2009 - REVOLUTIONS PER MINUTE! oder: WIE ZENTRALHEIZUNG, WARMWASSER, FERNSEHEN  & KÜHLSCHRANK DEN AUFSTAND VERHINDERN.
Und wieder muß ich G. Szczesny (Humanistische Union) grundlegend beipflichten, wenn er in "DAS SOGENANNTE GUTE" die Meinung vertritt, daß  "kein Grund" besteht, "in einem Staat, in dem es weder Terror noch soziales Massenelend gibt, in dem Meinungs- und Koalitions- und Versammlungsfreiheit immer noch besteht und niemand ohne Verfahren verhaftet und verurteilt werden kann, den Aufstand und Umsturz zu proben."
"RIOT - THE UNBEATABLE HIGH, ADRENALINE SHOOTS YOUR NERVES TO THE SKY, EVERYONE KNOW THIS TOWN IS GONNA BLOW, AND ITS ALL GONNA BLOW RIGTH NOW." (Riot / Dead Kennedys 1981)
Das schrieb Szczesny 1971, als unsre Politiker zwar auch schon Hilfskräfte einer überstaatlichen Weichenstellung waren, als Vaterfiguren und Volksvertreter aber noch eine irgendwie stattliche Figur machten und vielleicht auch nicht einmal genau ahnten, wohin gewisse vorgegebene Schachzüge einmal führen müßten und was genau hinter der Architektur des Hauses Europa einmal zum Vorschein kommen würde. Helmut Schmidt, um einmal einen Politiker mit einem gewissen Format  aufzuzeigen, mag in mancher Hinsicht zwar auch nur ein Lakai der überstaatlichen Strategen gewesen sein, aber doch ein Mann von einer Qualität wie sie heute nicht mehr zur Aufstellung kommt. Letztendlich ein Mann, der noch das Zeug dazu gehabt hätte, ein Volk durch eine Krise  zu lenken, statt wie heute gebräuchlich, ein Land in die Scheiße zu reiten. Halten wir also fest, daß als die Welt noch überschaubar und in relativer Ordnung war, unsere Politiker doch wenigstens noch einigermaßen etwas darstellten und ein Kanzler die allgemeine Ordnung auch durch ein gewisses Auftreten und eine Ausstrahlung aufrecht zu halten in der Lage war. Das bedeutet in Bezug auf die Rebellion, die Revolution und den Aufruhr eine Menge.
Gerade der Pöbel entwickelt einen geradezu tierischen Instinkt dafür, wenn der Fisch des politischen Betriebes zu stinken beginnt. Der brummelnde Unterton in den Unterschichten, der sich breit macht, ist die instinktive Reaktion auf den Strahlungsdefizit der heutigen Volksvertreter. Der Pöbel, der 1789 gegen die Krone mobilisiert wurde (leider Gottes nicht ohne Grund), der ist primär damals nicht aufgestanden, um das Prinzip der Krone in Frage zu stellen, sondern eine Herrschaft in Frage zu stellen, die ihren väterlichen Bezug zum Volke sträflich vernachlässigt hat. Das Volk ist mit Brot und Spielen, mit Dach überm Kopf und Warmwasser relativ gut im Griff zu behalten. In Zeiten einer allgemeinen Unsicherheit jedoch genügt es dem Volk nicht, Brot und Dach und fließend Wasser zu haben. In Krisenzeiten entwickelt sich abseits vom morgendlichen Feuilleton am Frühstückstisch der Besserverdiener in den Arbeiterklassen und in den Wartebereichen der Arbeitsämter eine heimliche Sehnsucht nach jemandem und etwas, was der politische Betrieb hier nicht bietet, weil man, je weiter wir uns geschichtlich nach vorn bewegen, immer weniger Charisma, immer weniger noch eine Vertrauensperson in der Führungspalette findet. Instinktiv weiß aber doch jeder, daß eine Krise nicht von einem Moderatoren -Team bewältigt werden kann, sondern von einem Staatsmann. Man hat natürlich gelernt aus der Geschichte, die Lektion steht seit 50 Jahren an den Schultafeln der neuen Menschlichkeit. "Traue keinem deutschsprachigen Erlöser" und "Charisma ist Faschismus" – so in etwa. Weil aber der Mensch im Grunde doch ein Tier ist, pendelnd zwischen Wolf- und Herdentier-Seele, weiß er um das eine, nämlich daß wenn aufgrund eines Ausnahmezustandes bei Aldi, Lidl und in den Penny- Märkten der Republik die Lebensmittelregale gestürmt werden, keine Ansprache einer Kanzlerin oder eines modernen Regierungsvertreters diesen Sturm, der in einen nachbarlichen Bürgerkrieg ausarten wird, etwa mit einer öffentlichen Ansprache zu stoppen in der Lage mehr ist.  Es gibt einen Punkt zwischen kochender Unzufriedenheit und offenem Aufruhr, der eine Trennlinie markiert, von wo ab Bevölkerung und Regierung voneinander getrennt sind. Eine intuitive Kettenreaktion, ein Funkenspringen. Was unten anfängt, mit der Verzweiflung mancher Hartz IV Bezieher, mit der Ausweglosigkeit der alleinerziehenden Mutter mit Säufer Anhang, das zieht nach dem großen Umkippen auch den intellektuellen Zeitungsleser im Sog der Unzufriedenheit mit auf die Straße.
