bauern im Spiel begreift nur die PROPAGANDA, die Feinheiten erreichen nur die Wenigsten, nach unten werden die Lügenrationen gereicht und ausgestrahlt. Auch Hollywood gibt jedem das Seine. Eine Sequenz, wie in der Trilogie "DAS OMEN", in welcher der ANTICHRIST die lebensgroß, am Kreuze hängende Figur des "NAZARENERS" umschlingt, im brüderlich gegnerischen Monolog, bleibt in der Erinnerung der Masse nicht haften. Es gibt keine TODFEINDSCHAFTEN, außer auf niederstem Niveau.

Was unsere Rolle in diesem Heiligen Krieg der Kräfte, in der Zeit des Umbruches, den Tagen und Nächten der Apokalypse betrifft, ist folgendes zu sagen: wir befinden uns in einem Stadium des Ringens, das uns den Sieg zwar in Aussicht stellt, aber noch unterstehen wir dem finsteren Gesetz dieser Endzeit. Unserem Gegenspieler ist die Macht noch gegeben, uns zu hemmen, zu unterdrücken oder uns unschädlich zu machen. Unsere Anstrengung kann, dem Gesetz dieser Stunde gemäß, nicht auf Erfolge oder Sieg angelegt sein. Wir haben uns hier, jeder auf seinem "verlorenen" Posten eingefunden, um der NEUEN WELTORDNUNG entgegen zu stehen, unsere Chancenlosigkeit gegenüber der Masse an Macht, die da gegen uns anstürmt, spielt keine Rolle. Wir sind als Überwinder in dieses Spiel auf unsere Posten hinein geboren, emporgewachsen, und leisten dem Plane Gottes Gehorsam. So will es die Spielregel und wir sind keine SPIEL-VERDERBER, sind es nie gewesen. (Zeig mir, wie du spielst und ich sag dir, wo du stehst. Spielend lerne das Leben begreifen.) Die kommende Diktatur der HUMANITÄT wird von nun an, mit neu tapezierten VORWÄNDEN, den alten Inquisitionsmechanismus in Gang bringen und Mittel und Wege finden, uns ruhig zu stellen. Diese Möglichkeiten sind ihnen gegeben und befinden sich im Einklang mit den Spielregeln, die noch über jeder irdischen Gesetzmäßigkeit stehen, darum versuche auch niemand seine Zeit und Energie mit der Anrufung staatlicher Gerichtsbarkeiten zu verschwenden, das scheinbare "Unrecht", das uns hier widerfährt, ist für den Verlauf der tiefsten Stunde von oben betrachtet legitim. Damit müssen wir leben....

Wir sehen keinen Todfeind vor uns, in diesem OFFENBARUNGS-SPIEL, das seit Ewigkeiten tobend, sich nun in einem, von allen Weltreligionen und Mythen vorausgesehenen Umbruch befindet, dessen Zeugen und Mitspieler wir sind.
Viele Aufklärungsschriften sind in kämpferischem Ton verfaßt und kämpferisch müssen wir sein, aber wir müssen uns immer wieder auch die kämpferische Gestik des ST. MICHAEL- Prinzips zu eigen machen, das nicht auf Vernichtung des Gegners abzielt, sondern auf das in-seine-Grenzen-Weisen. Wir befinden uns auf der Schwelle zweier Grenzen. Letztendlich sind Sieg und Niederlage eine Frage der ZEIT.

"CULTIVATE A WAR BREED, GET THE HEAD YOUR SOUL NEEDS, CRYSTALLICE AT LIGTH SPEED. DIS THE LIES THAT THEY FEED, SPLIT THE LIPS THAT DOPE FEEDS, EXTERMINATE THE BAD SEEDS(...)HOLY WAR , TEARS OF MAN, DROP YOUR FRONT BABY, OBEY THE COMMAND, OBEY MY COMMAND."
(THE CULT "WAR (THE PROCESS)" CD "BEYOND GOOD AND EVIL" (Atlantic Rec. 2001)

Weil auch die besseren, geeigneten heidnischen Schriften in unserem Genre eh schon stark im Umlauf sind, möchte ich auf eine Bezugsadresse katholischer Schriften hinweisen, die in unseren Kreisen nur wenig bekannt sein dürfte. Die feilgebotenen Bücher und Schriften mögen teils sehr dogmatisch-katholisch erscheinen und hier und da sind mir die Bezüge auf die "EWIGE VERDAMMNIS" und ein zu sehr konserviertes moralisch zu stocksteifes Denken ein wenig befremdlich, nichtsdestotrotz bieten viele Schriften aus dem nachfolgenden Angebot aber sehr interessante Sichtweisen auf die Thematik der VERSCHWÖRUNGEN in RICHTUNG der NEUEN WELTORDNUNG. Die Bücher von Johannes Rothkranz insbesondere bieten aus ur-katholischer Sichtweise hervorragende Einblicke in manche neu- katholische Operation, die bei näherem Betrachten, auch heidnisch gesonnenen Lesern, die neueren Machenschaften des KLERUS mit der NEUEN WELTREGIERUNG offenbaren.

