ICH VERLASSE NUR DEN KRIEGS-SCHAUPLATZ ,

beziehungsweise , ich schreibe momentan von jenseits des Kriegsschauplatzes. Mein Krieg war  kein 30jähriger ,- es war ein über 40 jähriger Krieg .Vieleicht sogar ein 4000 jähriger oder längerer noch.  Und ich verlasse das Schlachtfeld ohne Waffen,- ohne Hass  ohne Argwohn , ohne das Gefühl irgendeine noch offen stehende Rechnung mit wem auch immer begleichen zu müssen. Wenn jemand meint weiter nerven zu müssen , oder nicht von der Lebensaufgabe abrückt mich künstlerisch oder privat  weiter behindern oder gar verhindern zu wollen,- dann mag er das tun wenn es ihm etwas gibt ,- die Rechnungen dafür verschicke dann aber nicht mehr ich , sondern das Leben selbst gleicht aus für was ich mich selbst nicht mehr interessieren möchte. Keine Rache für Situationen und Bedingungen die nicht mich Selbst sondern nur meine Schale zerbrochen haben . Kein Krieg mehr für oder gegen etwas.

Die nächste Entdeckungsreise die ich irgendwann vorbereite ,wenn ich meine Knochen wieder geordnet und mir den imaginären Verband abgenommen habe ist dem Leben gewidmet , dem Leben im Hier und Jetzt. Nicht dem Leben des Zeitvertreibes oder dem Müßiggang , sondern dem Leben im gigantischen Ausmaß seiner eigentlichen Essenz.

Mit 48 Jahren und einer relativ jugendlichen Geschmeidigkeit ,kann ich es mir leisten mich nun einer anderen Seite meines eigenen Daseins zuzuwenden,ohne dabei meinen roten Faden zu verlieren oder meinen eigentlichen Prinzipien untreu zu werden. Ich werfe nur Ballast ab und werde  wer ich bin ,werde auch weiter Musik betreiben , ob nun mit oder ohne VON THRONSTAHL , alles kann, nichts muss. Brauche allerdings ersteinmal Abstand zu allem was mich die letzten 15 Jahre auf Trapp gehalten hat. Ich nehme den Fuß vom Gas ,- weil ich das das Leben gewinnen will , weil Leben für mich auch jenseits der Szene-internen und externen Konfliktzonen in entspannterer Weise erlebt und erfahren werden will, und weil ich mir diese andere Lebenshälfte meines Daseins mit keinem Störfeuer aus Feindbeschuss oder friendly Fire mehr versalzen werde.  Geheimnis Leben, Abenteuer Leben , Das Prinzip Leben in seiner Heiligkeit und  tiefen Bedeutung zu ergründen,- darin Frieden, Glück und Erfüllung zu finden,-  das wird eine Reise jenseits der Weltanschauungen von der es kein Zurück mehr gibt.

Fragt mich ein Mensch, - warum ich dieses Schlachtfeld überhaupt je betreten habe , warum VON THRONSTAHL, warum die Symbolik , warum Deutschland , warum Europa , warum diese Martialität.?

Weil es mein Weg zu mir selbst war,- mein Weg mich mit Deutschland und Europa auf meine Weise auseinanderzusetzen. Künstlerisch , musikalisch , gedanklich und seelisch,