"BUT YOU GET TO THE PLACE WHERE THE REAL SLAVEDRIVERS LIVE, ITS WALLED OF BY RIOT SQUAD, AIMING GUNS RIGTH AT YOUR HEADS. SO YOU TURN RIGTH AROUND AND PLAY RIGTH INTO THEIR HANDS, AND SET YOUR OWN NEIGHBORHOOD BURNING TO THE GROUND INSTEAD"   ("Riot" Dead Kennedys)
Es gibt Leute, die sehen die ersten Anzeichen der Revolution in Kreuzberg mit seinen traditionellen Ausschreitungen zum 1. Mai. Totaler IRRTUM. Kreuzberg und die Aufstände, die dort eine Folklore für sich bilden, sind nicht im Ansatz mehr revolutionär, sondern einfach nur Traditionsveranstaltungen für die Vertreter des Nichts. Sinnlose dumme Gewalt mit Vorwänden, die im Vorschieben schon nicht mehr glaubwürdig sind, und einer Straßen-Theater- Gruppe, die von Jahr zu Jahr  beschissener und bescheuerter wird. Prols, Pack, der dümmste Abschaum, den die Stadt mobilisieren konnte, mit immer größer werdender multikultureller Beteiligung.  Anders als noch 1982, als die Türken in Kreuzberg dem Treiben noch irritiert zuschauten und längst vor uns begriffen hatten, daß solche Auswüchse keinen Freiheitskampf, sondern das Ende der Freiheit  bedeuten, weil auch damals schon jede jugendliche Zerstörungsorgie nur ein spannender Zeitvertreib war. Ich wäre vermutlich glücklicher und erfüllter gewesen, wenn ich mich in einem Wehrsportlager hätte ertüchtigen können, aber jetzt lag halt der handliche Pflasterstein in der Faust und der Steinwurf ins Leere war ein Spiel – Kriegsspiel, wie Wehrsport mit Landser- Romantik, aber Punk Beschallung. Masse in Rage – Sirenen. Die Türken betrachteten das alles mit einer gewissen Verachtung, wie ich meinte. Das war die Zeit, in der auch die Welt der Türken noch eine andere war. Die Zeit, in der kein jugendlicher Türke die Hand gegen das Familienoberhaupt erhoben hätte. Und sie sahen uns Steine schmeißen in Richtung der Obrigkeit, der von uns verteufelten Staatsgewalt. Solche Bilder prägen sich ein, sie werfen auch bei den hier lebenden Türken Fragen auf – Fragen nach der Souveränität des Staates, nach der Autorität der Regierung und ob wir uns nicht zuviel Freiheit herausnehmen und was denn der Grund sein könnte für unsere Aggression, für dieses Entladen. Hätte man uns damals gefragt, hätten wir ein paar systemkritische Liedtexte vorführen können, aber im Grunde war es für die meisten von uns nur ein Abenteuerspiel, ohne Haß, aber mit reichlich Energetik.

"CHORUS:  RIOT – THE UNBEATABLE HIGH. RIOT SHOOTS YOUR NERVES TO THE SKY, RIOT PLAYING INTO THEIR HANDS. TOMORROW YOU’ RE HOMELESS, TONIGTH ITS A BLAST" (Riot)
Aber heute ist das kein Spaß mehr. Während wir früher doch noch beruhigt waren, den Stein, den wir warfen, auf einem Polizeischild aufschlagen zu hören,  will der Abschaum von heute den Stein gleich im Gesicht des Polizisten auftreffen sehen. Heute sind das alles kaltblütige Scharfschützen auf der Seite des Mobs. Würde man  die Hitlerjugend in Kreuzberg gegen die Polizei  anschicken, die würden das mit sehr viel mehr Fairneß bewerkstelligen, aber die Jugend, die sich Schröder, Merkel,  Claudia Roth und Fischer herangezogen haben, die kennt keine Gnade. Dieses multikulturelle Kreuzberger Killer- Kommando ist darauf fixiert, Blut fließen zu sehen. Diese multiethnischen Aufständler, die sich unter die deutsch geborenen Deutschenhasser mischen, treibt aber noch etwas anderes an: nämlich der Instinkt,  daß selbst die Polizei schon den Glauben und das Vertrauen in die Regierung verloren hat.

"TOMORROW YOU’RE HOMELESS. TONIGTH ITS A BLAST"
Damit sind sie einen Schritt weiter in der Problematik als wir damals, aber immer noch meilenweit entfernt davon, noch revolutionär zu sein. Es ist nichts, absolut gar nichts Revolutionäres am Freizeitsport dieser aufständischen Idioten. Sie gehören  einfach nur zum Krankheitsbild eines kränkelnden Systems.  Hier müssen wir wieder auf das Charisma der politischen Führungskräfte zu sprechen kommen. Instinktiv,  glaube ich, hatte man 1982 noch mehr Respekt vor dem Polizisten, weil zwischen der ausführenden Staatsgewalt und der politischen Führung des Landes noch eine metaphysische Bindung herrschte. Bis zum Einzug der Grünen in den Bundestag wirkte ein Polizist respektabel, weil seine obersten Vorgesetzten, auf die sie hin vereidigt wurden, noch so einigermaßen den Eindruck ihrer Legitimation erwecken konnten. Von dem Moment an aber, wo ehemalige Steineschmeißer zur Obrigkeit mutieren, ist die ausführende Staatsgewalt zwar eidesstattlich an diese neue seltsame Obrigkeit gebunden,  ohne aber, daß eine metaphysische Verbindung besteht. Man kann noch soviel kritisch vorbeugenden Geschichtsunterricht zaubern wie man will, es wird  am Ende trotzdem nichts daran ändern, daß ein System einer Immunschwäche anheimfällt, wenn seine politische Führung den metaphysischen Bezug zur ausführenden Staatsgewalt verliert.