 
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666-DIE ZAHL DES TIERES
Johannes ROTHKRANZ, 2.erheblich erweiterte und aktualisierte Ausgabe, 150 Seiten, viele Abbildungen, 17,80 DM

DREI HEROLDE DES ANTICHRISTEN
Johannes ROTHKRANZ, 84 Seiten, 9,80 DM
"Die vorliegende Schrift greift drei besonders markante Beispiele heraus und zeigt im einzelnen auf, mit welch teuflischer Schläue die "Herolde" des falschen, des ANTI-CHRISTUS zu Werke gehen, um die biblisch prophezeite Wiederkunft Christi(...)unter der Hand in eine (irdisch gewachsene Anm. jk) Ankunft "Christi" zu verkehren."

DIE KOMMENDE "DIKTATUR DER HUMANITÄT" ODER DIE HERRSCHAFT DES ANTICHRISTEN
1.DIE GEPLANTE WELTDEMOKRATIE IN DER "CITY OF MAN"
133 Seiten und 16 Bildtafeln, kartoniert, 16,80 DM
2.DIE WELTHERRSCHER DER FINSTERNIS IN AKTION
237 Seiten und 32 Bildtafeln, kartoniert, 21,80 DM
3.DIE VEREINTEN RELIGIONEN DER WELT IM ANTICHRISTLICHEN WELTSTAAT
259 Seiten und 16 Bildtafeln, kartoniert, 21,80 DM

DER VERTRAG VON MAASTRICHT- ENDLÖSUNG FÜR EUROPA
Johannes ROTHKRANZ, Band 1: 352 Seiten, 32 Bildtafeln, 29,80 DM
Band 2: 368 Seiten, 32 Bildtafeln, 29,80 DM

DIE 13 SATANISCHEN "BLUTLINIEN"
Robin de RUITER, 158 Seiten, 22,80 DM

DIE USA IN DER HAND DES GROßEN BRUDERS
Frank HILLS,168 Seiten, 22,80 DM


DAS CHAOS ZUR JAHRTAUSENDWENDE
Die größte Finanzkatastrophe in der Geschichte der Menschheit?
Frank HILLS, 156 Seiten, 22,80 DM
"Getreu ihrem berüchtigten Motto "ORDNUNG AUS DEM CHAOS" bereiten die freimaurerischen Hintergrundmächte fürs neue Jahrtausend ein großes DURCHEINANDER vor. Aus diesem scheinbaren, jedoch von ihnen durchaus kontrollierten, "CHAOS" soll dann die berüchtigte "NEUE WELTORDNUNG" hervor gehen."

DIE WELTORDNUNG DES ANTICHRISTEN
Frank HILLS, 75 Seiten, 12,80 DM
 
DER FÜNFZACKSTERN -"MARKENZEICHEN" DES PONTIFIKATS PAULS VI.
Aus dem Italienischen übersetzt von Johannes ROTHKRANZ, 32 Seiten, Broschüre, durchgehend reich illustriert, viele Farbfotos, 7,50 DM
"Zum 80.Geburtstag Pauls VI. im Jahre 1977, ein Jahr vor seinem Tod, wurde am Petersdom in feierlicher Zeremonie ein neues, von Künstlerhand, aus Bronze gefertigtes Tor angebracht. Darauf ist Paul VI. im päpstlichen Ornat zu sehen, doch auf dem Rücken seiner fromm gefalteten Hände prangt unübersehbar ein großes Pentagramm!"

DER LÜGENPROPHET
Hanno ZAHNKER-JOST, 112 Seiten, 19,80 DM
"Obwohl die Geheime Offenbarung dieser widergöttlichen Gestalt nahezu dieselbe Bedeutung beimißt, hat sich die katholische Literatur leider kaum mit ihr befaßt. Angesichts des, unbezweifelbar apokalyptischen Charakters unserer Epoche, beeilt sich der Verfasser des vorliegenden Büchleins, das bisher Versäumte nachzuholen."

 
NOVA APOCALYPSIS
ENDCHRIST ENDCHRIST DU WURDEST ZUM SPOTT
STATT DEINER KOMMT ER FLIEGENGOTT
LARVEN AUS FAULENDEN HIRNEN GEKROCHEN
SIND NUN INS LEBEN HEREINGEBROCHEN
BREITEN SICH DREIST ÜBER ALLE GASSEN:
"DAS REICH IST UNSER, WIR KOMMEN IN MASSEN;
DER GEHT NOCH AUFRECHT - REISSET IHN UM,
DER HAT NOCH EIN ANTLITZ - ZERRET ES KRUMM,
DER SCHREITET NOCH - ER SCHLEICHE UND HINKE
DER SCHAUT NOCH - MACHT DAS ER SCHIELE UND ZWINKE
KEIN ARM: WIR BRAUCHEN NUR TASTER UND GREIFER
KEIN BLUT: WIR BRAUCHEN NUR GALLERT UND GEIFER.
HINWEG MIT SEELEN, MIT HÖHEN UND HIMMELN
WIR BRAUCHEN NUR STAUB: WIR, DIE KRIECHEN UND WIMMELN"
Stefan GEORGE
(vermutlich letzte Dichtung)