und ,weil ich diesen Kriegsschauplatz Welt  nicht einfach betreten habe , - ich wurde hier abgeworfen ,- ich bin hier gelandet , wie ein verlorener Fallschirmjäger , der sich nicht mehr erinnern kann von wo er kam . Ich schlug hier auf ,- und es war Krieg ,- mitten in einer Zeit die allgemeinhin als friedlich galt , - herrschte um mich herum Krieg . Die Welt erklärte mir persönlich den Krieg , lange bevor ich mich ihr erwehren konnte .Ich war ihr hilflos ausgeliefert ,- Ein eingeborener Kriegsgefangener , -gefangen in einer ganzen Welt deren Umfang und Gesetzmäigkeit ich nicht einmal erahnen konnte. Über lange Strecken hinweg steckst du ein , kein Volltreffer der dich tötet , nichts was dich völlig zerreist ,- aber permanente Feindberührung , ab und an Sonnenschein, Fronturlaub und wieder heim in den Schützengraben oder ins offene Feld . Du stirbst nicht, - du steckst nur ein. Irgendwann entdeckst du dein Rückschlag Potential,- von da ab bist du im Angriffs-Krieg ,- du brichst  aus ,  brichst durch ,- du weist das keine Wehrmacht der Welt dich am Ende aufhalten kann, auch wenn du zeitweise unterliegst ,- du stehst auf , sprengst Ketten , kämpfst dich vorwärts weil ein Instinkt dir sagt das es Sinn macht vorzupreschen und keine Gefangnen zu machen. Du  weist wie das ewige Vorwärts sich anfühlt ,- kannst es schmecken, hast es dir verinnerlicht, aber du weist nicht wann und wo dieses ewige Vorwärts endet. Du kämpfst dich vor , kämpfst dich durch , wirst getroffen , schlägst zurück, kämpfst dich vorwärts , kämpfst dich durch,- und du merkst nicht , das du längst nicht nur gegen Feinde , Gegner und Übermächte kämpfst ,-  ohne  dir darüber im klaren zu sein kämpfst du gegen Die Zeit , dann gegen das Leben , und schliesslich gegen DICH SELBST. Du kannst nicht mehr aufhören um oder für etwas zu kämpfen . Tage lang , Wochen , Monate , Jahre und Jahrzehnte . Du meinst einen Gegner zu treffen,- und triffst dich Selbst . Du kennst nur  diesen Kriegsschauplatz . Die Erinnerungen an den Strand von St. Tropez oder das Ferienidyll im Allgäu sind Feldpostkarten aus einem Leben in dem du immer nur zu Besuch warst in den Atempausen zwischen Angriff und Gegenwehr. Ein scheiss ermüdendes Spiel fernab der  spielerischen Leichtigkeit von der das Leben einen träumen macht ,in Wünschen und Illussionen, die von tackernden Maschinengewehr Salven der Alltagsrythmik systematisch zerhackt und zerschossen werden.  Heiliger Krieg ?

Du fühlst den Auftrag, etwas nach vorn zu bringen ,- Du weist nicht was ,- du weist  nicht einmal wer dir den Auftrag gegeben hat . etwas von dem du nichts weist  nach Vorn zu tragen ,- über die feindlichen Linien hinweg , immer nach vorwärts , nach einem Irgendwo , das weit draussen hinter dem Horizont als Ziel irgendwann  deutlich vor dir auftauchen wird,- wie du meinst.

Du weist nicht was du trägst ,- du weist nicht wo du es trägst , du weist nicht wohin du es trägst . Nachts liegst du wach ,weil du dir den Schlaf nicht gönnst,-  weil der Schlaf dich nur Zeit kostet ,- Zeit um nach vorn zu preschen, einfach nur immer weiter nach vorn,- ohne einen Namen dahinter zu kennen. Und wenn du vor Erschöpfung nicht mehr weiter kannst, fragen deine Müdigkeit und  das momentane Ende deiner Kräfte ob du denn nicht ein Bild  des Zieles skizzieren oder eine Entfernung bemessen oder wenigstens erfinden könntest. "Ich weis es nicht ", Ich weis es nicht , ich weis nicht" sagst du dir selbst und schläfst vor Erschöpfung ein.

Am nächsten morgen fällt dir ein,- das es vieleicht die Heimat ist die hinter dem Vorwärts auf dich wartet , und das es vieleicht eine Art Ehre sei die du transportierst ,- eine Kilo Ehre vom Kriegsschauplatz des Lebens für das Heimatmuseum eines unvorstellbaren Zuhauses.

Es muss etwas unsichtbares sein,- das ich trage , etwas von grossem Wert .