Das Fehlen dieser Verbindung läßt POLIZEI und BUNDESWEHR auf der einen, die REGIERUNG auf der andern Seite und uns dazwischen stehen. Die Verteufelung und Vermeidung  allen Charismas, die antifaschistische Verwässerung eines Volkes hin zur gemischten Bevölkerung, und die Ablösung von Volksvertretern durch Fachidioten hat eine rationale Zweckgemeinschaft entstehen lassen, die nur so lange hält wie ihr Getriebe. Und da sehe ich Probleme kommen. Gerade eine demokratisch freiheitliche Regierung muß höllisch davor auf der Hut sein, sich des Rückhaltes in Polizei und Bundeswehr aufgrund des geleisteten Eides wirklich sicher zu sein. Man stelle sich nur einmal einen grünen Verteidigungsminister vor, einen mit Wehrdienstverweigerer- Vergangenheit, oder am besten gleich Renate Künast. Auf dem Papier mag das funktionieren, und rein theoretisch auch - und sogar praktisch - kann das eine gewisse Zeit so laufen, aber zwischen Berufssoldat und neuem Minister besteht eben keine überweltliche Verbindung, die im Ausnahmezustand den Gehorsam garantiert. Oder betrachten wir den in Kreuzberg zum 1. Mai diensttuenden Polizisten. Vor ihm haßgeladener, steineschmeißender Mob, im Rücken eine Armee  von linken Rechtsanwälten, die aus Tätern dann Opfer machen, wenn der Polizist sich zu intensiv vor denen verteidigt, die auch seinen Tod billigend in Kauf nehmen, und über ihm eine realitätsfremde Politikerkaste, die zum Teil  auch noch  aus  Autoritäten- Hassern und ehemaligen Steineschmeißern besteht. Das Ende der Demokratie läutet  dort, wo  ein Polizist am Ende nur noch sich selbst  verteidigt, oder ein in Afghanistan stationierter Soldat sich die Frage stellt, für wen oder was sein Kamerad gerade gestorben ist – mit einer Taliban Kugel im Kopf. Das erste Mal in der Geschichte Deutschlands sterben Soldaten jetzt nicht als Helden -  es sind einfach nur Tote im Zuge einer Friedensmission, nicht einmal mehr Gefallene. Sehr befremdlich. Diese Regierung und mit ihr die Opposition und der gesamte politische Apparat hierzulande wirkt in Bezug auf die Deutsche Truppen-Beteiligung in Afghanistan so unglaublich unbeholfen, so kopflos, so uninspiriert, von äußerster Vorsichtigkeit und Selbstzweifel geprägt so unzuständig. Wenn über 30 Deutsche Soldaten heute die Todesbilanz dieses bisherigen Friedens-Einsatzes bilden, dann sind wir zum einen wieder bei George Orwells 1984 und dem Thema "Neusprech", zum andern offenbart sich hier die absolute Verlegenheit aller Verantwortlichen gegenüber den Deutschen Bundeswehrsoldaten, die ihren Dienst in Afghanistan tun, ohne selber zu wissen, was genau sie hier treiben. Der in Afghanistan stehende Bundeswehrsoldat befindet sich in einem nebulösen Zustand - er kann dort nur mechanisch funktionieren, seinen Dienst streng nach Befehl tun, aber ihm fehlt das klare Bewußtsein darüber, was er hier tut, warum er hier steht, für wen und für was seine Kameraden hier sterben und - und das ist das Bedrohlichste mit - er ist alleine. Er spürt keinen Rückhalt, er fühlt sich mit Recht verlassen, er fühlt sich einer Gefahr ausgesetzt, ohne heimatlichen Rückhalt. Es ist reine Mechanik, reines Funktionieren, es ist kein sinngebender, kein metaphysischer Überbau für ihn spürbar, keine Bindung, die über den Eid als Vertragsabschluß hinausreicht. Es ist keine Kontur für ihn sichtbar, und der Segen des Feld-Geistlichen wirkt auf ihn wie ein verlorenes Trostpflaster eines Segens, weil er spürt, daß diesem Segen eines Feldgeistlichen die väterlich- mütterliche Anteilnahme der in Deutschland stehenden Regierungsvertreter einfach fehlt. Der Truppenbesuch eines Ministers verkommt zur Verlegenheitsgeste, wenn das Charisma des Besuchers die Truppenmoral mit dem Almosen seiner Besucherpräsenz allein zu heben glaubt. Eine Verlegenheitsgeste ist auch die Stiftung eines Tapferkeitskreuzes, wenn die Verleihung dieser Tapferkeitsauszeichnung keinen Rückschluß auf die Kontur des Einsatzes oder seine Benennung zuläßt. Unbeholfenheit in der so genannten Heimat, die als Heimatlicher Hort nicht mehr wirklich wahrgenommen wird. Man betrachte sich die Menschen genauer, die in Berlin angetreten sind, um die feierliche Vereidigung der Bundeswehr stören zu wollen. Was für eine Schmach, dieses Heer aus "HASTE MAL `NEN EURO"- Punkern aus den Fußgängerzonen der ehemaligen Reichshauptstadt und bindungslosem Gesocks mit Hintergründen zwischen Drogensucht, allgemeiner Orientierungslosigkeit und ihrem Kleinkrieg gegen alles Autoritäre und gegen jegliches System, bei zeitgleichem Bezug von staatlichen Geldern. Auch hier wieder nur peinliches Berührtsein und politische Hilflosigkeit einerseits, und ein heimlicher Tagesbefehl an die Sicherheitskräfte, diese Vereidigung mit allen zur Verfügung stehenden Mitteln reibungslos durchzusetzen. Und trotzdem, auch hier im höchsten politischen Haus, Nebel,-  Konturlosigkeit, reiner Mechanismus, allenfalls eine Funkverbindung nach Afghanistan - aber keine Bindung. Tagesgeschäft, politische Nüchternheit, Unsicherheit. Die Ambivalenz gegenüber der Bundeswehr zieht sich ja wie ein gespenstischer Schleier durch die Sitzreihen des Parlamentes, keine Geschlossenheit, keine eindeutig solidarische Haltung im Hause. All das sieht der in Afghanistan stationierte Rekrut nicht, aber er bekommt ein Gespür für die Schwäche daheim, das einzige Band, die Geliebte daheim, die eigene Frau, die eigenen Kinder, die eigenen Eltern und Geschwister. Irgendwann wird einem von diesen Soldaten, den keine Taliban Kugel getroffen hat, keine Bombe aus dem Leben gerissen hat, auf heimatlichem Boden ein militanter Vertreter des Antifaschismus vor die Springerstiefel spucken. Daraus ergibt sich dann eine kaum zu ermessende Ohnmacht, die in ihrer Unscheinbarkeit für das politische Getriebe in Deutschland zunächst keine Bedeutung hat, die aber wie ein sich verbreitender Virus die Sicherheit und innere Stabilität des Landes allmählich zerfrißt. Dieser Soldat wird Denkprozesse in Gang setzen, die sich auf seine Kameraden übertragen werden, nicht durch Diskussion, nicht mittels Sprache, nur rein gedanklich. Diese Soldaten werden sich intensivst mit dem inneren Zwiespalt auseinandersetzen, ihrem Land dienen zu wollen, und sich nicht angenommen zu fühlen. Die seelischen Wunden, die Traumata der Afghanistan- Heimkehrer werden einen seelischen Wundfraß erzeugen, der sie dem politischen Apparat und der Führung hierzulande total entfremden wird. Dieses Phänomen wird kein Militärischer Abschirmdienst mehr in den Griff bekommen. HIER setzt etwas ein, was es seit dem zweiten Weltkrieg in Deutschland nicht mehr gab - die militärische Opposition. JETZT GENAU ist dieser Prozeß rein geistig- seelischer Natur, aber eben in Ausbreitung begriffen. Es wird nicht zu beobachten sein, aber es ist im Begriff, Wirklichkeit zu werden, daß in Offizierskasinos einzelne Worte laut werden, im vertrauten Kreise. Diese Worte werden sich verbreiten, vermehren und eine neue Grundstimmung fördern, Sätze werden sich bilden, im vertrauten Kreise, hinter vorgehaltener Hand - Plädoyers, Vorträge, Erörterungen, Diskussionen werden sich ergeben. Gedankenprozesse, Strahlungen. Offiziere werden sich heraus kristallisieren, Widerstands-Kristalle werden geschliffen, facettenreiche Kräfte mit einem Führungspotential, von dem die herrschende Politikerkaste nur träumen kann. Wenn die politische Stabilität eines Landes durch die Schwäche ihrer Repräsentanten so sehr bedroht, so sehr in Frage steht, wie hier und heute, dann ist die gesetzmäßige Folge, daß im Untergrund, der zunächst rein geistiger seelischer Natur ist, rettende Kräfte wach werden, Potentiale, die nach Konzentration streben. Das ist eher ein magischer Prozeß, mit magischer Eigendynamik, dessen Ideen sich in dafür geeigneten Trägern manifestieren werden. Das zur Entstehung drängende geistige Gegengewicht, wenn es einmal seinen Willen und Anspruch bekundet (unhörbar und wie aus der Tiefe des Raumes kommend), ist von keiner staatlichen Institution, eigentlich von keiner Macht der Welt aufzuhalten, geschweige denn unter Kontrolle zu bringen. Das offene Wort, das hier und da protokolliert werden kann, von den Beamten des Sicherheitsapparates, ist immer nur die greifbare Spitze des Eisbergs. Eine schwache Regierung, deren Bindung an Volk und Land deutlich erkennbar in Frage steht, verliert ihre Legitimation, wenn die Verbindung des Staatsoberhauptes zu Polizei und Militär keine Liebesverbindung ist, sondern nur noch mechanisch- technokratische Zweckgemeinschaft. Liebesverbindung - dieser Begriff scheint überzogen, ist er aber nicht. Die Magie der Wehrkraft korrespondiert immer mit der Magie des Staatsoberhauptes, und ein richtiger Staatsmann weiß, daß wirkliches Regieren ein permanenter Gewaltakt ist und ein Liebesakt zugleich. Wir kennen den Begriff vom "Grab des unbekannten Soldaten". Es hat sich ein neues Grab aufgetan, ein verhängnisvolles, das Grab des ungeliebten Soldaten, es bedeutet den Untergang eines Systems. Zurück zum Terrain des Alltäglichen, dem Boden der menschlichen, gesellschaftlichen Bewegungsabläufe, vom morgendlichen Weckruf, der Alltagsbewältigung, Arbeit, Einkauf, Entspannung, Familienleben, Freizeitspaß, Urlaubsplanung, Zukunftsangst, Unterhaltungsprogramm. Wiederholungsschleifen, Rotationsprinzip, verläßliche Monotonie des Alltags - Sperma, Humus, leben, sterben, Nahrungsbeschaffung. Das alles funktioniert hier nur so lange, wie das System dem Volk eine einigermaßen Wohlfühltemperatur garantiert. Der Glaube an die Demokratie steht und fällt mit ihrer Wohlfühlatmosphäre.
Noch mal 1789 -  Paris. Der Sturm auf die Bastille. Entfesselter Mob, aufgeputschter Pöbel.  Aber kann ein blindwütiger Mob, ein so chaotischer Haufen wirklich eine solche Bastion zu Fall bringen? Die Wirklichkeit, die damals die Bastille zu Fall brachte, steht in sehr verwandtschaftlicher Beziehung zu den Verhältnissen, wie sie hierzulande im Unterbewußtsein des Polizisten oder des Berufssoldaten vor sich hin schwelen. Der Auslöser  zum Fall der Bastille war der Moment, als ausgerechnet die NATIONALGARDE umschwenkte, um gemeinsam mit dem aufgebrachten Volk und mit den Kanonen der Nationalgarde die Bastille zu stürmen.  Die Symbolik dieses Umschwenkens kann für einen revolutionären Moment entscheidender sein, als die dahinter stehende Macht der Waffen.  Wenn die Führung eines Staates den Bezug  zur völkischen Wirklichkeit verliert, ist der Bürgerkrieg vorprogrammiert.    