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Erst an der Schwelle zu etwas was dir wie Heimat mutet , erkennst du , das dieses Heimatgefühl nichts anderes als DICH SELBST meint ,- Du erkennst Dich selbst, als das Ziel deiner Anstrengung , deiner Odysee , deiner jahrelangen Suche,- und du erkennst den Wert dieses besagten Unsichtbaren das du durch all die Drangsal und Verlorenheiten der Welt getragen hast . Und über Dich selbst erst erkennst du , das dieses Land , diese Heimat der du dich verbunden fühlst eine sekundäre Heimat von sekundärem aber dennoch grossem Wert und Bedeutung für Dich ist ,- In dem Moment wo du Dich Selbst nicht mehr mit DEUTSCHLAND identifizieren musst um ein Gefühl oder eine Idee von Dir selbst zu bekommen , in diesem Moment wächst dir die Heimat von Aussen zu, neu und unverkrampft . Du kannst ein entspannter und zu höchst bewusster Deutscher sein,- aber du musst dich in erster Linie nicht über dein Deutsch sein mehr definieren. Du fühlst deine wesentliche Unabhängigkeit von Land , Nation , Vater , Mutter , Heimatboden,- diese freundliche Verbundenheit des Bodens mit deiner äusseren Erscheinung.Je mehr du Dich nicht mehr mit DEUTSCHLAND identifizieren musst um du SELBST zu sein,  desto spürbarer werden die zarten Bande die Dir Dein Deutschsein auf neue Weise Bewusst machen . So lange du nicht komplett du Selbst warst ,- solange war deine Beziehung zu deiner Heimat über-bejahender aber die innere Leere kompensierender Natur. Anders bei den chronischen Antifas, da schlägt das kompensieren in die über-verneinende Richtung aus,- und der Hass auf Deutschland ist in etwa ein so phantomhaft vorgeschobener Verzweiflungsakt wie die krampfhafte Vaterlandsliebe des strammen Hardliners. Beides aber Extremsituationen innerer Unkenntnis und Verlorenheit von sich Selbst.

WARUM ABER UNIFORMIERUNG , MARTIALISCHES AUFTRETEN , UND DAS SPIEL MIT VERBOTEN WIRKENDER SYMBOLIK ?

Weil , es in der Tat ein Spiel ist ,- ein Kräftespiel , ein vom Weltgeist eröffneter Ringkampf , nicht um Ressorcen , nicht um Terrain wie ich sehr spät feststellen muss, sondern ein Kampf um Mitten. Um überlebensnothwendige Mitten . Es geht um die metaphysische Mitte Deutschland,s , Europa,s und die Mitte in uns Selbst .

Das schwere Gerät das im Zusammenhang mit Industrial-und Martial Musik-und Geräuschkulissen aufgefahren wird unter Verwendung von Symbolik die für Betrachter von aussen grenzwertig erscheinen muss um ihre beabsichtigte Wirkung zu tun und der Griff nach Akustik Gitarre und Wandervogel Laute jenseits von Haschischträumen und verfilzter Langhaarigkeit.  Dieses Zusammenspiel von Stahlgewitter und Naturromantik , Industriekultur und Poesie ,- dieses Konklomerat getragen von 1000 Klangschaffenden im Herzen Europas , setzt Energien frei,- die über 50 Jahre im Raume standen,- über die man 50 Jahre schweigen oder diskutieren , die man aber nicht unreflektiert berühren durfte. Die Berührung , auch wenn von Aussen beobachtet  für die Mehrheiten nicht nachvollziehbar ,- haben transformativen , entspannenden und ungemein befreienden Charakter . Gerade , weil die Geschichte keine Moral kennt ,- kann der zur Industrial-Kunst berufene Künstler den Tiger- Kampfpanzer vorfahren und dort plazieren, wo 25 Jahre vor ihm die RAF ihren geschichtlichen Parkplatz hatte . Natürlich strahlen der Neo-Nazismus der 90er Jahre bis heute in dieses Spannungsfeld mit ein ,- aber eben nur in rein energetischer Weise,- ohne politische Schadstoffe frei zu setzen . Der Aussenstehende  ratlose Beobachter kann das Verständnis nicht aufbringen hinter den Kulissen eine transformative Kraft walten zu sehen .

Er sieht nur Symbolik , glaubt das ewig gestrige zu erkennen , und steht verloren vor dem Schauspiel , ausgerüstet mit ein paar Schablonen , von "Gut" und "Böse" ,"Nazi" "Teufel" "Hexerei " . Hinter ihm leuchtend die Leuchttreklamen und Symbole der Gegenwart. DEUTSCHE BANK ,ALDI , ESSO, SHELL , Versicherungen , Konzerne , Fastfoodketten . Also wundere sich keiner , wenn ein jugendlicher sich lieber ein EISERNES KREUZ umhängt . Er tut es aus dem gleichen Grund wie sein Vater der sich in Anbetracht zuvieler Nazi-Richter den roten Stern ansteckte . Die Nazi-Richter sind tot ,- und Vaters Roter Stern ist nur noch ein Erinnerungsstück an das aufeinanderprallen von Energien , in der gleichen Schublade liegend, wie das Verwundetenabzeichen aus dem WKII..