Noch drehen die Räder, obgleich es schon knarzt im Getriebe. Zurück zum Volk, zur Masse bis hinunter zum Pöbel von Paris. Der Sturm auf die Bastille mag  ja von "Illuminaten" mit heraufbeschworen sein, aber sie selbst waren nicht der Treibstoff, sie verstanden ihn nur für sich zu nutzen, zusammen mit der Gunst der Stunde. Mit dem Verlust ihrer Elterlichkeit  gegenüber dem Volk mag die Monarchie damals ihre Krone und später den Kopf verwirkt und verloren haben. Zuvor aber hatte sie ihre Magie eingebüßt. Und das ist es, was das Volk nicht verzeiht, nicht vor 200 Jahren, nicht vor 2000 Jahren, nicht heute und nicht morgen. Die Magie des wirklichen verantwortungsbewußten Königtums ist verbunden mit der fürsorglichen Elterlichkeit gegenüber dem Volk. Der König muß sich davor hüten, menschlich zu werden. Eine politische Führungsgestalt, eine amtierende, wird mittels der Krone, die er trägt,  definitiv zum Halbgott, der das metaphysische Band zum Volke zu pflegen hat.  Wenn er sich darüber im klaren ist, der erste Diener seines Staates zu sein und somit des Volks engster Vertrauter, dann ist er im Stande, geliebt zu werden, und das allein ist die metaphysische Grundlage des Herrschens. Das ist der metaphysische Motor, der einen Staat am laufen hält. Ein wirklich souveräner Herrscher muß nicht nur respektiert und geachtet, sondern wirklich GELIEBT werden.
Und das ist der Grund, warum die Beruhigungsreden der Kanzlerin im Lande keinen Anklang mehr finden werden, wenn das Volk die Einkaufsregale stürmt und jeder sich selbst der Nächste ist.  Magie hält einen Staat zusammen und Liebe zu Volk und Vaterland, so altmodisch und gestrig das klingen mag. Es ist ein Ewigkeits-Gesetz.
Und in diesem Defizit sehen wir auch den Grund, warum Polizisten immer hemmungsloser angegriffen werden und die Wahlbeteiligungen schrumpfen. Die Luft ist raus, keine Magie, keine Metaphysik - nur noch technokratisch bürokratische Verwaltung, Statistiken, Zahlen, Fakten. Scheißdreck. Der Polizist hierzulande  insbesondere erfährt immer weniger Respekt, weil seine Obrigkeit, für die er den Kopf mit hinhält, ihm den nötigen Respekt nicht mehr zollt.
In "weiser" Voraussicht haben die modernen EU-Strategen nun geregelt, daß im Falle innereuropäischer Unruhen, Truppen in den jeweiligen Krisengebieten zum Einsatz kommen, die in keiner nativen Bindung zum Einsatzgebiet stehen. Man wird einen jugendlichen Aufstand in Frankreich also möglicherweise eher mit deutschen Soldaten bekämpfen und umgekehrt. Ganz einfach wegen der bestehenden Hemmschwellen, die ein französischer Soldat im Kampf  gegen seine eigenen Landsleute zu überwinden hätte. Hier kommt der EU-Führung das römische Söldner-Prinzip zu Hilfe. Da spielt eine Menge psychologische Kriegsführung mit. Ein in Lion eingesetzter Söldner aus Berlin sieht in seinen Kontrahenten vor Ort eben nicht seine heimatlichen Mitbrüder, die er in Schach zu halten hat, sondern fremde Gegner in einem ihm fremden Einsatzgebiet. Diese Verunsicherung auf nicht heimatlichem Terrain gegenüber fremden Aggressoren läßt ihn als Soldat  besser funktionieren, der eigene Einsatz  wird weniger stark in Frage gestellt. Der eigene Schutzmechanismus stärker aktiviert. Im Zuge kommender Unruhen werden wir das strategische Phänomen solcher Truppenverschiebungen in den EU-Staaten sicher zunehmend beobachten dürfen. Den Anfang macht die Polizei mit Austausch-Polizisten ähnlich einem internationalen Schüler-Austausch.    Ja, dieses EU-Europa überläßt den künftigen Unruhe-Herd nicht dem Zufall.
Der Hochverrat an jedem einzelnen von uns ist die Tatsache, daß unsere  "Regierenden"  sich selber gar nicht mehr als Vater-Figuren gegenüber einem Volk betrachten, sondern zu Moderatoren und miesen Repräsentanten entarten, die einen Ausverkauf ohne gleichen betreiben. Nationale Interessen werden dabei nicht einmal höchstbietend versteigert, sondern unterm  Wert verramscht. Ich fühle mich, mein Land, meine Heimat, mein Volk wirklich unter Wert verramscht. Ich revoltiere gegen diese Figuren, die mir das Erbe meiner Ahnen vorzuenthalten suchen. Ich revoltiere dagegen, kein Ewig-Gestriger mehr sein zu dürfen. Ich bin kein Mensch von heute, wenn das Heute in keinem Bezug mehr steht zu der Ewigkeit, mit der ich mich in Zusammenhang sehe - mit Bindungen, Traditionen, dem Eingeboren- und Verwachsensein mit Urgrund und Überwelt, dem Verbundensein mit Vorfahren, Ahnen, dem identitären Aufgehobensein in Zugehörigkeiten, die um den Unterschied weiß von Volk und Bevölkerung.  Und ich muß mich systematisch überrannt fühlen, wenn eine Kanzlerin mir in ihrer Silvesteransprache verspricht, daß mein Land ein Integrationsland sei, und ich darf mich verarscht fühlen, wenn sie von der Verantwortung der Regierenden gegenüber dem Steuerzahler und dem Geld der Menschen im Lande spricht. Wir werden vorsätzlich belogen, betrogen, und es ist auch nur eine Frage der Zeit, wie lange sich diejenigen, die mit ihrem Vertrauen auch ihr erarbeitetes Vermögen verloren haben, sich noch mit Sonntagsreden beruhigen lassen. Ich sagte es bereits an anderer Stelle, daß etwas faul sein muß, wenn Tausende von Leuten im Lande schon Jahre vor der jüngsten Finanzkrise haargenau von dem sprachen,  und nach oben hin  Warnungen abgaben, was heute als Blitz aus heiterem Himmel bezeichnet  wird,  von denen die nicht hören wollten, es aber gewußt haben mußten, und es in Kauf nahmen, wie jeden Kolalateralschaden, der Mittel zum Zweck ist. Man möchte vor Wut  auf die Barrikaden gehen, aber was uns heute davon abhält, das ist nicht die Präsenz eines Militärregimes, nicht die potentielle Gegengewalt eines Polizeistaates, das sind keine direkten staatlichen Unterdrückungsmechanismen, keine unmenschlich gegen uns in Erscheinung tretenden Härten wie vielleicht in Rußland, sondern unser behaglicher Komfort in den Rückzugsgebieten der so genannten eigenen vier Wände. Zentralheizung, Warmwasser, elektrisches Licht, Fernsehen und Kühlschrank. 

"VON DEN SCHWIERIGKEITEN, DIE REGIERUNG ZU STÜRZEN"  und "ALLES WAS ICH WILL, NUR DIE REGIERUNG STÜRZEN"  sind zwei musikalische Versuche der Hamburger Ex- Spaß, heute Polit-Punk oder sonstwas Band DIE GOLDENEN ZITRONEN, den Umsturz Gedanken für sich zu verarbeiten.  In der frühen Fassung der 80er Jahre, noch mit Köpfe-Rollen-Aspekt, später dann "VON DEN SCHWIERIGKEITEN, DIE REGIERUNG ZU STÜRZEN" beinahe schon realpolitisch nüchtern, mit leichtem Hang zur Resignation.
Aber heute  stürzt sich die Regierung doch permanent selbst, oder was sagt eine Wahlbeteiligung von ca. 40 % hierzulande über die Qualität der Angebotspalette an "herausragenden" Köpfen sonst noch aus. Die Frage nach der Legitimität, die sich auf den Rückhalt der Bevölkerung stützt, die steht bei schrumpfender Wahlbeteiligung aber immer  massiver im Raum. Und nur 12 Stunden, nachdem ich die Zwangsmaßnahme in Bezug auf Stimmvieh und Wahlen als kleine Polit-Phantasie in Erwägung ziehe, meldet  web.de  auf seiner Startseite, daß Politiker darüber nachdenken, 50 Euro  Strafgeld über Nicht-Wähler zu verhängen. Aber wollen diese Idioten da oben auch verhindern, daß ich mein Kreuzchen diagonal über das ganze Blatt mache, oder bekommen wir dann einen Wahlhelfer zur Seite gestellt. Demokratischer Affenzirkus.
Etwas über 100 Jahre vor dem massiven Einsatz von systematischen Massenverblödungswaffen hierzulande und den Bequemlichkeiten von heute, die dem revoltierenden Treibstoff eine ungeheure Bremswirkung entgegensetzen, da konnte eine Revolte sehr spontan und sehr plötzlich ihren Lauf nehmen. Da gab es  1844 tatsächlich eine Bier-Revolution in München, die uns sehr viel über psychologische Kriegsführung zu verraten im Stande ist.
König Ludwig I. sah sich nämlich seinerzeit gezwungen, den Bierpreis in Bayern um nur einen einzigen Pfennig zu erhöhen. Diese zum 1. März veranlaßte Preiserhöhung hatte bereits am Abend des 1. März 1844 zur Folge, daß 2000 aufgebrachte Bierfreunde und Bürger Münchens die Innenstadt stürmten und in den Brauerein für reichlich Kleinholz sorgten. Keine ANARCHISTEN,  keine sinnlos marodierenden Jugendhorden wie in Kreuzberg, sondern aufrechte Bayern, die in Bezug auf ihr Grundnahrungsmittel nicht mit sich spaßen lassen. Hochinteressant für uns die Tatsache, daß das herbeigerufene Militär den Befehl verweigerte, gegen die aufgebrachte Meute mit Waffengewalt vorzugehen, und das in einer Zeit, in der das Bier, der König und der liebe Gott über dem bayrisch weißblauen Himmel einen Gleichstand an Verehrung genossen, und der Befehl eines militärischen Führers immer auch von einem göttlichen Segen begleitet betracht wurde. Am 5. März aber mußte der König schwer einlenken und die Bierpreiserhöhung zurücknehmen sowie allen Krawallmachern totale Straffreiheit garantieren. 1848 kam es dann zu der Studentenrevolte, 1888 noch mal zu einer Bierrevolution, 1919 dann zu den Revolten und Unruhen, die in die Weimarer Republik mündeten und schließlich 1968 die von der Stasi ausgelöste Studentenrevolution. Und das war`s  auch schon zum Thema Revolution in Deutschland. Der Mauerfall und der Untergang der DDR war schon keine Revolution mehr, sondern eine  beschlossene Sache, die einer entsprechenden Inszenierung bedurfte. Ein Schachzug von Strategen, Lobbyisten und Marktwirtschaftlern, ein sauber durchgeführtes Planspiel. Keine friedliche Revolution, die sich aus sich selbst etwa entwickelt hätte. Ganz großes  theatralisches Polit-Theater mit Gesten, Sprüchen und Tränen, wie aus dem Drehbuch.
Heute kann die Regierung den Preis für Benzin und Tabak um das Doppelte erhöhen, und der aufgeklärteste Bürger, den es je auf deutschem Boden gab,  frißt auch diese Erhöhung - murrend, fluchend, zähnefletschend, aber dennoch brav gehorchend. Warum? Weil zu Hause warmes Wasser durch die Leitungen fließt, weil der Fernseher Wärme spendet, weil die Zentralheizung nach keiner Holzzufuhr fragt, weil Aldi, Penny und Lidl uns jeden Tag noch ein Supersonderangebot machen, weil die "eigenen"  4 Wände als kleines privates Rückzugsgebiet auch für einen asozialen Penner noch einen Komfort bieten, den der bayrische Bierrevolutionär vor über 100 Jahren daheim einfach nicht hatte.