Keiner trägt den roten Stern , oder  sein Eisernes Kreuz bis zum Schluss ,- jeder trägt seine Energie mit aufs Spielfeld ,- eine Spannung die sich messen und transformieren will.

Die eine Generation lässt ihre Väter auf den Schlachtfeldern Europas zurück, von wo aus sie nur äusserlich heim kehrten. Die andere Generation gräbt auf der Suche nach Vaterersatz die Knochen der Grossväter aus um den leiblichen Vätern die sich ihrer Vaterschaft entzogen einen vaterländischen Knochen wie ein Mahnmal auf den Tisch zu legen , als Hinweisschild zu sich Selbst.

Die Unerlöstheit setzt uns in Gang ,-Wir fliehen oder marschieren unentwegt nach Vorwärts . Wir alle , ob nun Antifa , Neofolker , Links , Rechts , alt und jung , bewältigen das Deutsche Trauma ,-und die Tatsache das wir nicht nur den Krieg, sondern auch den inneren Frieden verloren haben .
Und jede Zeit bringt ihre eigene Avantgarde hervor ,- und jede Zeit schafft die ihre eigenen Blockwarte . Und jede Zeit blendet ihre Mitläufer auf ihre eigene Weise ,- so das kein zum mitlaufen bestellter sich seiner fatalen Rolle entziehen könnte.

Was augenscheinlich für den Aussenstehenden Kritiker wie eine modische Auferstehung des Dritten Reiches der Kaiserzeit oder des Faschismus mutet,- ist in Wirklichkeit das mutige Hinterfragen einer uniformierten Übermacht aus kaum noch individualistisch wirkenden Jeansträgern von 8-80 die in ihrer zig millionenfachen äußerlichen Konformität gegenüber einer Handvoll uniformierter Avantgardisten viel überholter aussehn als eine einsam im Raum stehende Uniform die ein altes Bewertungssystem durch ihr in Erscheinung treten einfach auf den Kopf zu stellen im Stande ist.Nach Hippi Mode ,und Punk ist der modische Rückgriff auf die Ausgehuniform die letzte modische Konsequenz des Avantgardisten gegen den täglichen Truppenaufmarsch der Blue-Jeans- und Turnschuh-Armeen durch die Fußgängerzonen der Stadt.

Wenn ich jetzt von jenseits des Kriegsschauplatzes schreibe , dann gehörten 15 Jahre meines Seins in den Frontabschnitt mit der faszinierend klingenden Bezeichnung : KONSERVATIVE AVANTGARDE . Ein Begriff der die ganze Spannung , Dramatik , Zerissenheit und Polarität einer von mir intensiv empfundenen und tief erlebten Dekade durch zwei Wörter auf einen Punkt bringt.

Die Friedens-Schlacht von Woodstock und mit ihr das ganze Hippitum mochten seinerzeit mit einem von den Hells Angels dargebrachten "Menschenopfer" beendet gewesen sein ,unmittelbar vor der niedrigen Bühne zu Füßen der Rolling Stones, als diese gerade "Sympathie for the Devil " spielten.Spätestens hier war es Zuende mit Love & Peace. 

Punk starb nicht an seiner Kommerzialisierung,- sondern  erst durch seine akribische Aufarbeitung in einer Flut von Büchern und Dokumentationen ca 30 Jahre nach seiner Geburt. Zu Tode geschrieben , und zu Tode dokumentiert. Museumsreife.

Der Neofolk und Artverwandtes kommen in die zwanziger Jahre , und bleiben vieleicht deswegen noch weiter am leben,  weil es die erste abendländisch beseelt und geprägte alternative Musikerhebung nach 1945 ist. Zwar gab es in den 70er Jahren deutsche Folkloristik von QUGENWEIDE oder Elektronik von KRAFTWERK, und später ja die NEU DEUTSCHE WELLE mit den ewig gültigen DAF . aber die eigene abendländische Szenekultur entstand erst durch das kreuzen der Akustik Gitarren von QUGENWEIDE mit dem strengen Erscheinungsbild von KRAFTWERK.  Folklore trifft Disziplin. Phänomenal. Als dann aber in Verbindung mit dem Neofolk Mitte der 90er Jahre Namen wie "LENI RIEFENSTAHL" , "ERNST JÜNGER" und "JULIUS EVOLA" aus der Versenkung auftauchten, und Zitate von Gottfried Benn , Stefan George und Ernst von Salomon durch unkonventionelle Musik neue Beachtung fanden,- und keiner der neuen Protagonisten sich mehr als geistiger Nachkomme Rudi Dutschke,s betrachtete , mussten diejenigen die um den Verlust ihrer subkulturellen Vorherrschaft fürchteten, ihre Stalin-Orgel in Stellung bringen,- an der innerdeutschen Front . Stalin-Orgel hier , Stahlgewitter da. Aufreibende Zeit , abenteuerliche Zerissenheit zwischen den Fronten ,die "Kameraden" hinter und neben dir bisweilen gefährlicher als der unsichtbare Feind vor dir . Unsicherheiten in Bezug auf den eigenen Kurs . Streichung der Begriffe  "Kameradschaft"und "kameradschaftlich" aus dem eigenen Sprachgebrauch . Allergische Reaktionen auf Versprechen von Ehre und Treue. Gefühlte Deckungslosigkeit , wenn die alles erschütternden Volltreffer nicht mehr von vorn kommen , sondern aus dem eigenen Hinterland. Keine wirklichen Feindberührungen mehr ,- nur noch gespenstisch umgehende virtuelle Hetze und , Propagandalügen, oder hartgesotten Bedrohliches im eigenen Postfach,verfasst hinter Pseudonymen und Masken . Tiefe Unklarheit darüber, ob ich mich selber für etwas verheize, oder von etwas verheizt werde. Jede Detonation ein zerplatzter kleiner Traum oder eine abgeschossene illusion , die vom Himmel herabstürzend sich im zerschossenen Niemandsland selbst begräbt mit der Zeit. Man möchte sich einbilden mit Freunden in Urlaub zu fahren, aber so manche Konzertreise gestaltet sich auch nur wie eine neue Episode des alten Krieges. Wenn du nicht gegen Boykotte oder Sabotagen ankämpfen musst um noch irgendwo aufzutreten,- dann kämpfst du gegen die unzulängliche Bühnentechnik oder einen unfähigen Techniker. Trotzdem immer wieder auch Bereicherungen ,  keine Plünderungen , keine Gefangennahmen,- manchmal verbrannte Erde die man irgendwo hinterlässt ,- bisweilen auch Selbstzerstörung die man sich selbst gegenüber empfindet.Es gab Gekränkte und ,Betroffene Verletzte und Tote , Beglückte und Verunglückte auf der Reise durch die Kraterlandschaften auf der dunklen Seite der Welt ,- keine Butterfahrt , oft ein Abenteuer . Bei gutem Wetter paradiesische Ausblicke. Landschaftsbilder und Städte , denen man nach dem Krieg gegen die Welt und sich selbst in Ruhe und Frieden irgendwann noch mal neu begegnen will,- nach dem Krieg. Unterwegs mit Schiffbrüchigen denen man Freund sein will, die man nicht als Soldaten , nicht als Söldner oder Kameraden sondern wirklich als Freunde begreifen will . Schwierig , wenn man sich selbst seiner Orientierung nicht mehr sicher ist,- und die Mannschaft zu wissen verlangt,  wo  verdammt nochmal wir eigentlich stehen ,- wo wir sind ,- wohin es wirklich geht. Schwierig , eine Vision zu skizzieren wenn der Boden unter Dir wankt ,- wenn die Stiefel dir mehr Halt geben als das Deck auf dem du stehst ,und den Horizont absuchst ,- nach einem erlösenden Ufer,- nach der Heimat in dir Selbst.

WAFFENRUHE und INTHRONISATION

Was ich jetzt tue ?  Ich gehe an Land ,- ganz alleine erst mal. Das Schiff das mich hierher getragen hat wird an keiner Klippe mehr Schiffbruch erleiden , wird von niemandem mehr zerschossen und wird auch von mir selbst nicht versenkt. VON THRONSTAHL wirft nur Anker ,- und ich gehe an Land ,- besteige dort meinen insgeheimen Thron ,setze mir selbst die Krone auf und herrsche von da an über mein Leben,meine Kunst und geniesse den Ausblick auf eine mir völlig neu erscheinende neu zuwachsende Welt . TRANSFORMATION .

München  im September 2010