Der Revolutionär von heute ist zwar in der Lage, sich weltweit elektronisch zu vernetzen und sich an der  großen Thematik der Revolution theoretisch zu beteiligen, aber diese weltweite Vernetzung ist kein Garant dafür, daß eine Million von Gleichgesinnten über das praktische revolutionäre Potential einer bayrischen Stammtischrunde verfügen, die bei Bierentzug zu Tieren werden.  Es werden nicht die Revolutionäre, nicht die Anarchisten sein, die zu gegebener Zeit als erste auf die Straße gehen, sondern die Praktiker, Bauern, Arbeiter, Arbeitssuchende, Entlassene - ganz einfach, weil  diese in der Lage sind, den spontanen Funken unter Gleichgesinnten so überspringen zu lassen, daß eine Hundertschaft von Bauern  beispielsweise bei einem Wutausbruch in Brüssel eine Zugkraft entwickelt, die der Internet Rahmen mit all seinen Querverbindungen und Connections nicht zu schaffen im Stande ist. Internet und die Straße der Wirklichkeit sind ganz weit voneinander getrennte Angelegenheiten.  Der berühmte Funke springt NICHT vom Internet auf die Straße über, sondern immer nur von der Straße um sich greifend auf den nächsten. Letztendlich ist das Internet das Netz, in dem die Revolution, trotz der virtuellen Freiheitlichkeit, gefangen ist und bleibt.  Der Internet-Revolutionär ist letztendlich bei  seiner freien Entfaltung, seiner revolutionären Ideen ein Gefangener des Netzes und  seiner Isolation. 10.000 einsame Revolutionäre sind für ein System erst dann eine ernstzunehmende Gefahr, wenn sie, auf einen Nenner gebracht, auf der Straße in Erscheinung treten. Wie soll das geschehen? Und vor allem wann? Wir stehen aber vor dem gleichen Problem wie 1789 in Paris. Ein unglaubliches Gebräu menschlichen Abschaums lauert in den Straßen der Republik auf den Moment des Ausbruchs - Kreaturen ohne eigentliches Ziel. Willenlose Umhergetriebene, suchtgetriebene Zombies, die sich Begriffe wie Freiheit und Gerechtigkeit auf ihre zerrissenen Fahnen geschmiert haben, asoziale Schmarotzer als Verkünder eines in Aussicht stehenden Utopia der totalen Gesetzlosigkeit und des friedlichen Miteinanders, besoffene Hirngeschädigte im Kampf gegen das Spießertum, die Schule schwänzende Kinderbanden im alltäglichen Kleinkrieg um die Ausbeute gestohlener Handtaschen, Kleinst-Kriminelle, Heimatlose mit leeren Augen und geballten Fäusten, bärtige Berber dazwischen, in schwere Mäntel und Anoraks gehüllt wie wandelnde Schlafsäcke, jederzeit bereit, an Ort und Stelle umzukippen, ohne Gewähr dafür, je wieder wach zu werden, in Kot und Kotze sich suhlende, von Krätze und Wundbrand befallene Liebespärchen, den gemeinsamen Traum einer Spießerehe führend, er Punk, sie im dritten Monat schwanger. Ein lebensfroher Rollstuhl-Fahrer mit Nietenarmband, bierselig von allem angekotzt, aber trotzdem gut drauf, eine jugendliche Nutte ohne Ausweispapiere, die selber keine Idee mehr von ihrer Abstammung hat und morgen eine Abtreibung vornehmen läßt von dem Fleisch, das ihr in die Gebärmutter gewachsen ist, auch sie bekennt sich zum Freiheitskampf. Kaputte Punks mit Pickelbefall und Anti-Nazi- Gesinnung im Kreise um eine Feuerstelle sitzend, die nicht brennt, weil keiner sich für den Brennstoff verantwortlich fühlt. Schreckensszenarien einer Jugendlichkeit vor den Endzeit- Kulissen farbiger Graffitiwände und kippendem Migrationshintergrund. Sie alle warten lungernd auf den Startschuß, recken bisweilen ihre schmutzigen Hälse, um gemeinsam mit ihren verfilzten Hunden den Geruch des drohenden Ausnahmezustandes instinktiv wahrzunehmen, ihm hinterherschnuppernd, sich dann wieder dem Alkohol ergebend. Auf den Ausbruch wartend, wie brave Bauern in südlichen Trockenregionen auf den nächsten großen Regen. Ihnen allen ist die Stunde des Ausbruchs. In diesen Müll hinein schlägt Uranus sein Zepter, und kosmisch elektrischer Strom wird diese brennenden Strohpuppen in den Untergang tanzen lassen, bis sie Asche sind, Asche, die zu keinem Dünger mehr taugt. Toter kann Asche nicht sein. Wir warten, bis der Spuk vorüber ist, der Dampf sich mit dem Dunst der Morgendämmerung schlafen legt und die städtischen Reinigungskräfte in buddhistisch oranger Gelassenheit im Schutze eines Polizeiaufgebotes das Blut, die Asche, das Glas und allen hier gestrandeten Müll in die Rinnsteine spritzen. Irgendwo wird es auch in dieser Ausnahmesituation noch einen heißen Kaffee geben, und echte Romantik kommt in dem Moment auf, wo aus einer kleinen abgelegenen Backstube heraus der Duft von frisch gebackenem Brot das weite sucht. Und plötzlich bekommen in diesen Minuten des Waffenstillstandes alle im Bild befindlichen Personen ein gemeinsames Empfinden für etwas wie Urvertrauen und Heimatlichkeit. Die deutsch-türkischen Reinigungskräfte in orange, die martialischen Polizisten hinter ruhenden Schutzschilden, der an seiner Fensterbank lehnende Rentner im 4ten Stock, der streunende Autonome in schwarz, der nun in sich geht und das erste Mal seit seinem Auszug von zu Hause vor 10 Jahren an Heim und Kindheit zurück denken muß. Nur aufgrund dieses Duftes von frisch gebackenem Brot. Und plötzlich fühlt er sich erschüttert, in sich getroffen. Die todgeglaubte Erinnerung spricht ihn an, rührt an seiner Seele, Tränen brechen sich Bahn. Die Welt taumelt, der Boden kreist, er kämpft, diesmal mit sich selbst, so unerwartet, so plötzlich, am ersten Tag nach dem Ausbruch der Revolution in Deutschland. Wohin wird ihn sein Kampf mit sich selbst nun führen? Wohin?

ZUM AUSSTIEG AUS DER THEMATIK ERLAUBE ICH MIR, DIESES GRANDIOSE FUNDSTÜCK AUS DEM ALTERMEDIA FORUM ANZUFÜHREN. ES BRINGT SO ZIEMLICH ALLES AUF DEN PUNKT, MIT WAS WIR ZU RECHNEN HABEN.  MEINES ERACHTENS SIND DIESE AUSZÜGE EIN GARANT DAFÜR, DASS C. F. VON WEIZSÄCKER ÜBER INSIDERWISSEN VERFÜGTE. ICH GLAUBE NICHT, DASS ER SELBER ZU DEN INSIDERN ZÄHLT, HALTE ES ABER FÜR SEHR MÖGLICH, DASS SEIN ALLSEITS BEKANNTER ÄLTERER BRUDER ALS INVOLVIERTER POLITIKER HÖHEREN RANGES IHM SO MANCHES GESTECKT HAT. DAS ALLES KORRESPONDIERT DURCHAUS MIT DEM GEHEIMEN FAHRPLAN, DER MIT DEM GLOBALISMUS EINHER GEHT, UND VON JOHANNES ROTHKRANZ SEHR TREFFEND ALS "DIE KOMMENDE DIKTATUR DER HUMANITÄT" BEZEICHNET WIRD. 
Es ist schon bemerkenswert, was Carl Friedrich von Weizsäcker, der ältere Bruder des ehemaligen Bundespräsidenten, vor 25 Jahren (!) in seinem letzten Buch u.a. schrieb.

Carl Friedrich von Weizsäcker:
“Der bedrohte Friede - heute”, Hanser, München 1994, ISBN 3446176977
Von Weizsäcker sagte in seinem letzten großen Werk “Der bedrohte Friede” 1983 Hanser-Verlag, innerhalb weniger Jahre den Niedergang des Sowjet-Kommunismus voraus (er wurde ausgelacht).
Seine Prognose, auf welches Niveau der Lohn-, Gehaltsabhängige zurückfallen würde, wenn der Kommunismus nicht mehr existiert, war schockierend.
Weizsäcker beschreibt die Auswirkungen einer dann einsetzenden Globalisierung (obwohl es damals dieses Wort noch nicht gab), so wie er sie erwartete.
Zitat:
 „(...) die Arbeitslosenzahlen werden weltweit ungeahnte Dimensionen erreichen.“
 „(...) die Löhne werden auf ein noch nie dagewesenes Minimum sinken.“
 „(...) alle Sozialsysteme werden mit dem Bankrott des Staates zusammenbrechen.  Rentenzahlungen zuerst.“
 
„(...) Auslöser ist eine globale Wirtschaftskrise ungeheurer Dimension, die von Spekulanten ausgelöst wird.“
 „(…) ca.20 Jahre nach dem Untergang des Kommunismus, werden in Deutschland wieder Menschen verhungern.“
 „(…) die Gefahr von Bürgerkriegen steigt weltweit dramatisch.“
 „(…) die herrschende Elite wird gezwungen, zu ihrem eigenen Schutz Privatarmeen zu unterhalten.“
 „(…) um ihre Herrschaft zu sichern, werden diese Eliten frühzeitig den totalen Überwachungsstaat schaffen, eine weltweite Diktatur einführen.“ 

 „(…) die ergebenen Handlanger dieses Geldadels sind korrupte Politiker.

 „(…) zum Zweck der Machterhaltung wird man die Weltbevölkerung auf ein Minimum reduzieren. Dies geschieht mittels künstlich erzeugter Krankheiten. Hierbei werden Bio-Waffen als Seuchen deklariert, aber auch mittels gezielten Hungersnöten und Kriegen. Als Grund dient die Erkenntnis, daß die meisten Menschen ihre eigene Ernährung nicht mehr finanzieren können, jetzt wären die Reichen zu Hilfsmaßnahmen gezwungen, andernfalls entsteht für sie ein riesiges, gefährliches Konfliktpotential.“
 „(...) Um Rohstoffbesitz und dem eigenen Machterhalt dienend, werden Großmächte Kriege mit Atomwaffen und anderen Massenvernichtungswaffen führen.“
 „(...) die Menschheit wird nach dem Niedergang des Kommunismus das skrupelloseste und menschenverachtendste System erleben, wie es die Menschheit noch niemals zuvor erlebt hat, ihr Armageddon.“
 „(...) das System, welches für diese Verbrechen verantwortlich ist, heißt “unkontrollierter Kapitalismus”.

C. F. von Weizsäcker sagte (vor 25 Jahren), daß sein Buch, welches er als sein letztes großes Werk bezeichnete, mit Sicherheit von der Bevölkerung nicht verstanden würde, und die Dinge somit ihren Lauf nehmen!

Das deutsche Volk bewertete er wenig schmeichelhaft wie folgt:
 „(...) absolut obrigkeitshörig, des Denkens entwöhnt, typischer Befehlsempfänger, ein Held vor dem Feind, aber ein totaler Mangel an Zivilcourage!“
 „(...) der typische Deutsche verteidigt sich erst dann, wenn er nichts mehr hat, was sich zu verteidigen lohnt. Wenn er aber aus seinem Schlaf erwacht ist, dann schlägt er in blindem Zorn alles kurz und klein, auch das, was ihm noch helfen könnte.“

Die einzige Lösung, die v. Weizsäcker bietet, ist die Hoffnung:
 „(...) daß nach diesen unvermeidlichen Turbulenzen dieser Planet noch bewohnbar bleibt.“

Quelle: http://nonkonformist.net/forum/index.php?topic=2172.0

(Entnommen aus einem Kommentar auf: de.altermedia.info)